In der 23. Runde der 2. Klasse Süd B trennten sich Wallendorf-Mogersdorf und SV Heiligenbrunn mit 2:2. Für die Hausherren fühlte sich das Remis wie eine verpasste Chance an. Trainer Gerhard Pummer sprach von „zwei verlorenen Punkten“, weil seine Elf nach der Pause 2:1 vorne lag, Chancen aufs 3:1 liegen ließ und kurz vor Schluss nach einer Standardsituation den Ausgleich kassierte. Spielerisch sah er vieles positiv – nur im Abschluss blieb zu viel liegen.
Heiligenbrunn erwischte den besseren Start: In Minute 21 traf Mark Balogh zum 0:1. „Das 1:0 war mehr als vermeidbar und hat uns kurz aus dem Konzept gebracht“, ordnete Gerhard Pummer ein. Wallendorf-Mogersdorf fing sich jedoch, arbeitete sich zurück ins Spiel und kam noch vor der Pause zum Ausgleich: David Drozdik stellte in der 38. Minute auf 1:1, mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Der Start in Hälfte zwei gehörte dann klar den Gastgebern. Nur vier Minuten nach Wiederbeginn drückte Mark Soos in der 49. Minute den Ball zum 2:1 über die Linie. „Nach der Führung hatten wir zwei Riesenchancen aufs 3:1“, haderte Pummer, dessen Team die Vorentscheidung verpasste. Das sollte sich rächen: In der 86. Minute glich Elias Fabsits zum 2:2 aus – laut Pummer „sehr, sehr bitter“ und obendrein „nach einem Corner“, der aus seiner Sicht zu verhindern gewesen wäre.
In seiner Nachbetrachtung fand der Wallendorf-Coach klare Worte. „Wir waren über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft“, sagte Pummer und hob die fußballerische Linie hervor: „Spielerische Elemente haben sehr gut funktioniert, wir konnten uns tolle Chancen herausspielen.“ Genau dort lag für ihn aber auch der Knackpunkt. „Im Abschluss hatten wir diesmal keinen besonders guten Tag, sonst hätten wir zwei, drei Tore mehr schießen müssen.“ Dass es am Ende nur zu einem Punkt reichte, führte er auch auf Nachlässigkeiten hinten zurück: „Bei den beiden Gegentoren hat es an Konzentration gefehlt.“ Besonders der späte Ausgleich wurmte ihn: „Speziell das 2:2 aus einem Corner dürfte normalerweise nicht passieren.“
Respekt gab es vom Heimtrainer für den Gegner. „Heiligenbrunn hat eine homogene Mannschaft mit sehr guten Einzelspielern in der Offensive“, stellte Pummer fest, fügte aber selbstbewusst an: „Nichtsdestotrotz waren wir die bessere Mannschaft.“ Diskussionen über den Unparteiischen blieben aus. „Der Schiedsrichter hat eine tadellose Leistung geboten. Vielleicht die eine oder andere Abseitssituation, aber ohne Linienrichter ist das schwer – das war in Ordnung“, so Pummer. In der Tabelle hält Heiligenbrunn nach 23 Runden bei 24 Punkten und rangiert auf Platz sechs, Wallendorf-Mogersdorf liegt mit 19 Zählern auf Rang acht. Aus sportlicher Sicht liegt die Aufgabe auf der Hand: Bleibt die Mannschaft im Abschluss kühler und bei Standards wacher, ist an solchen Tagen deutlich mehr drinnen.