In der 2. Klasse Süd A hat SC Kemeten ein wildes Heimspiel gegen UFC "Catering Pranger" Oberschützen mit 4:3 gewonnen. Aus Sicht der Gäste bleibt nach einer Partie mit Aufholjagd und spätem Nackenschlag vor allem Ärger zurück. Trainer Gerhard Wolfger sprach von "Unvermögen", nannte individuelle Fehler als Hauptgrund und verwies auf den Moment nach dem 3:3, als Oberschützen postwendend wieder in Rückstand geriet.

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Die Partie begann aus Sicht der Gäste mit einem klaren Rückstand, denn Kemeten zog in der ersten Halbzeit auf 2:0 davon. Lukas Pieler brachte die Gastgeber in der 25. Minute in Führung, sechs Minuten später legte Gergö Tama das 2:0 nach. Oberschützen musste damit einem frühen Zwei-Tore-Rückstand nachlaufen, meldete sich aber direkt nach der Pause zurück. Roland Szalai verkürzte in der 47. Minute auf 2:1, in der 65. Minute stellte Adrián Ferenc Prán auf 2:2. Gerade diese Phase zeigte, warum Wolfger von einem "sehr spannenden Spiel, guter Werbung für die zweite Klasse" sprach. Die Gäste hatten sich nach einer schwierigen ersten Hälfte wieder in die Partie gearbeitet und waren plötzlich wieder voll da.
Die Wende zum Punktgewinn schien damit möglich, doch die Partie blieb offen und kippte weiter hin und her. Nur vier Minuten nach dem 2:2 brachte Markus Hochwarter Kemeten wieder mit 3:2 nach vorne. Oberschützen gab sich dennoch nicht geschlagen und kam in der 83. Minute durch Roland Szalai erneut zurück, der mit seinem zweiten Treffer das 3:3 erzielte. Lange freuen konnten sich die Gäste darüber aber nicht, denn schon eine Minute später stellte Gergö Tama auf 4:3. Genau dort setzte auch Wolfger mit seiner Analyse an. "Der Elfmeter gegen uns und nach dem 3:3-Ausgleich das 4:3-Gegentor" seien aus seiner Sicht die Momente gewesen, die das Spiel entschieden haben.
Die Erklärung des Trainers fiel nach dem Schlusspfiff entsprechend deutlich aus. "Durch individuelle Fehler und unkonzentrierte Aktionen" sei das Spiel verloren gegangen, sagte Wolfger, und auf die Frage, was seiner Mannschaft gefehlt habe, antwortete er knapp: "Konzentration." Viel Positives wollte er danach nicht herausstreichen: "Leider nicht viel. Wir haben im Angriff auf die Spitze Punkte liegen gelassen." Auch den Gegner ordnete er klar ein: "Der Gegner war schlagbar, und wir hätten nicht so viele Tore kassieren müssen, wenn wir konzentriert gewesen wären." Bei der Bewertung des Unparteiischen blieb Wolfger sachlich: "Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Der Elfmeter hätte nicht gegeben werden müssen." Für Oberschützen bleibt damit ein Spiel, in dem die Moral nach dem 0:2 und nach dem 3:2 durchaus da war, am Ende aber nichts Zählbares brachte.