In der 2. Klasse Süd B hat FC Stinatz am Samstagnachmittag gegen SV Rohrbrunn mit 1:4 verloren. Für Trainer Zsolt Jona war der Auswärtssieg über weite Strecken die logische Folge eines sehr geschlossenen Auftritts seiner Mannschaft. „Von Anfang bis Schluss waren wir die bessere und dominierende Mannschaft“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Schon zur Pause führten die Gäste mit 1:0, nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich blieb Rohrbrunn ruhig und legte noch drei Tore nach.

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Jona erklärte, dass sich das gute Gefühl bei ihm schon in der Trainingswoche aufgebaut habe. Nach dem Erfolg gegen den Tabellenführer in der Vorwoche habe er gesehen, dass seine Mannschaft auch in Stinatz unbedingt nachlegen wollte. Genau diesen Eindruck bekam der Trainer dann auch auf dem Platz bestätigt. Rohrbrunn war nach seiner Einschätzung aggressiver, laufstärker und spielerisch klarer. In der 23. Minute brachte Alex Dedics die Gäste mit 1:0 in Führung. Für Jona war das zu diesem Zeitpunkt verdient, er ging mit seiner Analyse sogar noch weiter: „Wenn wir genauer spielen, steht es zur Halbzeit 3:0 oder 4:0.“ Dass es mit einem knappen Vorsprung in die Kabine ging, änderte für ihn nichts am Gesamtbild der ersten Hälfte.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie kurz neuen Schwung, weil Kristof Batorfi in der 51. Minute für Stinatz zum 1:1 traf. Gerade diesen Moment hatte Jona im Blick, weil er seine Mannschaft in der Pause davor gewarnt hatte, das Spiel bei einer 1:0-Führung zu leicht zu nehmen. Der Ausgleich brachte seine Elf aber nicht aus dem Konzept. „Ich habe sofort die Reaktion meiner Mannschaft gesehen. Keiner hat den Kopf in den Sand gesteckt“, sagte der Rohrbrunn-Coach. Stattdessen blieb sein Team am Drücker und belohnte sich in der 72. Minute: Nicolas Staudt traf nach einer Standardsituation mit einem Weitschuss zum 2:1. Nur sieben Minuten später erhöhte Milán Zoltán Ambrus nach einer Einzelaktion auf 3:1. Den Schlusspunkt setzte Michael Friedl in der Nachspielzeit mit dem 4:1.
Als größte Stärke nannte Jona vor allem die Arbeit gegen den Ball. „Unsere Verteidigung ist sehr stabil gestanden und hat nicht viel zugelassen“, sagte er. Diese Sicherheit hinten habe auch dem Mittelfeld und der Offensive Ruhe gegeben. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Rohrbrunn bei Standards immer wieder gefährlich war und nach der neuerlichen Führung die Räume gut nutzte, weil Stinatz mehr öffnen musste. Entsprechend zufrieden fiel sein Gesamturteil aus: „Jeder hat heute seinen Teil hineingeworfen, vom Tormann bis zu den Wechselspielern.“ Die drei Punkte hatten für ihn zudem eine besondere Bedeutung, weil der Kapitän der Mannschaft zuletzt eine schwere Verletzung erlitten hatte. „Diese drei Punkte schenken wir unserem Kapitän“, sagte Jona. Mit dem 4:1-Auswärtssieg hält Rohrbrunn nach acht Runden bei 18 Punkten und geht nun mit guter Stimmung ins Nachbarschaftsduell am kommenden Samstag gegen USV Burgauberg-Neudauberg.