Eisiger Wind, Regen und ein durchweichter Rasen prägten die umkämpfte Begegnung zwischen ASK Weppersdorf und SC Unterfrauenhaid in der 1. Klasse Mitte. Co-Trainer Lorandt Schuller stellte die harten Bedingungen in den Mittelpunkt und sah eine intensive, aber faire Partie, in der sein Team weite Phasen kontrollierte und sich mehr Chancen erspielte – am Ende gab jedoch die Effektivität der Gäste den Ausschlag. Der Tenor nach Abpfiff: konzentriert arbeiten, Ruhe bewahren – und das 2:3 in Lernfortschritte ummünzen.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
„Es war bitterkalt, mit starkem Wind, Regen und schwierigen Bodenverhältnissen.“ In diesem Rahmen zeichnete Schuller das Bild eines über weite Strecken kontrollierten Auftritts seiner Mannschaft: „Wir haben das Spiel phasenweise kontrolliert und ein paar mehr Chancen gehabt, aber Unterfrauenhaid war an diesem Tag effektiver. Das hat den Unterschied gemacht.“ Trotz der komplizierten Platz- und Windverhältnisse würdigte er die couragierte Leistung beider Teams – mit dem entscheidenden Plus an Konsequenz aufseiten der Gäste.
Die größten Möglichkeiten ordnete Schuller klar ein: Bei 0:0 stand Gabor Markus aus fünf Metern völlig frei vor dem Tormann, brachte den Ball aber nicht über die Linie. Rund um den Strafraum wirkten die Hausherren in einigen Szenen unsicher. Nach der Pause kam auch Unterfrauenhaid zu einer Großchance: Bei 1:1 lief ein Gästespieler über weite 40 Meter allein auf das Tor zu und schoss daneben. Später vergab Weppersdorf zwei Hochkaräter in Serie: Zunächst schloss Andreas Krutzler ab, der Tormann wehrte ab – vor leerem Tor setzte Martin Gosztola den Nachschuss über das Gehäuse. Aus Schullers Sicht kippte die Partie in einer heiklen Umstellungsphase: „Bei 1:1 haben wir gewechselt. Hinten gab es Unstimmigkeiten – wir haben die Umstellung nicht sauber umgesetzt, waren im Kopf nicht da und haben zu spät umgeschaltet.“ Weppersdorf ging zwar durch Ákos Virág nach einem Standard wieder mit 2:1 in Führung, doch Unterfrauenhaid drehte die Partie kurz darauf mit zwei schnellen Treffern. Die Torschützen: Für Weppersdorf trafen David Gera (1:0) und Ákos Virág (2:1), für Unterfrauenhaid David Földvarszki (1:1), Mark Nemeth (2:2) und Dániel Török (2:3). In der Schlussminute bot sich Ákos Virág noch die große Ausgleichschance – der Ball ging über das Tor.
Ruhende Bälle sorgten beidseitig permanent für Gefahr – begünstigt durch Wind und Nässe. „Unser 2:1 entstand nach einem seitlichen Freistoß. Insgesamt war jede Ecke und jeder seitliche Freistoß gefährlich, weil es so windig und nass war – im Sechzehner schwer zu verteidigen, auf beiden Seiten.“ Zum Unparteiischen und zur Atmosphäre fand Schuller klare Worte: „Der Schiedsrichter hat gut gepfiffen. Es war eine kämpferische, aber sehr faire Partie.“ Auch abseits des Rasens blieb alles ruhig: Die Zuschauer agierten beidseitig fair, die Ersatzbänke konzentrierten sich auf die eigenen Mannschaften. Für die kommenden Wochen setzt Schuller den Kurs bewusst nüchtern: „Ja, wir müssen bodenständig bleiben in den nächsten Partien.“