In der II. Liga Mitte musste sich SV Oberloisdorf am dritten Spieltag zuhause gegen SPG L - O - K mit 1:3 geschlagen geben. Nach frühem Rückstand und einem 1:2 zur Pause kam die Mannschaft von Trainer Stefan Artner auch nach dem Anschluss durch Oliver Abert nicht in ihr Spiel. Der Coach sprach danach von einem „gebrauchten Tag“ und nahm seine Mannschaft klar selbst in die Pflicht.
Der Nachmittag lief für SV Oberloisdorf von Beginn weg in die falsche Richtung. Bereits in der 8. Minute brachte Attila Szabados SPG L - O - K mit 1:0 in Führung. Nach dem 0:2 durch Tamas Szabo in der 32. Minute stand SV Oberloisdorf früh unter Druck, kam aber durch den Treffer von Oliver Abert in der 39. Minute noch vor der Pause auf 1:2 heran. Zur Halbzeit war damit zumindest das Ergebnis noch offen, wirklich ins Rollen kam SV Oberloisdorf aber auch danach nicht mehr. Als Tamas Szabo in der 87. Minute zum 1:3 traf, war die Entscheidung gefallen.
Für Stefan Artner war nach dem Schlusspfiff schnell klar, dass es diesmal nicht um einen einzelnen Moment ging. „Es war für uns ein gebrauchter Tag“, sagte der Trainer von SV Oberloisdorf und wurde noch deutlicher: „Kein Spieler hat Normalform erreicht.“ Gerade deshalb wollte er die Niederlage nicht an einer Szene oder einem Wendepunkt festmachen. „Ich glaube, dass es den einen Knackpunkt nicht gab“, erklärte Artner. Dabei verwies er sogar darauf, dass die Tage davor eigentlich ein ordentliches Gefühl vermittelt hatten. „Wir hatten eine gute Trainingswoche und sind gut in die Meisterschaft gestartet“, sagte er. Umso mehr störte ihn, dass seine Mannschaft davon am Platz kaum etwas zeigen konnte. „Wenn wir in dieser Liga nicht auf Anschlag performen, wird es gegen jeden Gegner schwer, Punkte zu holen“, brachte es der Trainer auf den Punkt.
Besonders klar fiel die Analyse bei den Gründen für die Niederlage aus. Artner machte weder äußere Umstände noch den Unparteiischen verantwortlich, sondern suchte die Ursachen bei der eigenen Mannschaft. „Der größte Grund für die Niederlage waren wir selbst“, sagte er. Auch bei den Gegentoren sprach er von vermeidbaren Momenten: „Die Tore sind großteils aus Eigenfehlern von uns entstanden.“ Gleichzeitig erkannte er den Auftritt des Gegners ausdrücklich an. „SPG L - O - K hat das Spiel absolut verdient gewonnen“, so Artner, der den Unterschied vor allem in den direkten Duellen sah. „Der Gegner war bissiger, aggressiver in den Zweikämpfen und hat sich letztendlich verdient durchgesetzt. Dass der Anschlusstreffer durch Oliver Abert und die Pause noch einmal Hoffnung auf eine Wende brachten, wollte der Trainer nicht überbewerten. „Selbst nach dem Anschlusstreffer oder nach der Halbzeit ist das relativ schnell wieder verpufft“, sagte er. Zwingende Chancen habe sich SV Oberloisdorf danach kaum mehr herausgespielt.
Viel Positives wollte Stefan Artner aus diesem Nachmittag nicht mitnehmen. „Das bitterste am ganzen Nachmittag war sicher die schwere Knieverletzung bei einem unserer Schlüsselspieler nach 15 Minuten. Das hat auch die Jungs sichtlich beschäftigt.“ Die Mannschaft blieb über weite Strecken hinter dem zurück, was sie in den ersten beiden Runden gezeigt hatte, und konnte die eigenen Stärken diesmal nicht auf den Platz bringen. Trotzdem richtete Artner den Blick schon wieder nach vorne. „Das ist ein Lernprozess, wir haben einen klaren Plan wie wir Fußball spielen wollen und werden stärker zurückkommen. Die Mannschaft war nach dem Spiel auch entsprechend selbstkritisch“, sagte der Trainer. Nach dem ersten Rückschlag der Saison soll nun rasch die Antwort folgen.