In der 2. Klasse Süd A setzte sich die SG EFM Redlschlag daheim mit 3:1 gegen den SV BB1 Wolfau durch. Zur Pause lag Redlschlag 0:1 zurück, nach dem Seitenwechsel drehte Adam Bazso mit einem Dreierpack die Partie. Trainer Benedikt Bertl sprach von einer schwierigen Ausgangslage mit vielen Ausfällen, lobte aber sein Team: „Wir waren taktisch und kämpferisch stark.“ Und zum Knackpunkt sagte er: „Nach dem 1:1 hatte ich das Gefühl, dass wir das gewinnen.“

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Redlschlag ging das Spitzenspiel aus einer kompakten Ordnung an. Benedikt Bertl beschrieb den Plan klar: „Es war eine schwierige Ausgangslage, weil uns viele Spieler gefehlt haben. Wir wollten hinten wenig zulassen und mit Tempo nach vorne Chancen kreieren.“ Das gelang zunächst, auch wenn der Rückschlag kam: In Minute 32 traf Emil Hamzagic für Wolfau zum 0:1, zur Halbzeit stand es 0:1. Aus Sicht des Trainers war der Rückstand vermeidbar: „Das erste Tor haben wir eigentlich selbst eingeleitet durch einen Fehlpass in die Mitte.“ Dennoch blieb sein Team dran. „Wir sind zurück ins Spiel gekommen und haben sonst nur zwei, drei nennenswerte Chancen zugelassen. In der ersten Halbzeit hatten wir sogar die gefährlicheren Möglichkeiten“, bilanzierte Bertl und unterstrich damit den Mut seiner Mannschaft trotz Rückstand.
Nach der Pause kippte das Spiel. In der 59. Minute stellte Adam Bazso auf 1:1, zwölf Minuten später legte er zum 2:1 nach, und nur zwei Minuten darauf machte er mit dem 3:1 den Deckel drauf (71., 73.). Für Bertl war das Momentum deutlich spürbar: „Nach dem 1:1 hatte ich das Gefühl, dass wir die Partie gewinnen, weil wir dann viel besser im Spiel waren. Wolfau wirkte verunsichert. Das haben wir gut ausgenutzt.“ Besonders hob er seinen Dreifachtorschützen hervor: „Vorne hat er es sensationell gemacht.“ Gleichzeitig verwies der Coach auf die Wege, über die Redlschlag Gefahr entfachte: „Wir haben viel über Laszlo Toth und Krisztian Kottan eingeleitet. Es waren wirklich schöne Tore und genau das, was wir uns vorgenommen haben.“ Redlschlag blieb am Drücker, nutzte die Chancen eiskalt und ließ Wolfau kaum noch Luft zum Atmen.
Den Schlüssel zum Sieg sah Bertl im Kollektiv: „Die größte Stärke war der Zusammenhalt. Uns haben fünf, sechs Spieler gefehlt, jeder ist für den anderen gelaufen. Taktisch, kämpferisch – ich bin sehr zufrieden und stolz auf jeden.“ Defensiv bekam Redlschlag Wolfaus Angreifer Emil Hamzagic weitgehend in den Griff: „Hamzagic ist ein super Spieler. Wir haben ihn gut zugestellt, er hatte zwei, drei Chancen, aber ganz abstellen kann man ihn nie.“ Auch den Gegner ordnete der Trainer ein: „Wolfau ist laufstark, körperlich topfit, vielleicht noch etwas grün hinter den Ohren. Wir haben mit kleinen taktischen Fouls gut gearbeitet, das hat Wolfau nicht gemacht.“ Strittige Szenen gab es aus seiner Sicht keine, im Gegenteil: „Der Schiedsrichter war Weltklasse. So einen Unparteiischen wünscht man sich jede Woche.“
Abseits der 90 Minuten gab es für Redlschlag eine wichtige Personalnachricht. „Ich bin froh, dass die Burschen nach Sperren schön langsam zurückkommen. Unser Kapitän Joachim Böhm hat nach rund acht Wochen Verletzungspause sein erstes Match wieder gespielt“, freute sich Bertl über die Rückkehr einer zentralen Figur. Ganz ohne Kritik wollte der Coach den Abend aber nicht stehen lassen: „An der Chancenauswertung können wir arbeiten. Und die Disziplin ist ein Thema – zuletzt haben wir zu viele Gelbe gesehen.“ Mit dem 3:1 gegen Wolfau bestätigt Redlschlag seine Rolle im Vorderfeld der Liga. In der jüngsten Tabelle rangiert Redlschlag auf Platz drei, Wolfau auf vier – zwei Teams, die oben weiter mitreden wollen.