Derby-Dreier in der 1. Klasse Süd: Erdbau Berger Deutsch Kaltenbrunn bezwang am Nachmittag den Nachbarn USVS Hausbauführer Rudersdorf klar mit 4:1. Zur Pause führten die Gastgeber 1:0 und legten nach dem Seitenwechsel entschlossen nach. Obmann Wolfgang Weber brachte die Stimmung im Lager der Hausherren auf den Punkt: „Wir waren eigentlich immer die bessere Mannschaft.“ Nach der herben Pleite zuletzt war der Sieg nicht nur fürs Konto wichtig, sondern auch fürs Gefühl – und das im Derby vor vielen Zuschauern.

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Deutsch Kaltenbrunn hatte mehr vom Spiel und ging in der ersten Hälfte verdient in Front: In Minute 27 traf Sebastian Töltl zum 1:0, mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren zu und nutzten ihre Szenen vor dem Tor. Ein Eigentor von Tobias Juri Tropper brachte in der 51. Minute das 2:0, der Druck der Heimischen blieb hoch.
Wieder war es Sebastian Töltl, der in der 66. Minute auf 3:0 stellte. Spätestens mit dem 4:0 durch Renato Kauzlaric in Minute 72 war die Partie praktisch entschieden. Rudersdorf kam durch David Schendl in der 78. Minute noch zum 4:1, mehr ließen die Deutsch Kaltenbrunner nicht zu. „Die Mannschaft wollte dieses Spiel gewinnen und das haben wir auch gemacht. Es ist ein Derby“, sagte Weber zufrieden.
Der Obmann hob vor allem die Arbeit gegen den Ball hervor. „Wir waren immer schneller am Mann. Das Abwehrverhalten war sehr gut – und nach vorne ebenso.“ Im Vergleich zur Vorwoche klappte vieles besser. „Wir haben viel besser gespielt als bei der 0:5-Niederlage vorige Woche“, bilanzierte Weber.
Zugleich fand er respektvolle Worte für den Gegner: „Rudersdorf war schon kompakt, aber sie konnten nach vorne gewisse Dinge nicht umsetzen. Nach dem 3:0 oder 4:0 haben sie dann so halb aufgegeben.“ Dass seine Elf sich diesmal früh belohnte und nach der Pause sofort nachlegte, passte in dieses Bild einer konsequenten Vorstellung.
Rund um den Platz herrschte Derby-Stimmung. „Es waren sehr viele Zuschauer da, ich schätze zwischen 300 und 350. Durch das Grillen sind viele noch geblieben – es war ein netter Fußballnachmittag“, erzählte Weber. Auch zum Gespann fand er klare Worte: „Das Schiedsrichter-Team hat das professionell gepfiffen – auch Carolin Richter. Da hat es gar nichts gegeben.“
Sportlich verschafft der 4:1-Heimsieg zusätzlich Ruhe: In der Tabelle hält Deutsch Kaltenbrunn bei 37 Punkten auf Rang sieben, Rudersdorf steht mit 16 Zählern auf Platz 14. Die Hausherren nahmen aus dem Derby nicht nur drei Punkte mit, sondern auch Selbstvertrauen: „Wir haben uns heute für viel Arbeit belohnt“, so Weber, der hofft, dass seine Mannschaft diesen Schwung in die kommenden Aufgaben mitnimmt.