Derby-Feeling im Südburgenland: Zwischen dem ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf und dem ASK Markt Neuhodis in der 1. Klasse Süd entwickelte sich eine leidenschaftliche Partie, die Sektionsleiter Andreas Horvath klar einordnet. Er spricht von Intensität statt Schönspielerei, Ballbesitzvorteilen der Gastgeber, kaum Wirkung durch Standards und einer Begegnung ohne Aufreger. Gleichzeitig betont er die Zufriedenheit – getragen vom Ausgleich und dem Gefühl, sich den Punkt im Derby mit viel Einsatz erarbeitet zu haben.

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Horvaths erster Eindruck ist unmissverständlich: Der Charakter des Spiels definierte sich über Zweikämpfe und Emotionen. Seine Formel dafür: „Es war kampfbetont, ein richtiges Derby.“ Aus seiner Sicht lag die Spielkontrolle mehrheitlich bei Großpetersdorf: „Die Heimmannschaft hatte die meiste Zeit den Ball.“ Die Partie blieb dabei hart, aber im Rahmen – ohne strittige Szenen. Auch ruhende Bälle traten hinter der Dynamik aus dem Spiel zurück; Standards setzten nach seiner Wahrnehmung keine Akzente. Das Gesamtbild: viel Einsatz und Wille, weniger Feinschliff – Robustheit in den Duellen, Ringen um jeden zweiten Ball. In dieser Atmosphäre behauptete Großpetersdorf längere Phasen der Kontrolle, während Markt Neuhodis kompakt blieb, den direkten Weg zum Tor suchte und auf seine Momente lauerte.
Die erste Halbzeit schildert Horvath aus Sicht von Markt Neuhodis als aktiv und gefährlich: Seine Mannschaft habe „drei, vier gute Chancen“ herausgespielt, Großpetersdorf „ein, zwei Halbchancen“. Effektiv traf jedoch zunächst der Gastgeber: In der 36. Minute stellte Ibrahim Sahin aus Neuhodis-Sicht auf 0:1, zur Pause stand es 0:1. Nach dem Seitenwechsel drehte sich die Erzählung. „In der zweiten Halbzeit haben wir meiner Meinung nach den verdienten Ausgleich geschossen; sie waren aber insgesamt die stärkere Mannschaft und hatten dann noch Chancen“, ordnet Horvath ein. Der Ausgleich fiel in der 57. Minute, als Levente Töttö zum 1:1 traf. An der grundsätzlichen Statik änderte das wenig: Großpetersdorf blieb die Mannschaft mit den längeren Ballbesitzphasen und weiteren Offensivaktionen, Markt Neuhodis hielt mit Kompaktheit, Laufbereitschaft und klaren Nadelstichen dagegen. So stand am Ende eine Derby-Leistung, die über Moral und Konsequenz ins Spiel zurückfand – getragen von einem Ausgleich, den Horvath ausdrücklich als verdient bewertet, auch wenn er dem Gegner über weite Strecken die größere Wucht zuschreibt.
Gefragt nach dem besten Spieler, entscheidet sich Horvath ohne Umschweife für Paulo Jani – ein Hinweis darauf, dass in einem engen Derby oft einzelne Aktionen und Persönlichkeiten die Balance verschieben. Standards spielten aus seiner Sicht keine Rolle; diskussionswürdige Szenen gab es nicht. Für den Blick nach vorn bleibt Horvath pragmatisch: „Wir nehmen den Punkt, passt.“ In diesem Ton spiegelt sich die Grundstimmung der Gäste – Respekt vor einem starken Gegner, Anerkennung der eigenen Arbeit gegen den Ball und die Gewissheit, im richtigen Moment zugeschlagen zu haben.