In der 2. Klasse Nord hat der FC Oslip ein Heimspiel gegen SC UNEX Eisenstadt 1907 nach 0:2-Pausenrückstand noch klar mit 5:2 gewonnen. Nach zwei späten Gegentreffern vor der Pause drehte Oslip die Partie mit fünf Toren nach dem Seitenwechsel komplett. Trainer Thomas Achs hob danach vor allem die Haltung seiner Mannschaft hervor: "Bei jedem spürte man, dass wir das Spiel nicht verlieren werden."

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Die ersten Minuten gehörten klar den Gastgebern. Oslip war in der Anfangsphase das aktivere Team und kam laut Thomas Achs in den ersten zehn Minuten gleich zu zwei sehr guten Chancen, unter anderem durch Bendeguz Nemeth. Danach verlor die Partie aber etwas an Schwung. "Dann plätscherte das Spiel ein bisschen dahin", sagte der Trainer rückblickend. Kurz vor der Pause lief das Spiel dann aber plötzlich in die falsche Richtung. Raffael Mitterhöfer brachte Eisenstadt in der 43. Minute mit 1:0 in Führung, Franz Thometitsch legte in der 45. Minute das 2:0 nach. Für Achs war klar, dass seine Mannschaft da nicht am Gegner scheiterte, sondern an eigenen Fehlern. "Der Schock nach dem 0:2 kurz vor der Halbzeit war groß", sagte er, und genau diese Szene führte er später auch auf mangelnde Kommunikation zurück.
Was nach dem Seitenwechsel folgte, war aus Sicht der Osliper die perfekte Antwort auf diese schwierige erste Hälfte. Schon in der 48. Minute verkürzte István Márió Fendrik auf 1:2, und genau dieses schnelle Tor stellte Achs als entscheidenden Impuls heraus. "Wenn man gleich eine Minute nach der Halbzeit den Anschlusstreffer macht, dann tut das schon gut", sagte der Oslip-Trainer. Mit diesem Treffer war sofort wieder Zug in der Partie, und die Heimelf blieb am Drücker. Franz Paul Jagschitz glich in der 56. Minute zum 2:2 aus, Adrian Bodog drehte die Begegnung in der 60. Minute endgültig. Spätestens da war zu spüren, dass Oslip das Kommando übernommen hatte. Mario Dvornikovich sorgte mit seinen Treffern in der 70. und 80. Minute schließlich für klare Verhältnisse. "Wir starteten fulminant aus der Kabine", sagte Achs, und seine Mannschaft untermauerte genau das mit einer zweiten Halbzeit, in der sie klar spielbestimmend war.
Für Achs war dieser Heimsieg deshalb nicht nur wegen der fünf Tore bemerkenswert, sondern vor allem wegen der Art, wie seine Mannschaft nach dem Rückstand zurückkam. "Die größte Stärke waren unsere Comeback-Fähigkeiten", sagte er und ergänzte, dass sein Team die Möglichkeiten nach der Pause "sehr sauber" herausgespielt habe. Gleichzeitig beließ es der Trainer nicht beim Lob. Verbesserungsbedarf sieht er weiter in der Kommunikation, weil beide Gegentore aus seiner Sicht auf klare Abstimmungsfehler zurückzuführen waren, und auch in der Chancenauswertung. Den Gegner ordnete er nüchtern ein: "In der ersten Halbzeit war Eisenstadt ganz okay, aber nach dem 3:2 kam nichts mehr." Auch mit der Leistung des Schiedsrichters war Achs einverstanden: "Die Leistung des Schiedsrichters war gut." Unterm Strich stand für ihn aber vor allem die Anerkennung für seine eigene Mannschaft. "Ein Lob an die Mannschaft, an die Moral und an die Fighterqualitäten. Nach einem 0:2 zur Halbzeit noch 5:2 zu gewinnen, Hut ab vor meiner Mannschaft." Mit dem Sieg hält Oslip nach sechs Runden bei zwölf Punkten und bleibt in der Spitzengruppe.