In der II. Liga Süd hat sich UFC Markt Allhau am Freitagabend gegen UFC Lumitech Jennersdorf mit 4:2 durchgesetzt, obwohl die Gastgeber nach frühem Vorsprung zur Pause den Ausgleich hinnehmen mussten und direkt nach Wiederbeginn sogar zurücklagen. Ewald Musser sah seine Mannschaft erst nach rund einer Stunde richtig ins Spiel kommen, dann aber klar überlegen und am Ende verdient als Sieger vom Platz gehen.

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Für Markt Allhau begann die Partie eigentlich ideal. Alexandru Sebastian Liuba brachte die Gastgeber schon in der 3. Minute mit 1:0 in Führung, doch diese frühe Führung gab dem Spiel aus Sicht von Ewald Musser noch lange nicht die Richtung. „Wir konnten nicht wirklich ins Spiel finden in der ersten Halbzeit“, sagte der Sektionsleiter-Stellvertreter nach dem Schlusspfiff. Jennersdorf blieb laut Musser über weite Strecken mindestens ebenbürtig, vor allem im Mittelfeld. Kurz vor der Pause fiel dann durch Nico Boandl noch der Ausgleich zum 1:1, ein Treffer, der Markt Allhau sichtbar ungelegen kam. Musser sprach davon, dass seine Mannschaft den Treffer „eigentlich mit dem Pausenpfiff“ bekommen habe. Noch bitterer wurde es unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als Ferenc Balogh in der 46. Minute das 1:2 für die Gäste nachlegte und die Partie damit endgültig kippte.
Trotz des Rückstands hatte Musser nicht den Eindruck, dass die Partie bereits verloren war. Im Gegenteil: Je länger die zweite Halbzeit dauerte, desto mehr sah er die Vorteile bei seinem Team. „Nach einer Stunde sind wir immer besser ins Spiel gekommen, zu Chancen gekommen. Obwohl es noch 2:1 für den Gegner gestanden ist, habe ich das Gefühl gehabt, da geht noch was“, sagte er. Genau diese Phase hob er auch als Wendepunkt hervor. Markt Allhau blieb am Drücker, wurde nach seinen Worten körperlich stärker und setzte Jennersdorf zunehmend unter Druck. Musser sprach davon, dass seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit „kraftmäßig überlegen“ gewesen sei und „wirklich viel Druck gemacht“ habe, ehe sich die Überlegenheit schließlich auch auf der Anzeigetafel zeigte. In der 66. Minute gelang Fabian Kugl der Ausgleich zum 2:2, und damit war die Partie wieder völlig offen.
Dass das Spiel am Ende doch noch deutlich in Richtung Markt Allhau ging, hing für Musser vor allem an einem Treffer. „Ausschlaggebend war natürlich das 3:2“, sagte er, und er wurde auch bei der Beschreibung konkret: Nach einer Flanke traf Fabian Kugl per Kopf zum 3:2. Dieser Treffer in der 82. Minute war für Musser die Vorentscheidung. Dass ausgerechnet Kugl doppelt traf, passte dabei gut zu jener Phase, in der Markt Allhau das Spiel kontrollierte und sich für den hohen Aufwand endlich belohnte. In der Nachspielzeit setzte Alexandru Sebastian Liuba mit seinem zweiten Tor des Abends noch das 4:2 drauf und machte den verdienten Heimsieg endgültig fix. Musser sprach insgesamt von einem „verdienten 4:2-Sieg“, obwohl er trotz der vier erzielten Tore nicht alles schönreden wollte.
Gerade weil Markt Allhau die Partie noch drehte, fiel Musser die Einordnung nach dem Spiel recht nüchtern aus. Er lobte die Reaktion seiner Mannschaft nach dem Rückstand und die starke zweite Halbzeit, sprach aber auch klar an, wo er weiterhin Arbeit sieht. „In der Defensive haben wir sicher noch Verbesserungspotenzial. Wir haben Chancen zugelassen und auch zwei vermeidbare Tore kassiert“, sagte er. Gleichzeitig verteilte er auch Anerkennung an den Gegner. Jennersdorf habe „überraschend stark“ gewirkt, im Mittelfeld sei die Mannschaft lange zumindest gleichwertig gewesen und habe immer wieder Nadelstiche gesetzt. Für Markt Allhau bleibt damit unter dem Strich ein Sieg, der die Mannschaft in der Spitzengruppe der II. Liga Süd hält, aber auch zeigt, dass noch nicht alles rundläuft.