Spielberichte

„On a windy Saturday in Trausdorf“ – St. Georgen nimmt die Bedingungen an und bleibt auch in Runde vier makellos

SC Trausdorf
St. Georgen/Eisenstadt

In der 2. Klasse Nord hat SC Trausdorf gegen UFC St. Georgen/Eisenstadt mit 0:2 verloren. Die Gäste legten mit der Führung kurz vor der Pause den Grundstein und machten die Partie in der 89. Minute endgültig zu. Trainer Christopher Pinter sah genau das, was er erwartet hatte: ein Spiel unter schwierigen Bedingungen, in dem seine Mannschaft den Platz, den Wind und die Umstände annahm und sich damit drei Punkte erarbeitete.


Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Die Führung kurz vor der Pause gab die Richtung vor

Für Pinter war der Verlauf der Partie keine Überraschung. „Es war eins zu eins das Spiel, so wie ich es erwartet habe“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Das 0:1 in der 38. Minute war aus seiner Sicht dann auch jener Moment, der dem Nachmittag die entscheidende Richtung gab. Daniel Martin Karacson brachte St. Georgen in Front, und Pinter erklärte auch, wie dieser Treffer zustande kam: „Wir haben einen kurz abgespielten Freistoß sicher verwertet.“ Damit nahm seine Mannschaft die 1:0-Führung mit in die Pause, und genau diese Führung in der ersten Halbzeit stellte der Trainer im Rückblick klar in den Mittelpunkt. Sie sorgte nicht für ein frühes Ende der Partie, aber sie gab den Gästen die Ausgangslage, die sie sich für die zweite Hälfte erarbeitet hatten.

Kein Spiel für Glanz, sondern für Anpassung

Viel mehr als einzelne spielerische Details stellte Pinter die Rahmenbedingungen in den Vordergrund. Er sprach von einem schlechten Fußballplatz, von starkem drehenden Wind und auch von einer Anstoßzeit, „wo der Körper eher nicht auf Höchstleistung ist“. Gerade deshalb war für ihn der größte Unterschied zwischen den beiden Teams nicht irgendein einzelner spielerischer Vorteil, sondern der Umgang mit diesen Umständen. „Dass du auch an einem Samstag auf einem schlechten Fußballplatz, wo es windig ist und zu einer Uhrzeit, wo der Körper nicht auf Höchstleistung ist, trotzdem gewinnst“, sagte Pinter und brachte damit seine Sicht auf den Nachmittag auf den Punkt. Dazu passte auch seine Einschätzung zur eigenen Mannschaft: „Wir haben die Bedingungen und die Umstände so angenommen, wie sie sind, und haben versucht, daraus das Beste zu machen.“ Es war also kein Spiel, das von Glanz lebte. Für den Trainer zählte vielmehr, dass seine Mannschaft pragmatisch blieb und aus diesem Rahmen das Resultat holte.

Trausdorf versuchte ohne wirklich zwingend zu werden 

Dass St. Georgen die Partie am Ende mit zwei Toren Unterschied gewann, bedeutete aus Pinters Sicht keineswegs, dass der Gegner einfach zu bespielen gewesen wäre. Der Trainer schilderte Trausdorf als „hochmotiviert“ mit einem reaktivierten Tormann und als Team, das nichts zu verlieren habe, den Gästen den Nachmittag schwer zu machen. Genau in diesem Punkt passte das Spiel für ihn zu den Erwartungen vor dem Anpfiff. Eine Mannschaft, die im Tabellenkeller Punkte braucht, traf auf einen Spitzenreiter, der auswärts unter schwierigen Bedingungen bestehen musste. St. Georgen hatte damit kein schönes Spiel vor sich, sondern eine Aufgabe, in der Geduld und Konsequenz gefragt waren. Dass die Führung lange nur knapp blieb, hatte auch damit zu tun, dass wir nach der Pause zwei Chancen auf das 2:0 und mögliche 3:0 nicht gemacht haben. Die Gäste waren zwar vorne, endgültig entschieden war die Partie damit aber erst gegen Ende des Spiels. 

Jobst macht spät alles klar

So blieb die Begegnung bis in die Schlussphase offen, ehe Andreas Jobst in der 89. Minute das 0:2 nachlegte und damit den Auswärtssieg absicherte. Erst dieser späte Treffer nahm dem Spiel den letzten Rest an Spannung. Für St. Georgen steht damit nach vier Runden weiterhin die makellose Bilanz: vier Spiele, vier Siege, zwölf Punkte und Platz eins in der 2. Klasse Nord. Pinter wollte nach dem Schlusspfiff nichts Grundsätzliches mehr ergänzen, seine Aussagen zuvor reichten aber ohnehin aus, um den Auftritt einzuordnen. Seine Mannschaft musste an diesem Samstag nicht glänzen, sondern liefern. Genau das tat sie. Unter widrigen Umständen reichte eine Führung vor der Pause und ein spätes zweites Tor, um auch in Trausdorf voll anzuschreiben.

2. Klasse Nord: Trausdorf : St. Georgen/E. - 0:2 (0:1)

  • 89
    Andreas Jobst 0:2
  • 38
    Daniel Martin Karacson 0:1