In der II. Liga Süd hat sich UFC Markt Allhau im Duell mit SV Marsch Neuberg lange ordentlich gewehrt, musste sich am Ende aber 0:3 geschlagen geben. Zur Pause stand es noch 0:0, danach zog Neuberg davon. Trainer Andreas Konrad sprach von einem guten Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, sah den Knackpunkt aber klar im Führungstreffer der Gäste.

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Lange war es eine Begegnung, in der noch nichts in eine Richtung entschieden war. Zur Halbzeit stand es 0:0, und genau dieses Bild deckte sich auch mit der Einschätzung von Andreas Konrad. „Ich denke, es war ein sehr gutes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten“, sagte der Neuberger Trainer nach dem Schlusspfiff. Aus seiner Sicht änderte sich das Kräfteverhältnis erst in der Schlussphase wirklich. In der 71. Minute brachte Manuel Marcec die Gäste mit dem 1:0 in Führung, nach Angaben von Konrad per Elfmeter. Nur zwei Minuten später sah Felix Stumpf bei Markt Allhau Rot, und damit bekam die Partie einen noch klareren Ausschlag. Tomislav Liber erhöhte in der 80. Minute auf 2:0, in der Nachspielzeit setzte Florian Steinbauer mit dem 3:0 den Schlusspunkt. Für Konrad war damit auch die zeitliche Abfolge eindeutig: „Mit dem 1:0 ist die Partie auf unsere Seite gekippt! Spätestens mit dem 2:0 war sie aus meiner Sicht entschieden.“
Dass Neuberg dieses Auswärtsspiel am Ende so deutlich für sich entschied, führte der Trainer nicht auf einen einzelnen Spieler oder einen kurzen Lauf zurück. Für ihn lag der Schlüssel vielmehr in der Art, wie seine Mannschaft als Ganzes auftrat. „Ich denke, die mannschaftliche Kompaktheit war unsere größte Stärke“, sagte Konrad. Dazu kam für ihn ein Punkt, der im Unterhaus oft genauso wichtig ist wie jede taktische Vorgabe: „Wir haben den Eindruck hinterlassen, dass wir heute unbedingt gewinnen wollten.“ Gerade dieser Aspekt hatte für ihn zusätzliches Gewicht, weil Neuberg in Markt Allhau einen wichtigen Auswärtssieg landete. Umso höher ordnete er den Erfolg ein, weil er den Gegner ohnehin stark erwartet hatte. „Der Gegner ist stark, das wussten wir. Sie stehen nicht umsonst vorne in der Tabelle und haben mit Binder und den zwei Brasilianern sehr starke Einzelspieler“, sagte Konrad. Genau deshalb sprach er auch von einer „Topleistung“, die notwendig gewesen sei, um dort drei Punkte mitzunehmen.
So zufrieden der Neuberger Coach mit Ergebnis und Auftreten war, ganz ohne kritische Töne kam seine Analyse dennoch nicht aus. Konrad machte klar, dass der Sieg für ihn keine Einladung ist, sich zurückzulehnen. „Verbesserungspotenzial gibt es immer genug, vor allem im Passspiel“, sagte er. Vor allem im Spielaufbau habe seine Mannschaft nach seiner Ansicht zu viele Fehler gehabt. Damit setzte er trotz des klaren Resultats bewusst nicht nur beim Positiven an, sondern benannte einen Bereich, in dem er noch Luft nach oben sieht. Gleichzeitig stellte er aber ebenso klar, warum das Ergebnis aus seiner Sicht trotzdem in Ordnung ging. „Generell muss ich schon sagen, kämpferisch war es heute eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Von daher haben wir auch verdient gewonnen.“ Diese Mischung aus Selbstkritik und Anerkennung der eigenen Arbeit erklärte seine Sicht auf die neunzig Minuten ziemlich genau.
Zum Gesamtbild gehörte für Konrad auch, dass es aus seiner Sicht bei den strittigen Entscheidungen keinen Zweifel gab. Den Elfmeter zum 1:0 bewertete er ebenso klar wie den Ausschluss gegen Markt Allhau. „Der Elfmeter war ganz klar und die rote Karte aufgrund von Undiszipliniertheit auch ganz klar“, sagte der Trainer, der dem Unparteiischen insgesamt eine „sehr gute Schiedsrichterleistung“ attestierte. Für Neuberg ist dieser Auswärtssieg damit nicht nur wegen des 3:0 von Bedeutung, sondern auch mit Blick auf die Tabelle der 12. Runde. Die Gäste liegen nun bei 20 Punkten und bleiben damit in der Spitzengruppe, während Markt Allhau bei 19 Zählern hält. Vor allem aber war es für Konrad ein Erfolg, den seine Mannschaft sich über Geduld, Geschlossenheit und eine starke Schlussphase verdient erarbeitet hat.