Im Duell der 1. Klasse Süd zwischen Erdbau Berger Deutsch Kaltenbrunn und SC Kemeten ordnet Wolfgang Weber die Lage klar ein: Seine Mannschaft dominierte über weite Strecken, ließ jedoch eine Reihe bester Möglichkeiten liegen. „Wir hatten die Kontrolle, aber wir müssen effizienter werden“, fasst der Obmann zusammen – ein Leitmotiv, das auch den Blick nach vorn prägt.

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Die Tonlage nach dem Abpfiff ist eindeutig: offen geführt, mit deutlicher Feldüberlegenheit für Deutsch Kaltenbrunn. Früh stellte Jochen Hafner in der 11. Minute die Weichen – sein Treffer zum 1:0 gab der Heimelf die gewünschte Richtung. Bis zur Pause blieb es beim 1:0, auch weil die Gastgeber trotz klarem Chancenplus nicht nachlegten. Der ansonsten souveräne Auftritt bekam so nur einen Makel: die liegengelassenen Möglichkeiten.
Auch beim Ballbesitz bleibt Weber unmissverständlich: Deutsch Kaltenbrunn hatte über weite Strecken mehr Kontrolle. Prägend war neben der Feldüberlegenheit vor allem die fahrlässige Chancenverwertung. Zuvor blieben mehrere Hundertprozentige ungenutzt – unter anderem durch Tobias Töltl und Renato Kauzlaric. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase: In der 78. Minute traf Sebastian Töltl und stellte auf 2:0. Damit brachte die Heimelf ihren dominanten Auftritt letztlich in ein standesgemäßes Ergebnis.
Ruhende Bälle spielten an diesem Tag kaum eine Rolle – „eher unauffällig“, so Weber. Größere Aufregungsthemen blieben ebenfalls aus; mögliche Abseitsfragen ließen sich aus seiner Perspektive nicht eindeutig bewerten. In der Einzelkritik hebt Weber Renato Kauzlaric hervor, der sich mit Präsenz und Zug zum Tor auszeichnete.