In der II. Liga Mitte hat sich SV Forchtenstein am Samstag in einer engen Partie gegen ASK Weppersdorf mit 1:0 durchgesetzt. Trainer Ronald Spuller sprach danach trotzdem von einer klaren Angelegenheit, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht über die gesamten 90 Minuten mehr vom Spiel hatte. Dass der Sieg am Ende knapp ausfiel, lag für ihn vor allem daran, dass Forchtenstein aus seiner Überlegenheit zu wenig machte.

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Spuller musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wie er die Partie einordnet. "Wir waren 90 Minuten die klar überlegene Mannschaft", sagte der Forchtenstein-Trainer und legte gleich nach: "Das größte Manko ist, dass wir das Spiel nicht höher gewonnen haben." Schon in den ersten Minuten habe seine Mannschaft eine große Möglichkeit auf die frühe Führung vorgefunden, dazu sei von Beginn an zu spüren gewesen, dass die Partie eher in Richtung der Gastgeber kippen würde. "Wir wollten das Spiel mehr gewinnen", meinte Spuller, der seinem Team einen aktiven und kontrollierten Auftritt attestierte. Forchtenstein arbeitete sich laut seinem Trainer gute Chancen heraus, ließ den Ertrag aber zunächst liegen. So ging es mit einem 0:0 in die Pause, obwohl sich Forchtenstein aus seiner Sicht schon vorher hätte belohnen können. Genau das war für Spuller der Punkt, der das Spiel offen hielt, obwohl er seine Mannschaft schon in den ersten 45 Minuten klar im Vorteil gesehen hatte.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild für Spuller wenig. Er sprach davon, dass Forchtenstein die Partie weiter "dominiert" habe und nur darauf warten musste, sich endlich zu belohnen. In der 57. Minute war es dann so weit: Milan Horvath erzielte das 1:0 und brachte die Gastgeber damit auf die Siegerstraße. Für Spuller war das kein überraschender Moment, sondern die logische Folge des bisherigen Verlaufs. "Es war eigentlich eine Frage der Zeit, bis wir in Führung gehen", sagte er. Dass es danach trotzdem bis zum Schluss spannend blieb, lag aus seiner Sicht erneut an der Chancenverwertung. Forchtenstein verpasste es, den zweiten Treffer nachzulegen und die Partie früher zu entscheiden. So bekam Weppersdorf in der Schlussphase noch die Möglichkeit, vor allem über Standards Druck zu machen. Gerade in diesen Momenten blieb es eng, doch der Ausgleich fiel nicht mehr. Spuller strich dabei heraus, dass sein Team aus dem Spiel heraus nur wenig zugelassen habe und die Gäste vor allem bei ruhenden Bällen gefährlich geworden seien.
Am meisten gefiel dem Forchtenstein-Coach die Arbeit gegen den Ball. "Wir haben kaum etwas aus dem Spiel heraus zugelassen", sagte Spuller, der die Kompaktheit seiner Mannschaft als entscheidenden Punkt nannte. "Wenn Weppersdorf gefährlich war, dann über Standardsituationen." Genau diese Stabilität habe man sich vorgenommen, und genau darin sah er auch den Schlüssel zum Heimsieg. Gleichzeitig sparte der Trainer nicht mit einer klaren Analyse dessen, was noch besser werden muss. "Heute war es vielleicht das Thema, dass wir zu viele Möglichkeiten auf den früheren Sieg ausgelassen haben", meinte Spuller. Wichtiger war ihm nach dem Schlusspfiff, dass seine Mannschaft erneut angeschrieben hat. "Wir sind positiv. Wir haben jetzt viele Spiele nicht verloren. Wir spielen richtig guten Fußball", sagte er. Mit dem 1:0 steht Forchtenstein nach 13 Runden bei 17 Punkten und bleibt damit im Mittelfeld der Tabelle, mit dem Gefühl, diesmal zwar knapp, aber aus Sicht des Trainers hochverdient gewonnen zu haben.