In der 2. Klasse Nord setzte sich Breitenbrunn beim SC UNEX Eisenstadt 1907 mit 2:0 durch. Nach torloser Pause entschieden zwei schnelle Treffer kurz nach Wiederbeginn das Spiel für den Tabellenführer Breitenbrunn, der seine Serie auf neun Siege ausbaute. Trainer Gerhard Karner sprach von „Routine“ und einem „staubigen 2:0-Sieg nach einem Sommerkick“. Besonders der Auftakt in Hälfte zwei gefiel ihm: „Überragender Start – und dann war die Messe gelesen.“ Der Meistertitel, sagt Karner, sei „zum Greifen nahe“.

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Die ersten 45 Minuten in Eisenstadt verliefen aus Sicht der Gäste ohne großes Spektakel, aber mit der nötigen Geduld. Gerhard Karner ordnete die Anfangsphase klar ein: „Erste Halbzeit war sehr ausgeglichen. Eisenstadt hat das brav gemacht.“ Zugleich sah er sein Team mit den besseren Nadelstichen: „Die besseren Chancen waren dann schon bei Breitenbrunn.“ Mehr fiel dennoch nicht, zur Pause stand es 0:0 (45.). Das passte zu einer Partie, in der beide Seiten sauber arbeiteten, aber lange auf den Öffner warteten. Breitenbrunn ließ wenig zu, suchte kontrolliert den Weg nach vorne und hielt das Tempo hoch, ohne zu viel zu riskieren. Man spürte, dass der Tabellenführer geduldig bleibt, auch wenn der eine Moment noch fehlte.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel innerhalb weniger Minuten klar auf die Seite der Gäste. Karner hob gerade den Start in die zweite Halbzeit hervor: „Als wir gegen den Wind gespielt haben, haben wir die ersten zehn Minuten sehr gut gespielt. Gleich zwei superschöne, schnelle Tore – da war die Messe gelesen.“ Den Anfang machte Roman Kollar in Minute 52 zum 0:1, vier Minuten darauf legte derselbe Mann zum 0:2 nach (56.). Beide Aktionen beschrieb der Trainer als sauber herausgespielt: „Zwei sehr schöne Aktionen der ganzen Mannschaft. Super Tore, superschöner Nachmittag.“ Mehr brauchte es nicht: Breitenbrunn stand kompakt, verwaltete die Führung clever und ließ Eisenstadt auch in der Schlussphase kaum Entfaltung. Der frühe Doppelschlag nach der Pause war genau das, was in einer zähen Partie den Unterschied macht.
Was gab letztlich den Ausschlag? Für Karner ist die Antwort eindeutig: „Einfach die Routine, dass wir aus so einem Sommerkick einen staubigen 2:0-Sieg gemacht haben.“ Bei allem Lob sah er nur ein kleines Thema: „Der Beginn vielleicht, aber sonst nirgends. Wenn du jede Woche gewinnst, gibt’s nicht viel zu meckern.“ In der Einzelkritik nannte er neben Doppeltorschütze Roman Kollar auch Daniel Gruber: „Roman Kollar war sehr gut, Daniel Gruber war gut.“ Zum Gegner meinte er knapp: „Eisenstadt hat das brav gemacht“, Überraschungen habe es nicht gegeben. Zur Leitung sagte er nüchtern: „Der Schiedsrichter war nicht so gut“ – ohne weiter Öl ins Feuer zu gießen.
Mit dem neunten Sieg in Folge thront Breitenbrunn bei 55 Punkten zehn Zähler vor Verfolger Sigleß. „Der Meistertitel ist zum Greifen nahe“, sagt Karner – und sein Team wirkt entschlossen, genau diesen Weg weiterzugehen.