Im Spitzenspiel der 2. Klasse Nord hat FC Oslip den Tabellenführer UFC St. Georgen/Eisenstadt nach 0:1-Pausenrückstand noch mit 2:1 bezwungen. Trainer Thomas Achs machte nach dem Schlusspfiff vor allem einen Punkt aus: „Der Wille hat entschieden.“ Genau das zeigte seine Mannschaft in einer Partie, die er als „sehr schnelles und gutes Spiel“ beschrieb und die erst spät zu ihren Gunsten kippte.

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Dass diese Partie offen und intensiv geführt wurde, zeigte schon die erste Halbzeit. Achs sprach von einem „sehr schnellen und guten Spiel“ und verwies damit auch auf die Ausgangslage zwischen Erstem und Zweitem. Zunächst hatte allerdings St. Georgen den besseren Zwischenstand auf seiner Seite. In der 41. Minute brachte Kilian Buchreiter die Gäste mit 1:0 in Führung, mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause. Oslip musste also einem Rückstand nachlaufen, verlor laut seinem Trainer aber nicht den Faden. Für Achs war weniger eine einzelne Szene als vielmehr die Haltung seiner Mannschaft ausschlaggebend. „Der entscheidende Moment war, dass wir einfach wollten und nicht mussten. Der Wille hat entschieden“, sagte der Osliper Trainer.
Nach dem Seitenwechsel bekam Oslip dann genau die Antwort auf den Platz, die Achs sehen wollte. Der Ausgleich fiel in der 65. Minute durch Bendeguz Nemeth, und auch die Beschreibung des Trainers passte gut zum Charakter des Treffers. „Das erste Tor war sehr schön herausgespielt und vom Sechzehnmeterraum eiskalt abgeschlossen“, sagte Achs über das 1:1. Damit war das Spitzenspiel wieder völlig offen, und die Gastgeber blieben bis in die Schlussphase hinein am Drücker. Die Entscheidung fiel erst in der 89. Minute, als Adam Kovacs zum 2:1 traf. Achs schilderte den Siegtreffer als Freistoß, der vor dem Tormann aufsprang und bei dem dieser „nicht glücklich ausgeschaut hat“. So drehte Oslip das Spiel spät, aber noch rechtzeitig.
Dass Oslip die Partie nach dem Rückstand noch drehen konnte, führte der Trainer vor allem auf die Arbeit gegen den Ball zurück. „Besonders gut hat die Defensive funktioniert. Wir hatten die Ideen, die St. Georgen hatte, gut im Griff und hielten defensiv gut dagegen“, sagte Achs. Zugleich sprach er offen an, wo seine Mannschaft noch zulegen muss. „Was nicht so gut war, war die Passqualität. Da sind wir noch ausbaufähig.“ Auch dem Gegner stellte er kein schlechtes Zeugnis aus. St. Georgen habe „eine Spielidee gehabt“ und sei „sehr viel gelaufen“, es habe den Gästen aber an „Kreativität in der Offensive“ gefehlt. Auch mit der Leitung der schnellen Partie zeigte sich Achs einverstanden: Der Schiedsrichter habe das Spiel „sehr gut geleitet“. Seine Gesamtbilanz fiel entsprechend klar aus: „Der Unterschied lag an unserem Einfallsreichtum in der Offensive und an der stabilen Defensive.“ Mit dem 2:1 bleibt Oslip in der 2. Klasse Nord bis auf einen Punkt an St. Georgen dran.