In der II. Liga Süd hat SK Unterschützen das Heimspiel gegen ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf mit 3:1 gewonnen und einen Rückstand noch vor der Pause in eine Führung verwandelt. Trainer Patrick Tölly machte nach dem Schlusspfiff vor allem zwei Momente aus, die seine Mannschaft auf Kurs brachten: den gehaltenen Elfmeter und das frühe 1:1. Das zeigte sich auch im Spielstand, als Paulo Heimo Jani in der 16. Minute das 0:1 für die Gäste erzielte. Dazu kam in dieser Phase noch ein Elfmeter für Großpetersdorf, den Unterschützens Tormann parierte. Für Tölly war das ein Punkt, der das Spiel offen hielt. „Der gehaltene Elfmeter war entscheidend für den weiteren Verlauf“, ordnete er ein und machte damit klar, dass sein Team in dieser frühen Phase zwar unter Druck stand, aber eben nicht auseinanderfiel.

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Dass Unterschützen nach dem Rückstand nicht lange brauchte, um wieder zurückzukommen, war aus Sicht des Trainers der zweite ganz wichtige Schritt. In der 26. Minute glich Marco Helmig zum 1:1 aus, und Tölly hob dabei nicht nur den Treffer selbst hervor, sondern auch die Entstehung. „Dem 1:1 ist eine super Kombination vorausgegangen, die dann zum Elfmeter geführt hat“, sagte er. Der Ausgleich veränderte die Partie spürbar. „Mit diesem Tor ist es dann ein bisschen auf unsere Seite gefallen“, meinte der Coach. Ganz weg war Großpetersdorf damit zwar noch nicht, denn Tölly sprach von einer „ebenbürtigen“ ersten Halbzeit. Entscheidend war aber, dass Unterschützen noch vor der Pause nachlegte. In der 35. Minute traf Emanuel Joshua Straß zum 2:1, und auch diesen Treffer konnte der Trainer klar einordnen: „Das 2:1 war eine Standardsituation, ein Eckball von der linken Seite, wo wir unsere Variante super ausgespielt haben.“ So ging Unterschützen mit einer Führung in die Kabine, die dem Spiel danach eine andere Richtung gab.
Im zweiten Durchgang sah Tölly seine Mannschaft dann deutlich besser im Spiel. „Wir haben mehr Kontrolle übernommen, wir sind stabiler gestanden, wir haben mehr Zugriff auf den Gegner gehabt“, erklärte er. Während Großpetersdorf mehr riskieren musste, bekam Unterschützen genau jene Räume, die man in der ersten Hälfte noch kaum hatte. Tölly sprach davon, dass der „offene Block“ des Gegners besser genutzt werden konnte und sich seine Mannschaft mehrere Chancen erspielte. Den Schlusspunkt setzte schließlich Marcell Toth in der Nachspielzeit mit dem 3:1.
Interessant war nach dem Spiel vor allem, wie klar Tölly den Unterschied zwischen beiden Mannschaften benannte, ohne dabei den Gegner kleinzureden. Großpetersdorf habe offensiv „richtig Qualität“ und könne mit vielen Spielern nach vorne schieben sowie Zonen gut überladen, erklärte er. Genau das habe Unterschützen am Anfang vor Probleme gestellt. Gleichzeitig sah er aber auch, warum seine Mannschaft mit zunehmender Spielzeit Oberwasser bekam. „Vielleicht lag es an der letzten Konsequenzen, an der Einstellung, aber auch an der Kaderbreite“, sagte der Coach. Dazu kam jenes Selbstverständnis, das er seiner Mannschaft zuschrieb: „Wir spielen Fußball mit Herz, wir spielen Fußball mit Struktur.“ Für Unterschützen war das 3:1 damit nicht nur ein Heimsieg nach Rückstand, sondern auch ein Spiel, in dem laut Trainer vieles von dem sichtbar wurde, wofür seine Mannschaft stehen will. Nach neun Runden hält der SK damit bei 12 Punkten und bleibt im engen Mittelfeld der Liga voll dabei.