In der 2. Klasse Süd A hat SC Kemeten am Samstag ASKÖ Kalchbrenner Bau Goberling mit 5:2 besiegt. Aus Sicht der Gäste war die Richtung früh vorgegeben, weil schon die Anfangsphase gegen sie lief. Trainer Michael Koller sprach danach davon, dass seine Mannschaft nicht an die Leistungen der letzten Wochen herankam. Dazu kam, dass Kemeten auf jeden Goberlinger Anschluss wieder eine passende Antwort fand.

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Für Goberling begann die Partie denkbar ungünstig. Schon in der 3. Minute brachte Gergö Tama die Hausherren mit 1:0 in Führung, nach zwölf Minuten legte Dominik Pausackerl das 2:0 nach. Michael Koller sagte nach dem Spiel offen: „Wir konnten die Leistungen der letzten drei Wochen leider nicht abrufen.“ Vor allem der frühe Rückstand habe seiner Mannschaft nicht geholfen. „Wir sind sehr früh in Rückstand geraten, das hat uns nicht in die Karten gespielt“, erklärte der Trainer. Ganz abgeschüttelt war Goberling zunächst aber nicht, denn Jakov Pavlic verkürzte in der 18. Minute auf 2:1. Damit war die Partie wieder offen, doch noch vor der Pause stellte ein als Eigentor gewerteter Treffer von Daniel Mayer auf 3:1. Genau das meinte Koller auch mit seiner Einschätzung: „Immer wenn wir wieder rangekommen sind, hat Kemeten nachgelegt.“
Auch nach dem Seitenwechsel war Goberling noch nicht aus dem Spiel. In der 55. Minute brachte Florijan Pavlovic die Gäste mit dem 3:2 noch einmal heran, und damit war jener Moment da, auf den Koller später besonders verwies. „Das Match hätte genauso kippen können, aber das haben wir nicht zusammengebracht“, sagte er. Aus seiner Sicht gab es also sehr wohl eine Phase, in der mehr möglich gewesen wäre. Statt eines weiteren Goberlinger Signals kam aber wieder die Antwort von Kemeten. Barnabas Kapus stellte in der 70. Minute auf 4:2, und in der 81. Minute sorgte Gergö Tama mit seinem zweiten Treffer des Tages für den Endstand von 5:2. Gerade dieser Verlauf passte zur Analyse des Gästetrainers, weil seine Mannschaft zwar noch einmal herankam, danach aber nie die Kontrolle übernehmen konnte.
In der Analyse wurde Michael Koller dann sehr deutlich. „Mir fehlt die Effizienz, der unbedingte Siegeswille, das Feuer hat im Team einfach gefehlt“, sagte der Goberling-Trainer. Er suchte die Gründe für die Niederlage also nicht bei Nebensachen, sondern vor allem bei der eigenen Leistung und bei der Konsequenz in den entscheidenden Momenten. Gleichzeitig erkannte er an, was Kemeten besser gemacht hat: „Der Gegner war kaltschnäuziger mit seinen Torchancen und wollte den Sieg meiner Meinung nach mehr als wir.“ Damit war für ihn auch der Unterschied zwischen beiden Mannschaften benannt. Während Kemeten mit dem 5:2 die Tabellenführung untermauerte, bleibt Goberling nach zehn Runden im vorderen Bereich, muss diese Niederlage aber rasch abhaken. Koller kündigte genau das an: „Wir werden alles versuchen, nächste Woche wieder zu alter Form zurückzukommen.“