In der II. Liga Nord lieferte sich FC Illmitz mit ASV Deutsch Jahrndorf ein torreiches Duell, musste sich am Ende aber 3:5 geschlagen geben. Obmann Wilhelm Haider sah trotz der Niederlage genug Ansätze, um seine Mannschaft aufzurichten: eine ausgeglichene erste Halbzeit, starke Minuten nach der Pause und vor allem eine Elf, die sich auch nach mehreren Rückschlägen nicht aufgegeben hat.

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Dass Illmitz am Ende ohne Punkte blieb, passte für Haider nur bedingt zur ersten Halbzeit. Der Obmann sprach von einer völlig offenen Partie und betonte, dass seine Mannschaft gegen einen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel lange gut dagegenhielt. „Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen“, sagte Haider und legte Wert darauf, dass bei Illmitz ausschließlich einheimische Spieler auf dem Feld standen. Umso bitterer war aus seiner Sicht der Rückstand vor der Pause. In der 39. Minute brachte Christian Pahr die Gäste mit 1:0 in Führung, obwohl Haider das Tor so einordnete: „Das 0:1 kam eigentlich aus dem Nichts für den Gegner.“ Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Kabinen, obwohl Illmitz aus Sicht des Obmanns bis dahin auf Augenhöhe gewesen war.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann in kurzer Zeit eine ganz andere Richtung. Zunächst drehte Illmitz das Match binnen weniger Minuten. Thomas Zwickl stellte in der 50. Minute auf 1:1, nur zwei Minuten später brachte Christian Salzl die Hausherren sogar mit 2:1 in Führung. Haider sprach davon, dass das Spiel in diesen zwei Minuten zugunsten seiner Mannschaft gekippt sei. Lange halten konnte Illmitz diesen Vorteil aber nicht. Adrian Takacs sorgte in der 55. Minute rasch für das 2:2. Später legten die Gäste nach: Patrik Sabo traf in der 70. Minute zum 2:3, Frantisek Nagy erhöhte in der 73. Minute auf 2:4 und stellte in der 84. Minute auch noch auf 2:5. Haider meinte zum dritten Gegentor, es habe für ihn „anscheinend abseits“ ausgesehen, wollte das aber ausdrücklich nicht als gesicherte Tatsache hinstellen. Noch klarer blieb ihm das vierte Gegentor in Erinnerung: „Der Freistoß aus 35 Metern war eigentlich unhaltbar.“ Dass Illmitz in der 87. Minute durch ein Eigentor von Patrik Sabo noch auf 3:5 verkürzte, passte wiederum zu einem Abend, an dem die Heimelf zwar mehrfach zurückkam, sich für den Aufwand aber nicht mehr ganz belohnen konnte.
Auch wenn acht Tore fielen und die Niederlage weh tat, wollte Haider nach dem Schlusspfiff vor allem über seine eigene Mannschaft sprechen. „Meine Mannschaft hat trotzdem nicht aufgegeben und auch nach dem 2:5 weitergekämpft“, sagte er. Gerade darin sah er den größten Pluspunkt dieses Abends. Der Obmann betonte noch einmal, dass bei Illmitz elf einheimische Spieler auf dem Platz standen und auch von der Bank nur Spieler aus dem Nachwuchs kamen. Für ihn ist das mehr als eine Randnotiz, weil er darin die Richtung des Vereins wiedererkennt. Über den Gegner wollte Haider deshalb gar nicht lang reden. „Ich möchte mich nicht mit dem Gegner beschäftigen. Ich möchte mich mit meiner Mannschaft beschäftigen und sie aufrichten“, sagte er. Auch in der Kabine habe er diesen Ton angeschlagen. Seine Botschaft an die Mannschaft sei klar gewesen: „Sie können stolz auf sich sein, wenn man gegen solche Gegner so eine kämpferische Leistung bringt.“
Der Blick auf die Tabelle erklärt für Haider einen Teil des Abends, ohne dass er Ausreden daraus machen wollte. Illmitz steckt im unteren Bereich fest, während Deutsch Jahrndorf vorne mitmischt. Genau in solchen Phasen, so Haider, kippen enge Situationen oft eher in Richtung des Gegners. „Ein bisschen Glück fehlt“, sagte er, und fügte an, dass man in einer solchen Lage manche Entscheidungen oder Momente eben nicht auf seine Seite bekomme. Trotzdem klang bei ihm keine Resignation durch. Im Gegenteil: „Wir werden uns trotzdem zurückkämpfen“, sagte der Obmann. Auch mit dem Verlauf des Spiels haderte er nicht grundsätzlich, denn ein faires Match habe er sehr wohl gesehen. „Es war eigentlich ein faires Match und auch der Schiedsrichter war in guter Form“, stellte Haider klar. So bleibt für Illmitz zwar eine 3:5-Niederlage gegen den Tabellendritten, aber ebenso das Gefühl, dass Einsatz und Haltung gestimmt haben. Haider ist überzeugt: „Irgendwann wird das Glück auf unsere Seite zurückkommen und wir werden auch wieder Spiele gewinnen.“