In der burgenländischen II. Liga Süd blickt Benjamin Posch, Trainer des SC HERZ Pinkafeld, auf eine intensive erste Saisonhälfte zurück. Nach einer Reihe durchwachsener Ergebnisse – zuletzt 2:2 gegen Grafenschachen, davor zwei Siege gegen SK Unterschützen und SV Stegersbach sowie Niederlagen gegen ASKÖ Rotenturm und SV Mühlgraben – zieht Posch eine überwiegend positive Bilanz. Derzeit steht Pinkafeld auf Rang vier. Im Gespräch berichtet der Coach über Teamgeist, Rückkehrer aus Verletzungen und personelle Veränderungen, die das Frühjahr prägen dürften.

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Posch hebt die Mentalität seiner Mannschaft hervor: „Die Jungs haben einen super Charakter und geben immer ihr Bestes.“ Luft nach oben sieht er vor allem in der körperlichen Leistungsfähigkeit. Während der Winterpause arbeitete Pinkafeld gezielt an Ausdauer und taktischen Feinheiten. Die Trainingsintensität wurde erhöht, was laut Posch bereits spürbare Fortschritte zeigt.
„Die aktuelle Stimmung ist großartig“, beschreibt Posch die Situation im Kader. Mehrere Spieler sind nach Langzeitverletzungen zurück, wodurch die Trainingsqualität profitiert. Vier Akteure aus der Kampfmannschaft stehen wieder vollständig zur Verfügung – für den Trainer gleichbedeutend mit internen Winterneuzugängen.
Zwei Spieler – Mateo Branilovic und Julien Ehrenhöfer-Suhr – haben den Verein verlassen, während mehrere junge Talente in die U23 integriert wurden, um dort weitere Spielpraxis zu sammeln. Posch betont die ausgeglichene Entwicklung der einzelnen Burschen innerhalb des Teams und hebt hervor, dass diese entscheidend für den Gesamterfolg ist.
Aktuell plagen Pinkafeld keine gravierenden Verletzungssorgen. Lediglich Stefan Diridl arbeitet nach einem Schlüsselbeinbruch an seiner Rückkehr, und Daniel Böhm muss nach einer Handverletzung noch etwas kürzertreten. „Ansonsten sind alle Spieler an Bord“, bestätigt Posch, der mit der Breite des Kaders sichtlich zufrieden ist.
Im Herbst gab es jedoch einen personellen Einschnitt im Trainerteam: Co-Trainer Rainer Wohlmuth verließ den Klub, um mehr Zeit für sich und seine Familie zu haben. Posch würdigt ihn als „Legende“ des Vereins, wünscht ihm viel Spaß mit der neu gewonnen Zeit und freut sich, wenn Rainer hin und wieder vorbeischaut.
Besonders bemerkenswert findet Posch die Intensität der gegnerischen Teams: „Mit welcher Haltung die Gegner gegen uns auftreten, macht uns das Leben extrem schwer.“ Gerade diese Herausforderung fördert die Weiterentwicklung seiner Mannschaft. Mit Blick auf die zweite Saisonhälfte möchte Posch die positive Dynamik mitnehmen.
Der SC HERZ Pinkafeld will den Schwung aus den starken Trainingswochen in konstante Leistungen ummünzen und die Lücke zu den Top-Teams der Liga schließen. Angesichts des aktuellen Tabellenstands und der Rückkehr wichtiger Spieler sind die Voraussetzungen gegeben, weiter im Spitzenfeld der II. Liga Süd mitzuspielen.