In der 2. Klasse Süd A hat sich SV Auto Schuh Hochart gegen ASKÖ Kalchbrenner Bau Goberling lange ein enges und kampfbetontes Spiel geliefert, ehe die Gäste mit 2:1 die Oberhand behielten. Trainer Michael Koller sah Hochart zwar mit mehr Chancen, machte nach dem Schlusspfiff aber vor allem Torhüter Niklas Friedel und den späten Siegtreffer zum entscheidenden Punkt.

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Michael Koller hatte genau die Partie bekommen, mit der er im Vorfeld gerechnet hatte. „Wir waren darauf eingestellt, dass es in Hochart ein sehr schwieriges, kampfbetontes Spiel wird“, sagte der Goberling-Trainer, und genau so entwickelte sich die Begegnung aus seiner Sicht auch. Seine Mannschaft erwischte mit dem 1:0 in der 15. Minute trotzdem einen wichtigen Moment auf ihrer Seite. Andrija Pavlovic brachte die Gäste in Front, ein Treffer, den Koller im Nachhinein ausdrücklich hervorhob. „Das 1:0 war meiner Meinung nach schon eine entscheidende Szene“, meinte er. Danach blieb die Partie aber nicht einseitig, sondern offen. Koller sprach von einem Spiel, in dem Hochart nach seiner Wahrnehmung mehr Chancen hatte. Kurz vor der Pause fiel dann der Ausgleich: Rok Smid traf in der 43. Minute zum 1:1, mit diesem Stand ging es auch in die Kabinen.
Wenn Koller über den Auswärtssieg spricht, kommt er sehr schnell auf seinen Tormann zu sprechen. „Chancen hatte meiner Meinung nach Hochart mehr, aber mit einem überragenden Niklas Friedel, der heute der beste Mann am Feld war, haben wir dagegengehalten“, sagte er. Es war eine klare Einordnung des Trainers, der den Schlussmann als Schlüsselfigur dieses Nachmittags sah. Noch deutlicher wurde Koller, als er den Spielverlauf zusammenfasste: „Niklas Friedel hatte einen Top-Tag, Top-Reaktionen und alles gehalten, was es zu halten gab.“ Gerade weil Hochart laut Koller immer wieder gefährlich wurde, bekam diese Leistung besonderes Gewicht. Der Trainer beschrieb die Phase nach der Führung als „offenen Schlagabtausch“ und verwies auch auf ein „schnelles Spiel in den ersten 20 Minuten“. Hochart sei kampfbetont und aggressiv aufgetreten, doch Goberling blieb mit viel Einsatz im Spiel.
Nach dem 1:1 zur Halbzeit blieb die Partie aus Goberlinger Sicht lange auf Messers Schneide. Koller gefiel dabei vor allem, wie seine Mannschaft die Aufgabe insgesamt annahm. „Wir waren sehr kompakt, haben nicht viele Fehler zugelassen und waren trotzdem eine Einheit“, sagte er. Dass sich diese Haltung am Ende auszahlte, lag am späten 2:1 in der 87. Minute. Florijan Pavlovic erzielte den Siegtreffer in der Schlussphase und setzte damit den letzten entscheidenden Akzent. „Der wichtigste Moment war natürlich, dass wir in der Schlussphase das zweite Tor geschossen haben“, sagte Koller. Danach habe seine Mannschaft „hinten so gut dicht gemacht“ und den Vorsprung sauber über die Zeit gebracht. Für den Trainer war das letztlich die Belohnung dafür, dass seine Elf in einem schweren Auswärtsspiel nicht den Faden verlor, obwohl Hochart über weite Strecken Druck machte.
Nach dem Spiel wollte Koller den Erfolg nicht nur auf die beiden Tore reduzieren, sondern auf das Auftreten seiner Mannschaft insgesamt. „Ich möchte ein Lob an die ganze Mannschaft aussprechen“, sagte er, ehe er zwei Spieler noch einmal gesondert hervorhob. Neben Tormann Niklas Friedel nannte er auch Oliver Kalchbrenner, der wegen einiger Ausfälle einsprang. „Er hat seine Sache top gemacht“, betonte der Trainer. Im selben Atemzug unterstrich Koller noch einmal, wer für ihn an diesem Tag herausragte: „Besonders hervorzuheben sind in dieser Phase Niklas Friedel und Oliver Kalchbrenner. Das waren heute die zwei besten Leute am Platz.“ Auch rund um die Spielleitung wollte er kein großes Thema aufmachen. „Im Großen und Ganzen war der Schiedsrichter okay“, meinte Koller. So blieb unter dem Strich ein Auswärtssieg, den Goberling laut Trainer vor allem mit Kompaktheit, mannschaftlicher Geschlossenheit und einem starken Tormann auf den Weg brachte.