Nach dem Abpfiff ordnete Harald Bacher die Partie seines USVS Hausbauführer Rudersdorf gegen den SC Wiesfleck nüchtern ein: ein offenes Duell mit ausgeglichenen Möglichkeiten, mehr Ballbesitz auf Seiten der Gäste und klarer Konterfokus bei Rudersdorf. In der 1. Klasse Süd war die Abstiegsbrisanz spürbar – entscheidend war aus seiner Sicht die bessere Chancenauswertung. Der 3:1-Heimsieg sei verdient, im Ausmaß aber „ein bisschen zu hoch“.

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Bachers Fazit zum Kräfteverhältnis fiel klar aus: „Von den Chancen her hätte es wahrscheinlich fünf zu fünf ausgehen können. Wir waren an diesem Abend die Effizienteren, auch wenn wir nicht alle Möglichkeiten genutzt haben.“ Beim Ballbesitz sah er Vorteile auf der anderen Seite: „An Spielanteilen hat Wiesfleck wahrscheinlich mehr gehabt.“ Seine Mannschaft setzte folgerichtig auf schnelles Umschaltspiel und nutzte die Gelegenheiten, die sich daraus ergaben.
Zur Halbzeit stand es 0:0. Direkt nach Wiederbeginn kippte die Partie in Richtung Rudersdorf: In der 47. Minute traf Nico Weißinger per Freistoß zum 1:0. Bacher hatte die Standards seiner Elf als Waffe ausgemacht: „Über unsere Ecken sind wir immer wieder gefährlich geworden.“ Auch Wiesfleck zeigte Präsenz bei ruhenden Bällen: „Wiesfleck war bei den Ecken immer wieder recht gefährlich, aber nichts wirklich Zwingendes.“ Der Ausgleich fiel vom Punkt – in der 61. Minute glich Patrick Krutzler per Elfmeter zum 1:1 aus. „Wir haben das Gegentor durch einen Elfmeter bekommen. Das war für mich eine klare Entscheidung“, so Bacher. In der Schlussphase stellte David Schendl in der 78. Minute auf 2:1, ehe Lukas Gingl in der 80. Minute zum 3:1 nachlegte und den Heimsieg endgültig absicherte.
Die Tonart auf dem Platz überraschte Bacher nicht: „Man hat gesehen, dass es ein Abstiegsduell ist und um jeden Meter gefightet wird.“ Er verwies auf die angespannte Personallage: „Beide Mannschaften sind, glaube ich, sehr ersatzgeschwächt angetreten. Zumindest meine Mannschaft war extrem ersatzgeschwächt. Dann konzentrierst du dich eher aufs Körperliche und auf die Zweikämpfe.“ Mit Blick nach vorne erwartet er eine knifflige Aufgabe im nächsten Ligaspiel. Gleichzeitig setzt er auf einen Schub aus dem jüngsten Ergebis und auf Rückkehrer: „Ich erwarte mir, dass meine Mannschaft durch das Erfolgserlebnis einen Push bekommen hat, den sie sich hart erarbeitet hat. Es werden ein bis zwei Verletzte und Gesperrte zurückkommen, hoffentlich. Wir erhoffen uns eine gute Trainingswoche dann schauen wir, was nächste Woche herauskommt.“