Intensiv, kampfstark und bis zum Schluss offen: So lässt sich dieses Duell der 1. Klasse Mitte zwischen ASK Raiding und dem Tabellenzweiten SV Forchtenstein zusammenfassen. Das Spiel endete 0:0. Direkt nach dem Abpfiff ordnete Trainer Anton Drabeck die Leistung seines Teams ein – zwischen stabiler Defensivarbeit und ungenutzten Großchancen. „Wir haben über 90 Minuten überzeugt. In der ersten Halbzeit hätten wir noch etwas zulegen können – das haben wir dann nach der Pause gemacht“, sagte er. Und weiter: „Wir sind auf jeden Fall in Raiding mit dem Punkt sehr, sehr zufrieden.“ Ein ausgeglichenes Spiel mit vielen Laufduellen, gefährlichen Standards gegen die eigene Mannschaft – und einem Rettungsmanöver auf der Linie kurz vor Schluss.

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Drabeck hob die taktische Anpassung hervor – ein Schritt zu mehr Absicherung gegen einen starken Gegner: „Das hat schon eine Rolle gespielt: Zuletzt haben wir im 4-4-2 mit zwei Stürmern agiert, heute mit nur einer Spitze – hinten die Viererkette, davor zwei Sechser, dann ein Dreiermittelfeld und vorne ein Stürmer. Wir haben bewusst etwas defensiver gespielt, und die Burschen haben das sehr gut umgesetzt.“ Das zahlte sich sowohl gegen den Ball als auch in den Umschaltmomenten aus: „Wir haben in der Angriffsphase besser umgeschaltet – mit mehr Leuten vorne und mehr Präsenz im Sechzehner. Auch gegen den Ball haben wir uns wesentlich besser verhalten als in der Vorwoche.“ Beim Ballbesitz sah Drabeck ein Patt gegen den Favoriten: „Die sind Tabellenzweiter, kompakt, jung, mit sehr guten Einzelspielern. Beim Ballbesitz hat sich kaum etwas genommen – das war fast pari pari.“
Nach der Pause lag der Sieg mehrfach in der Luft. „In der zweiten Halbzeit haben wir zwei bis drei sehr gute Chancen herausgespielt, da waren wir teilweise allein vor dem Tor – etwa sechs Meter davor“, erinnerte sich Drabeck. Der ersehnte Treffer blieb dennoch aus: „Derzeit haben wir halt ein bisschen Pech im Abschluss.“ Und obwohl Raiding dem 1:0 näherkam, musste am Ende auch verteidigt werden: „Zur Wahrheit gehört, dass wir kurz vor Schluss auf der Linie retten mussten, um nicht in Rückstand zu geraten.“ Sein Fazit: „Der Punkt geht mehr als in Ordnung, weil wir nach der Pause sehr gute Möglichkeiten aufs 1:0 hatten.“
Bei ruhenden Bällen erkannte Drabeck Vorteile beim Gegner: „Unsere Corner haben heute wenig eingebracht. Der Gegner war bei Standards gefährlich, hat viele Kopfbälle gewonnen – zum Glück ist keiner aufs Tor gekommen.“ Zur Leitung der Partie sagte er: „Im Großen und Ganzen hatte der Schiedsrichter das Spiel im Griff. Es war alles in Ordnung.“ Besonders hob der Coach die Teamleistung trotz prominenter Ausfälle hervor: „Ich bin heute stolz auf die Mannschaft, weil uns wirklich drei absolute Stammspieler gefehlt haben – darunter unser Kapitän Manuel Posch. Die Jungs, die hereingekommen sind, haben das sensationell gemacht.“ Der Blick richtet sich bereits nach vorne: „Auch nächste Woche wartet wieder eine schwere Aufgabe. Unser Motto bleibt: als Kollektiv auftreten, miteinander arbeiten, spielen und kämpfen. Dann werden wir auch wieder Spaß haben – so wie heute, als wir uns den Punkt erarbeitet haben.“