In der II. Liga Süd hat ASKÖ Schlaining im Heimspiel gegen SK Unterschützen nach einem 0:2 noch ein 2:2 geholt. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte zogen die Gäste nach der Pause kurz davon, doch Schlaining antwortete sofort und kam durch Tobias Glösl und Csanád Héra zurück. Trainer Roman Schaffer hob danach vor allem die Moral hervor, benannte aber auch klar die Baustellen seiner Mannschaft.

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Lange deutete in Schlaining vieles auf eine enge Partie hin. Roman Schaffer sprach von einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, und auch der Blick auf den Spielstand zur Pause passte dazu: Mit 0:0 ging es in die Kabinen. Richtig Bewegung kam erst nach dem Seitenwechsel hinein. In der 57. Minute brachte Elias Kronaus die Gäste mit 1:0 in Führung, nur drei Minuten später legte Michael Pahr das 2:0 nach. Schaffer nannte diesen Doppelschlag einen echten Tiefschlag. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, wie seine Mannschaft darauf reagierte. Denn praktisch im Gegenzug verkürzte Tobias Glösl in der 61. Minute auf 1:2, und damit war Schlaining sofort wieder zurück im Spiel. Die Gastgeber blieben in der Partie, arbeiteten weiter und wurden in der 78. Minute belohnt, als Csanád Héra den Ausgleich zum 2:2 erzielte.
Dass am Ende noch ein Punkt heraussprang, war für den Schlaininger Trainer vor allem eine Frage der Einstellung. "Die Moral nach dem 0:2-Rückstand zeigt einfach, was wir mit Kampfgeist, Willen und Einstellung bewerkstelligen können", sagte Schaffer. Genau diesen Aspekt stellte er nach dem Spiel in den Vordergrund, weil seine Mannschaft den Rückschlag nicht nur weggesteckt, sondern sofort beantwortet habe. "Wir haben sofort die Antwort darauf gegeben mit dem 1:2 und dann natürlich auch das 2:2", so der Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht, dass auch die Spielanlage wieder gepasst habe. "Die Spielanlage war wieder gut von uns", sagte Schaffer und verwies besonders auf die zweite Halbzeit und auf das, was seine Mannschaft im letzten Drittel grundsätzlich auf den Platz gebracht habe. Für ihn war das Spiel deshalb kein Auftritt einer Mannschaft, die auseinanderfällt, sondern eher eines Teams, das sich schon länger mehr zutraut, als es derzeit in Punkten ausdrücken kann.
Trotz der starken Antwort auf das 0:2 blieb bei Schaffer nach dem Schlusspfiff auch das Gefühl zurück, dass sogar mehr möglich gewesen wäre. "Da hat man auch gemerkt, dass sogar die Möglichkeit noch drinnen gewesen wäre, mehr rauszuholen – einen Sieg", sagte er. Genau dort setzte seine Analyse an. "Wir haben wie jede Woche die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen und bringen es momentan nicht auf den Platz, da uns die Konstanz fehlt", meinte Schaffer. Er sprach außerdem an, dass es wie bei vielen Vereinen immer wieder Ausfälle gebe, wollte das aber nicht als Ausrede verstanden wissen. Vielmehr sieht er den Knackpunkt in der letzten Konsequenz vor dem Tor. "Uns fehlt nach wie vor die nötige Konzentration vorm Tor mit dem letzten Pass oder dem letzten Schuss", sagte der Trainer. Den Gegner bewertete er dennoch positiv: Unterschützen habe ein "tolles Auftreten" gezeigt, sei eine junge Mannschaft und mache "den richtigen Weg". Für Schlaining selbst bleibt der Blick nach vorne gerichtet. "Wir wollen weiter an uns glauben und weiter arbeiten", betonte Schaffer. Mit sechs Punkten aus sechs Spielen stehen die Gastgeber derzeit auf Rang elf der Tabelle, doch ihr Trainer ist überzeugt: "Wenn wir wieder mehr Konstanz hineinbekommen, werden wir auch in der Tabelle viel weiter oben stehen."