Spielberichte

„Nach dem 1:1 haben wir uns stören lassen“ – Heiligenbrunn verliert in Stinatz vor der Pause den Faden

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FC Stinatz
SV Heiligenbrunn

In der 2. Klasse Süd B hat SV Heiligenbrunn beim FC Stinatz trotz einer frühen Führung mit 2:5 verloren. Trainer Peter Racz sprach nach dem Schlusspfiff von einer Partie, die „ganz, ganz schwer zu erleben“ gewesen sei, weil seine Elf zunächst spielerisch viel richtig gemacht habe, nach dem 1:1 aber vor der Pause den Faden verlor. Genau dort verortete er den entscheidenden Bruch.


Nahaufnahme Fußballschuhe und blaue Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Heiligenbrunn startet besser

Aus Sicht der Gäste begann das Spiel nämlich genau so, wie es sich Heiligenbrunn vorgenommen hatte. Schon in der 5. Minute brachte Aron Szmolek den SV mit 1:0 in Führung, und Racz meinte anschließend: „Wir sind wirklich super in das Match hineingegangen. Spielerisch waren wir viel spielbestimmender als Stinatz, unser Plan ist super gelaufen.“ Der Trainer hatte also lange das Gefühl, dass seine Mannschaft Zugriff auf die Partie hatte. Zusätzlich verwies er auf eine Szene neben der Werbetafel, die für ihn ebenfalls ein Einschnitt gewesen sei. Auch das sei für ihn ein Moment gewesen, nach dem nicht mehr alles so stabil geblieben sei wie in der Anfangsphase.

Vor der Pause kippt das Spiel

Bis zur 30. Minute hielt die Führung, dann glich Matteo Gradwohl für die Gastgeber zum 1:1 aus. Genau an diesem Treffer arbeitete sich Racz nach dem Spiel am stärksten ab. „Nach dem 1:1 haben wir uns stören lassen“, sagte der Heiligenbrunn-Coach und sprach aus seiner Sicht sogar von einem klaren Abseitstor. Fest steht jedenfalls: Heiligenbrunn verlor in dieser Phase den Rhythmus, und Stinatz nutzte das eiskalt. Kristof Batorfi drehte die Partie in der 41. Minute, kurz vor der Pause legte Tibor Ambrus das 3:1 nach. Racz nannte genau diese letzten Minuten vor dem Seitenwechsel den spielentscheidenden Abschnitt: „Wir haben von 90 Minuten zehn Minuten schlecht gespielt, und das war am Ende entscheidend.“

Neudecker bringt die Gäste noch einmal heran

Ganz erledigt war die Partie damit aus Sicht der Gäste aber noch nicht. Direkt nach Wiederbeginn verkürzte Stefan Neudecker in der 49. Minute auf 2:3, und damit war Heiligenbrunn wieder dran. Racz gefiel, dass seine Mannschaft sich nicht hängen ließ: „Wir haben in der zweiten Halbzeit schön zurückgekämpft und auf das dritte Tor gedrückt.“ Der Ausgleich fiel allerdings nicht mehr. Stattdessen stellte Josef Mad in der 66. Minute auf 4:2 für Stinatz, ehe Nik Wukitsevits in der Nachspielzeit den 5:2-Endstand fixierte. Auch bei diesen Toren sah der Trainer strittige Situationen, machte seiner Mannschaft aber ausdrücklich keinen grundsätzlichen Vorwurf und betonte, dass sie über weite Strecken ordentlich dagegengehalten habe.

Viel Ärger, aber auch Lob für die eigene Mannschaft

Gerade das war Racz nach dem Spiel wichtig. Trotz der fünf Gegentreffer wollte er seine Elf nicht auf die schwache Phase vor der Pause reduzieren. „Außer diesen zehn Minuten war ich mit der Mannschaft zufrieden, mit der Einstellung, mit dem kollektiven Auftreten und mit der positiven Haltung“, sagte er. Auch die Leidenschaft habe gepasst, in den Zweikämpfen habe sein Team „halbwegs“ dagegengehalten. Den Gastgeber beschrieb er als kompakt und stabil im Mittelfeld, dazu als Mannschaft, die ihre Möglichkeiten gut genutzt habe. Zugleich betonte Racz, dass so ein kampfbetontes Spiel für den Schiedsrichter schwer zu leiten sei, aus seiner Sicht aber bei Abseits- und Vorteilssituationen zu viele enge Entscheidungen gegen Heiligenbrunn gefallen seien. Für die nächsten Wochen nimmt er deshalb weniger Resignation als eine klare Aufgabe mit: weiterarbeiten, auf Rückschläge besser reagieren und darauf hoffen, dass „das nötige Glück“ beim nächsten Mal eher auf der eigenen Seite liegt.

2. Klasse Süd B: Stinatz : Heiligenbrunn - 5:2 (3:1)

  • 92
    Nik Wukitsevits 5:2
  • 66
    Josef Mad 4:2
  • 49
    Stefan Neudecker 3:2
  • 45
    Tibor Ambrus 3:1
  • 41
    Kristof Batorfi 2:1
  • 30
    Matteo Gradwohl 1:1
  • 5
    Aron Szmolek 0:1