In der 2. Klasse Süd B hat Deutsch Schützen am Samstag eine 1:2-Heimniederlage gegen UFC Gerersdorf-Sulz hinnehmen müssen. Nach starkem Beginn der Gastgeber drehte der Tabellenzweite die Partie noch vor der Pause. Co-Trainer Valentin Tschech machte vor allem die Phase rund um den schnellen Ausgleich und das rasche 2:1 als Schlüssel aus und sprach trotz des Auswärtssieges auch die Probleme nach der Pause offen an.
Deutsch Schützen erwischte den klar besseren Beginn und stellte die Gäste sofort vor Probleme. Tschech sprach von sehr schwierigen ersten 15 bis 20 Minuten: "Deutsch Schützen ist sehr gut in das Spiel gestartet und hat uns von Anfang an unter Druck gesetzt. Wir haben da kaum Lösungen gefunden." In dieser Phase kamen die Gastgeber laut dem Co-Trainer auch zu guten Möglichkeiten, ehe Daniel Horvath in der 22. Minute nach einem Elfmeter das 1:0 erzielte. Für Gerersdorf-Sulz war das zunächst ein Rückschlag, gleichzeitig aber auch jener Moment, in dem sich das Auswärtsteam langsam zu sammeln begann und nicht auseinanderfiel.
Mit dem Rückstand änderte sich das Bild Schritt für Schritt. "Nach dem 1:0 für Deutsch Schützen haben wir uns immer mehr gefangen und gemerkt, dass wir auch gut Fußball spielen und eine gute Mannschaft sind", sagte Tschech. Die Gäste trauten sich mehr zu, fanden besser in ihre Abläufe und belohnten sich in der 39. Minute: Zoltán Szökrönyös stellte per Elfmeter auf 1:1. Viel Zeit zum Durchschnaufen blieb danach nicht, denn nur fünf Minuten später drehte Simon Jandrisevits die Partie noch vor der Pause auf 2:1. Genau diese Phase hob Tschech später besonders hervor: "Der rasche Ausgleich zum 1:1 und dann natürlich das schnelle 2:1 waren ausschlaggebend." Spätestens mit dem Ausgleich, so beschrieb es der Co-Trainer, sei auch das Gefühl da gewesen, dieses Spiel gewinnen zu können.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie laut Tschech völlig offen. Er sprach von einem ausgeglichenen Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften zu zahlreichen hochkarätigen Chancen kamen, ohne noch einmal zu treffen. Gerade deshalb maß der Co-Trainer dem Einsatz seiner Mannschaft hohe Bedeutung bei: "Wir haben uns nach dem 1:0 nicht unterkriegen lassen, das Spiel gut gedreht und dann in der zweiten Halbzeit bis zur letzten Minute gekämpft, alles reingeworfen und so als Team den Sieg nach Hause gebracht." Ganz zufrieden war er trotz der drei Punkte aber nicht. "Wir haben Deutsch Schützen noch sehr viele Räume gegeben und sie zu vielen Torchancen kommen lassen. Da müssen wir besser verteidigen und die taktischen Vorgaben besser umsetzen." Das war für ihn die wichtigste Baustelle in einem Spiel, das Gerersdorf-Sulz zwar über die Zeit brachte, aber keineswegs locker verwaltete.
Das Lob für den Gegner fiel nach dem Schlusspfiff dennoch deutlich aus. "Deutsch Schützen ist eine sehr gute Mannschaft. Gerade in der Offensive bringen sie viele Spieler mit Tempo mit und sie haben es uns richtig schwer gemacht", meinte Tschech, dessen Defensive über weite Strecken gefordert war. Umso wertvoller ist der Auswärtssieg für Gerersdorf-Sulz, das nach der fünften Runde bei 15 Punkten hält. Auch die beiden Elfmeter waren für den Co-Trainer kein großer Streitpunkt. "Beide Elfmeter waren gerechtfertigt", sagte er, und auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er im Großen und Ganzen einverstanden. So bleibt unter dem Strich ein Erfolg, der vor allem von einer starken Reaktion nach dem Rückstand und von einer effizienten Phase kurz vor der Pause getragen wurde.