Deutlicher Heimsieg in der II. Liga Süd: Der SC Grafenschachen bezwang ASKÖ Oberdorf mit 4:0. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte fiel die Führung kurz vor der Pause, nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren in den richtigen Momenten nach. Die Doppeltorschützen Michael Strobl und Michael Oberrisser machten den Unterschied, der Schlusspunkt fiel in der Nachspielzeit – ein Auftritt mit viel Energie und klarer Handschrift.

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Die Partie brauchte keine wilden Anlaufminuten, sondern entwickelte sich zunächst auf Augenhöhe. „Am Anfang bis zur Halbzeit war es eine sehr ausgeglichene Partie“, beschrieb Lukas Halwachs den Auftakt. Grafenschachen arbeitete geduldig, Oberdorf lauerte auf Umschaltmomente, ohne dass sich eine Seite wirklich absetzen konnte. Kurz vor dem Pausenpfiff nutzten die Hausherren dann ihre beste Möglichkeit: Nach Balleroberung von Klemens Höller über außen ging es schnell, der Pass erreichte Viktor Markus, dessen Flanke genau auf den Kopf von Michael Strobl kam – aus rund fünf Metern nickte Strobl zum 1:0 ein (43.). Mit diesem knappen, aber verdienten Vorsprung ging es in die Kabinen und das Spiel bekam eine klare Richtung.
Aus der Halbzeit kam Grafenschachen mit spürbar mehr Druck. „In der zweiten Hälfte waren wir dominanter. Oberdorf hatte im Umschalten immer wieder Möglichkeiten, das war gefährlich. Das haben wir als Team gut verteidigt und wir haben in sehr guten Momenten das 1:0 und das 2:0 gemacht – dann ist das Spiel auf unsere Seite gekippt“, fasste Halwachs zusammen. Das 2:0 entsprang einem Oberdorfer Fehlpass, den die Heimischen abfingen; Michael Strobl legte quer auf Michael Oberrisser, der in Minute 68 eiskalt vollendete. Grafenschachen blieb am Drücker, verteidigte hoch und setzte immer wieder Nadelstiche. Beim 3:0 (81.) zog Strobl nach einem tiefen Ball alleine Richtung Tor und blieb im Eins-gegen-eins cool. Den Schlusspunkt setzte Oberrisser in der Nachspielzeit (90+1) – ein Freistoß von der Seite wurde direkt verwertet und besiegelte das 4:0.
Der Schlüssel lag für den Trainer eindeutig im gemeinsamen Verteidigen. „Entscheidend war, wie wir als Kollektiv verteidigt haben. Wir haben eine super Teamleistung mit viel Energie gebracht, über 90 Minuten intensiv gespielt und sehr gut verteidigt. Im Umschalten waren wir immer wieder gefährlich“, sagte Halwachs. Gleichzeitig zollte er dem Gegner Respekt: „Oberdorf hat offensiv sehr gute Einzelspieler und war in der ersten Halbzeit immer wieder gefährlich. Wir haben das als Team gut verteidigt.“ Auch die Schiedsrichterleistung ordnete er ein: „Grundsätzlich hat der Schiedsrichter ganz gut gepfiffen. In entscheidenden Momenten lag er aus meiner Sicht falsch; es hätte auf beiden Seiten Gelb-Rot geben können. Es war hart und intensiv und sicher nicht leicht zu entscheiden.“
Inhaltlich nahm Grafenschachen vor allem die starke zweite Hälfte mit. „Im Anlaufen und in der Arbeit gegen den Ball waren wir nach der Pause sehr, sehr gut. Das müssen wir nächste Woche so weitermachen. In der ersten Hälfte hatten wir teilweise Probleme, Bälle zu erobern“, erklärte Halwachs. Der klare 4:0-Erfolg festigt die starke Saison der Hausherren, die laut Tabelle mit 43 Punkten auf Rang vier unterwegs sind, während Oberdorf bei 35 Zählern hält. Für Halwachs bleibt die Richtung klar: „Unser Zusammenhalt war heute sehr wichtig für den Sieg – genau diese Energie wollen wir mitnehmen.“