In der II. Liga Nord hat sich SV Wimpassing am dritten Spieltag gegen ASV Deutsch Jahrndorf mit einem 1:1 begnügen müssen. Nach der Führung durch Visar Ziberi glich Patrik Sabo noch vor der Pause aus. Trainer Peter Kaltenegger sprach danach von einem gerechten Unentschieden, ärgerte sich aber darüber, dass seine Mannschaft gute Phasen nicht konsequent genug nutzte und im Aufbau zu hektisch wurde.

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Der Start der Gastgeber war noch vielversprechend. Wimpassing hatte laut Peter Kaltenegger ein leichtes Chancenplus und belohnte sich in der 18. Minute auch mit dem 1:0. Visar Ziberi brachte die Heimischen in Führung, nachdem die Aktion nach Aussage des Trainers stark vorbereitet war. "Das 1:0 haben wir wunderbar über mehrere Stationen rausgespielt, mit einem Pass über die linke Seite auf die zweite Stange", sagte Kaltenegger und hob damit hervor, dass seine Mannschaft genau in dieser Szene gezeigt habe, was eigentlich in ihr steckt. Umso mehr störte ihn danach, dass seine Elf nicht am Drücker blieb. "Dann haben wir es leider verpasst, nachzusetzen, und haben uns ein bisschen zurückgezogen", meinte der Wimpassinger Coach. Als Erklärung führte er auch die äußeren Bedingungen an. "Vielleicht war das den Temperaturen geschuldet. Es war wieder sehr heiß, die Mannschaft wollte den einfachen Weg gehen und war dann zu passiv." Genau in dieser Phase kam Deutsch Jahrndorf wieder besser ins Spiel.
In der 30. Minute fiel dann der Ausgleich, als Patrik Sabo für die Gäste zum 1:1 traf. Damit war der erste Abschnitt wieder völlig offen, und Kaltenegger sah gerade nach dem Gegentor die Phase, in der seine Mannschaft mehr aus dem Spiel hätte machen können. "Nach dem 1:1 hatten wir zwei Großchancen, die wir ausgelassen haben", sagte er. Besonders Lukas Heinicker stand dabei im Mittelpunkt. Zuerst ging er von links allein auf den Tormann zu und setzte den Ball vorbei, kurz darauf spritzte er nach einem zu kurzen Rückpass dazwischen, umkurvte den Schlussmann, erwischte den Ball dann aber nicht mehr richtig, ehe ein Verteidiger noch vor der Linie klären konnte. Kaltenegger machte aber auch deutlich, dass nur auf die Wimpassinger Möglichkeiten zu schauen zu kurz greifen würde. Auch Deutsch Jahrndorf hatte noch vor der Pause seine große Szene, als nach einem Stanglpass nur die Latte getroffen wurde. Für den Trainer passte das zum Gesamtbild: "Unterm Strich war es ein gerechtes Unentschieden. Ich glaube, wir hatten als Heimmannschaft ein leichtes Chancenplus."
Auch im zweiten Durchgang war die Partie nicht arm an Möglichkeiten, nur blieb es eben beim 1:1. Kaltenegger sprach davon, dass Wimpassing weitere Großchancen vorfand, diese aber nicht verwerten konnte. Noch mehr störte ihn allerdings, wie seine Mannschaft in vielen Szenen gar nicht mehr sauber in diese Situationen kam. "Was gefehlt hat, war auf alle Fälle, dass wir von hinten im Spielaufbau zu hektisch waren", erklärte er. Wimpassing habe Bälle zu oft weggeschlagen, "obwohl das gar nicht notwendig war", und vorne seien zu wenige Bälle festgemacht worden. "So ist das Mittelfeld immer hin und her geschwommen", sagte der Trainer. Gleichzeitig bescheinigte er den Gästen eine starke Moral. "Der Gegner hat tapfer dagegengehalten. In der Phase, in der wir klar überlegen waren, hat er nicht aufgegeben", meinte Kaltenegger. Gerade nach der Trinkpause habe Deutsch Jahrndorf neuen Elan entwickelt, und auch nach dem Seitenwechsel hätten sich die Gäste wieder gute Möglichkeiten herausgespielt. Dass am Ende beide Mannschaften mit einem Punkt dastanden, entsprach deshalb für ihn dem Verlauf.
Ganz zum Schluss wurde es für Wimpassing noch unangenehm, weil Elyes Balti in der 89. Minute die Rote Karte sah. Kaltenegger diskutierte die Szene nach dem Spiel nicht weg, im Gegenteil. "Der Spieler ist zu spät gekommen, hat die Sohle oben gehabt und den Gegner am Schienbein erwischt. Die rote Karte war die richtige Entscheidung", sagte er klar. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war er einverstanden: "Der Schiedsrichter hat das sehr gut runtergepfiffen." Viel mehr beschäftigte den Wimpassinger Trainer ohnehin das große Ganze. "Wir hängen unseren Erwartungen ein bisschen hinterher", sagte er offen und verwies darauf, dass man sich nach der starken Rückrunde der Vorsaison mehr vorgenommen habe. Vor allem im Offensivspiel sieht er Luft nach oben. "Nach drei Runden nur zwei Tore – das war nicht unser Anspruch." Der Weg dorthin sei für ihn klar: die einfachen Dinge besser machen, im Aufbau ruhiger bleiben und vorne die Bälle sauberer sichern. Erst dann, so Kaltenegger, werde seine Mannschaft wieder kompakter, klarer und auch gefährlicher werden.