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"Meine junge Mannschaft wollte heute unbedingt gewinnen" – Neuberg dreht das Spiel nach der Pause

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SV Rechnitz
SV Neuberg

In der II. Liga Süd hat der SV KB-Performance Rechnitz in der 6. Runde gegen den SV Marsch Neuberg zur Pause noch 1:0 geführt, am Ende aber 1:2 verloren. Neuberg drehte die Partie nach dem Seitenwechsel mit Treffern von Nico Knor und Florian Steinbauer. Trainer Andreas Konrad führte den Auswärtssieg vor allem auf die Haltung seiner jungen Mannschaft zurück: "Wir haben in der zweiten Halbzeit Charakter und Kampfgeist bewiesen."


Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Rechnitz erwischt den besseren Start

Zu Beginn lief die Partie aus Sicht der Gäste noch nicht in die gewünschte Richtung. "Rechnitz war ein wenig stärker und wir waren ein wenig zu passiv", sagte Konrad rückblickend. Dass es in Rechnitz unangenehm werden würde, hatte er ohnehin erwartet, denn der Neuberg-Coach sprach von einer heimstarken Mannschaft mit spielstarken Akteuren und schnellen Offensivspielern. Nach 27 Minuten schlug das Heimteam dann auch auf der Anzeigetafel an: Peter Gergö brachte Rechnitz mit 1:0 in Führung. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause, und für Neuberg war klar, dass nach dem Seitenwechsel deutlich mehr kommen musste, wenn auswärts noch etwas mitgenommen werden sollte.

Der Ausgleich direkt nach der Pause verändert alles

Genau diesen besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gäste. Konrad sagte, seine Mannschaft sei "sehr gut aus der Kabine gekommen", und schon in der 46. Minute war die Partie wieder offen. Nico Knor erzielte das 1:1, und der Trainer schilderte die Szene sehr genau: "Wir haben im Mittelfeld den Ball gewonnen, und unser junger Stürmer Nico Knor hat das sehr gut gemacht. Er hat im Eins-gegen-eins den Innenverteidiger überspielt und überlegt eingeschossen." Für Konrad war dieser Treffer kein Zufall, sondern Ausdruck einer ganz anderen Körpersprache seiner Elf. "Meine Burschen haben in der zweiten Halbzeit wirklich Charakter und Kampfgeist bewiesen", betonte er nach dem Spiel noch einmal.

Steinbauer trifft sehenswert zum Auswärtssieg

Neuberg blieb nach dem Ausgleich dran und belohnte sich in der 75. Minute endgültig. Florian Steinbauer erzielte das 2:1, und auch diesen Treffer hob Konrad ausdrücklich hervor. "Das war wieder eine schöne Aktion, ein Konter. Wir haben zuerst eigentlich ein klares Foul nicht bekommen, aber dann hat Florian Steinbauer aus spitzem Winkel einen sensationellen Schuss genau ins lange Eck abgegeben", sagte der Trainer. Einen alleinigen Knackpunkt wollte er trotz des entscheidenden Tores aber gar nicht herausheben. "Der entscheidende Moment ist schwierig zu sagen. Einfach die Einstellung und der Charakter der Mannschaft waren aus meiner Sicht entscheidend." Gerade mit Blick auf den Spielverlauf nach dem 0:1 war das für ihn die Erklärung dafür, warum die Partie noch gekippt ist.

Junge Mannschaft glaubt weiter an die Wende

So ordnete Konrad den Sieg am Ende auch weniger als Ergebnis eines einzelnen Angriffs ein, sondern vielmehr als Lohn für die Haltung seiner Mannschaft. Mehrmals kam er auf das Alter seiner Elf zurück und darauf, wie sie mit dem Rückstand umging. "Meine junge Mannschaft wollte heute unbedingt gewinnen. Das war der entscheidende Faktor", sagte er. Ebenso wichtig war für ihn, dass seine Spieler in einer schwierigen Auswärtspartie nicht aufgegeben haben. "Sie haben nie aufgegeben und immer daran geglaubt, die Partie noch drehen zu können." Diskussionen rund um das Spiel wollte Konrad keine aufmachen, vielmehr hielt er fest: "Es gab Kleinigkeiten, aber nichts Erwähnenswertes, und die Schiedsrichterleistung war sehr gut." Mit dem 2:1 nimmt Neuberg damit nicht nur drei Punkte mit, sondern auch die Bestätigung, dass man selbst in Rechnitz mit der richtigen Einstellung ein Spiel noch drehen kann.

II. Liga Süd: Rechnitz : Neuberg - 1:2 (1:0)

  • 75
    Florian Steinbauer 1:2
  • 46
    Nico Knor 1:1
  • 27
    Peter Gergö 1:0