In der II. Liga Süd setzte sich der SC HERZ Pinkafeld beim ASKÖ Schlaining mit 6:0 durch. Schon zur Pause stand es 0:3, am Ende blieb kein Zweifel. Trainer Benjamin Posch sprach von einem über weite Strecken dominanten Auftritt und verwies auf den starken Zusammenhalt auf und neben dem Feld. „Wir waren klar spielbestimmend“, sagte er – mit einem kurzen Wackler zwischen Minute 20 und 30, der am deutlichen Auswärtssieg nichts änderte.

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Pinkafeld erwischte den besseren Start und legte die Richtung früh fest. Nach neun Minuten brachte Lukas Zapfel die Gäste mit 0:1 in Front. Danach folgte genau jener Abschnitt, den Benjamin Posch später ausklammerte: „Abgesehen von Minute 20 bis 30 waren wir die klar spielbestimmende Mannschaft und haben in dieser Höhe verdient gewonnen.“
Pinkafeld ließ sich vom kurzen Durchschnaufen aber nicht beirren und schlug noch vor der Pause doppelt zu: Anton Stanic erhöhte in Minute 28 auf 0:2, nur vier Minuten später legte Dario Tadic das 0:3 nach – der Pausenstand war hergestellt. Posch erklärte die Wucht im ersten Durchgang so: „Wir haben im letzten Drittel gute Balleroberungen gehabt und sie super genutzt.“
In der zweiten Hälfte blieb Pinkafeld am Drücker. Dario Tadic legte nach 57 Minuten das 0:4 nach, in der Schlussphase legte Lukas Zapfel in Minute 83 sowie in der Nachspielzeit (90+3) nach und brachte es damit auf drei Tore an diesem Tag – 0:6. Posch führte die Effektivität auf klare Muster zurück: „Die anderen Tore waren richtig gut herausgespielt, mit gutem Tiefgang hinter die letzte Kette.“
Einen Grund für die Entschlossenheit sah er auch abseits des Rasens: „Es war richtig schön zu sehen, wie Pinkafeld heute zusammengehalten hat. Nicht nur die Spieler am Feld, auch die Zuschauer haben die Jungs stark unterstützt und sie zu dieser Leistung getragen.“ Zur Regelauslegung blieb er gelassen: „Es gab kaum strittige Szenen. Am ehesten das 0:3 nach schnellem Freistoß, der Ball lag vielleicht nicht ganz, muss ich ehrlich gestehen.“
Vor dem Spiel hatte Pinkafeld Respekt. „Schlaining hat in der Rückrunde richtig gute Leistungen gezeigt und kann mit starken Einzelspielern in jeder Phase gefährlich werden“, sagte Posch. „Mit unserer Leistung heute kamen diese Stärken kaum auf.“ Für ihn lag der Unterschied klar im Miteinander: „Der größte Unterschied lag definitiv daran, dass wir ein Team waren. Vom ersten bis zum letzten Spieler hat jeder einen unglaublichen Teil an diesem Erfolg.“
Besonders rührte er einen, der fehlte: „Matic Marusko hat sich gestern im Abschlusstraining verletzt und uns trotzdem extrem viel Energie gegeben. Für ihn wollten wir unbedingt ein gutes Spiel abliefern. Wir wünschen ihm eine rasche und gute Genesung.“ Sportlich bleibt Pinkafeld mit 52 Punkten als Zweiter dicht an Spitzenreiter Stegersbach (53), Schlaining hält bei 35 Zählern auf Rang acht.