Spielberichte

„Zumindest ein Punkt wäre verdient gewesen“ – Bad Tatzmannsdorf geht nach spätem 2:3 leer aus

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SV Heiligenkreuz
SC Bad Tatzmannsdorf

In der 1. Klasse Süd stand der SV Heiligenkreuz am Freitagabend gegen den SC "SPAR Hinterleitner" Bad Tatzmannsdorf am Ende mit 3:2 als Sieger da. Gerade weil Bad Tatzmannsdorf nach dem frühen 0:2 zurückkam und die Partie bis in die Schlussphase offenhielt, blieb nach dem Schlusspfiff das Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre. Sektionsleiter Uwe Schermann sprach von einer sehr guten Leistung und meinte klar: „Zumindest ein Punkt wäre verdient gewesen.“


Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Heiligenkreuz legt vor, Bad Tatzmannsdorf antwortet rasch

In die Partie fand zunächst Heiligenkreuz besser hinein, und das zeigte sich auch früh am Spielstand. Geza Tapiska brachte die Gastgeber in der 17. Minute mit 1:0 in Führung, nur fünf Minuten später erhöhte Kristof Nandor Bata bereits auf 2:0. Für Bad Tatzmannsdorf drohte die Aufgabe gegen den Tabellenzweiten da rasch schwierig zu werden. Umso wichtiger war aus Sicht der Gäste die unmittelbare Antwort. Patrick Bürger verkürzte in der 24. Minute auf 2:1 und hielt seine Mannschaft damit im Spiel. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause, und genau an diesem Punkt setzte Schermann mit seiner Analyse an: „Unsere Leistung war sehr gut. Wir können auf diese Leistung weiterhin aufbauen.“

Mit dem 2:2 war die Partie wieder völlig offen

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie aus Sicht des Sektionsleiters offen, auch weil seine Mannschaft weiter dagegenhielt und Heiligenkreuz nicht abreißen ließ. Lange musste Bad Tatzmannsdorf aber auf den Ausgleich warten, ehe Heiligenkreuz in der 78. Minute durch ein Eigentor von Armin Zsolt Póczak das 2:2 hinnehmen musste. Damit war das Spiel endgültig wieder offen. Schermann beschrieb genau diese Phase als jene, in der es in beide Richtungen hätte kippen können. „Beim Stand von zwei zu zwei hätte es in beide Richtungen ausgehen können“, sagte er. Besonders eine Szene blieb ihm dabei hängen: „Wir hatten einen Lattenschuss von Patrick Bürger beim Stand von zwei zu zwei aus einem Freistoß, dann hätte sich die Partie auch in eine andere Richtung drehen können.“

Die Entscheidung fällt spät – und aus Sicht der Gäste unglücklich

Statt des möglichen 3:2 für die Gäste fiel wenig später die Entscheidung auf der anderen Seite. In der 87. Minute traf Geza Tapiska zum 3:2 für Heiligenkreuz und schnürte damit seinen Doppelpack. Für Schermann lag der Knackpunkt dabei weniger in einer längeren Druckphase des Gegners als in einer einzelnen Situation. „Entscheidend war im Endeffekt eine Einzelaktion beim 3:2 für Heiligenkreuz, wo wir nicht optimal verteidigt haben“, erklärte er. Gerade deshalb fiel die Niederlage aus seiner Sicht besonders unglücklich aus. „Es hätte auch auf der anderen Seite das 3:2 für uns fallen können“, sagte Schermann, der in der Schlussphase vor allem das fehlende Quäntchen Glück als Grund nannte.

Viel Positives trotz Niederlage

Trotz der Niederlage wollte der Bad-Tatzmannsdorf-Funktionär den Blick nach dem Schlusspfiff nicht nur auf das Ergebnis richten. Ihm ging es vor allem um das, was seine junge Mannschaft über weite Strecken zeigte. „Positiv waren die Leistung, der Kampfgeist, das taktische Verhalten und der Einsatz der Mannschaft“, sagte Schermann. Nur vor dem Tor sah er noch Luft nach oben: „Die Chancenauswertung hätte vielleicht ein bisschen besser sein können, wenn wir die eine oder andere Aktion konsequenter abgeschlossen hätten.“ Auch den Gegner ordnete er fair ein. Heiligenkreuz sei stark und stehe nicht zu Unrecht auf Platz zwei, trotzdem bleibe für ihn dabei: „Zumindest ein Punkt wäre verdient gewesen.“ Für die nächsten Wochen nimmt Bad Tatzmannsdorf daher vor allem das Positive mit. „Wir sind mit der jungen Mannschaft auf einem guten Weg“, sagte Schermann und ergänzte, man könne den kommenden Partien positiv entgegenblicken.

1. Klasse Süd: Heiligenkreuz : SC Bad Tatzmannsdorf - 3:2 (2:1)

  • 87
    Geza Tapiska 3:2
  • 78
    Eigentor durch Armin Zsolt Póczak 2:2
  • 24
    Patrick Bürger 2:1
  • 22
    Kristof Nandor Bata 2:0
  • 17
    Geza Tapiska 1:0