Spielberichte

„Mit dem 4:2 nach der Pause war das Match entschieden“ – ASK Raiding startet mit klarer Niederlage

SC Dörfl
ASK Raiding

Zum Auftakt in der 1. Klasse Mitte hat ASK Raiding beim Sportclub Dörfl eine deutliche 2:7-Niederlage hinnehmen müssen. Co-Trainer Anton Drabeck sprach danach von einem Ergebnis, das aus seiner Sicht „eindeutig zu hoch“ ausgefallen sei. Nach einem ordentlichen Beginn und dem 2:3 zur Pause war Raiding noch im Spiel, doch das 4:2 direkt nach Wiederbeginn wurde zum klaren Knackpunkt. Danach verlor ASK Raiding laut Drabeck die Ordnung und kassierte am Ende eine Abfuhr, die vor allem wegen der einfachen Gegentore schmerzte.


Fußball hängt im grünen Tornetz

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Raiding war im Spiel, bekam die Tore aber zu leicht

Drabeck wollte die Niederlage nicht schönreden, stellte aber auch klar, dass seine Mannschaft den Abend nicht von der ersten Minute an aus der Hand gegeben hatte. „Wir haben die ersten zwanzig Minuten sehr gut angefangen, haben ein, zwei Chancen herausgespielt“, sagte der Co-Trainer. Trotzdem lag ASK Raiding in der 18. Minute durch Daniel Berta mit 0:1 zurück. Die Antwort kam aber, als Drissa Yeo nach 28 Minuten zum 1:1 traf. Genau dieser Zwischenstand unterstrich zunächst, dass die Gäste in der Partie waren. Noch vor der Pause zog Sportclub Dörfl allerdings wieder davon: Csaba Varga stellte in der 38. Minute auf 2:1, nur zwei Minuten später erhöhte Gergö Nemeth auf 3:1. Weil Drissa Yeo in der 43. Minute noch einmal für ASK Raiding verkürzte, ging es mit einem 3:2 in die Kabinen. Gerade deshalb ärgerte Drabeck weniger der Pausenstand als die Art und Weise, wie die Gegentore fielen. „Unser Problem war ganz einfach, dass wir viel zu leichte Tore gekriegt haben. Da waren Tore dabei, die darfst du als Kampfmannschaft in der 1. Klasse Mitte nicht kriegen“, sagte er deutlich.

Das 4:2 nach Wiederbeginn nahm ASK Raiding den Halt

Den einen Moment, an dem das Spiel kippte, benannte Drabeck ohne großes Suchen. „Der entscheidende Moment war, dass wir in der Halbzeit nur mit einem Tor hinten waren und gleich nach der Halbzeit wieder mit einem langen Ball ein Tor gekriegt haben“, sagte er. Gemeint war das 4:2 in der 46. Minute durch Gabor Balint Nemeth, das den Gästen unmittelbar nach Wiederbeginn den nächsten Rückschlag versetzte. Aus Sicht des Co-Trainers war damit viel zerstört, was trotz des Rückstands zur Pause noch möglich gewesen wäre. „Mit dem 4:2 war das Match entschieden“, brachte er es klar auf den Punkt. Danach baute Sportclub Dörfl die Führung weiter aus. Cristian-Nicolae Fara traf in der 66. Minute zum 5:2, Csaba Varga legte in der 83. Minute sein zweites Tor zum 6:2 nach, ehe Klaus Reiter in der 87. Minute den 7:2-Endstand fixierte. Drabeck sparte bei seiner Analyse nicht mit Kritik an der eigenen Mannschaft: „Die letzten zwanzig Minuten haben wir komplett aufgegeben. Es hat keiner mehr seine Position gespielt.“

Lange Bälle, fehlende Ordnung und ein klarer Appell

Inhaltlich ging Drabeck nach dem Spiel noch tiefer hinein. Für ihn lag das Hauptproblem nicht nur in einzelnen Fehlern, sondern im fehlenden Zusammenspiel gegen die langen Bälle des Gegners. „Wenn man hinten mit einer Viererkette spielt, mit zwei defensiven Mittelfeldspielern und nur einem Stürmer, dann muss man miteinander reden. Man muss ein Stellungsspiel haben, weil man nicht auf einer Linie spielt und mit einem Pass alle vier Abwehrspieler erledigt sind“, sagte er. Genau das habe bei ASK Raiding nicht funktioniert. Auch beim Vergleich beider Mannschaften fand der Co-Trainer klare Worte. Sportclub Dörfl sei nach der Pause „als Mannschaft besser aufgetreten“ und habe die Zweikämpfe angenommen. ASK Raiding dagegen sei in der zweiten Hälfte „eine reine Ich-Sache“ gewesen. Dass Drabeck auch die Schiedsrichterleistung kritisch sah, verschwieg er nicht, allerdings schob er sofort nach: „Ich will mich nicht am Schiedsrichter ausreden. Bei 7:2 braucht man sich nicht mehr über den Schiedsrichter aufregen.“ Damit blieb die Stoßrichtung seiner Aussagen eindeutig bei der eigenen Leistung.

Raiding will schon nächste Woche anders auftreten

Trotz des misslungenen Starts wollte Drabeck das erste Meisterschaftsspiel nicht größer machen, als es zu diesem frühen Zeitpunkt ist. „Gut, dass wir erst ein Match in der Meisterschaft gespielt haben“, sagte er. Gleichzeitig kündigte er an, dass die klare Niederlage Folgen haben werde. Ob mit demselben Personal weitergespielt werde, ließ er offen. Viel wichtiger war ihm die Botschaft an die Mannschaft. „Wir werden sicher in Zukunft ganz anders auftreten wie gegen Sportclub Dörfl. Gar nicht in spielerischer, sondern in kämpferischer Hinsicht“, betonte er. Für Drabeck ist genau das der Kern, zu dem ASK Raiding rasch zurückfinden muss. „Wir waren in Raiding immer eine Truppe, die vom Kampf gelebt hat. Das muss wieder her.“ Der Auftakt ist damit gründlich misslungen, die Richtung für die kommenden Wochen hat der Co-Trainer aber schon unmittelbar nach Schlusspfiff klar vorgegeben.

1. Klasse Mitte: SC Dörfl : Raiding - 7:2 (3:2)

  • 87
    Klaus Reiter 7:2
  • 83
    Csaba Varga 6:2
  • 66
    Cristian-Nicolae Fara 5:2
  • 46
    Gabor Balint Nemeth 4:2
  • 43
    Drissa Yeo 3:2
  • 40
    Gergö Nemeth 3:1
  • 38
    Csaba Varga 2:1
  • 28
    Drissa Yeo 1:1
  • 18
    Daniel Berta 1:0