Am Freitagabend stand in der Burgenland-Energie-Landesliga ein echtes Highlight auf dem Programm: Der FC Deutschkreutz empfing im traditionsreichen „Rotweinderby“ den SC Oberpullendorf zur 25. Meisterschaftsrunde. Dieses prestigeträchtige Duell zählt zu den emotionalsten Begegnungen der Liga, lockt regelmäßig zahlreiche Zuschauer an und steht sinnbildlich für intensiven, kampfbetonten und zugleich spielerisch hochwertigen Fußball.
Die Vorzeichen für dieses Aufeinandertreffen hätten dabei kaum unterschiedlicher sein können. Während der SC Oberpullendorf das Hinspiel im Herbst noch klar mit 3:0 für sich entscheiden konnte, präsentierte sich die Ausgangslage dieses Mal deutlich verändert. Der FC Deutschkreutz befindet sich aktuell in bestechender Form und konnte zuletzt eine beeindruckende Serie an positiven Ergebnissen verbuchen, die das Selbstvertrauen innerhalb der Mannschaft spürbar gestärkt hat. Ganz anders hingegen die Situation bei den Gästen: Oberpullendorf ist es bislang nicht gelungen, an die starke Herbstform anzuknüpfen, wodurch man in der Tabelle etwas an Boden verloren hat. In einem rassigen Derby behielten die Hausherren die Oberhand und siegten mit 2:1.
Mehr als 450 Zuschauer pilgerten ins Stadion der Blaufränkischen, um das mit Spannung erwartete „Rotweinderby“ zu verfolgen. Die Hausherren erwischten dabei den besseren Start und übernahmen von Beginn an die Kontrolle. Mit mehreren guten Offensivaktionen setzten sie die Gäste früh unter Druck und prüften Torhüter Dániel Koltai mehrfach.
Bereits in der 9. Minute fiel die verdiente Führung: Alexander Resner setzte Benjamin Petö gekonnt in Szene, und da die Defensive der Gäste zu zögerlich agierte, ließ sich dieser die Chance nicht entgehen und traf zum 1:0.
In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Für einen kurzen Schreckmoment sorgte in der 36. Minute ein Zusammenprall zwischen Gästetorhüter Koltai und einem Angreifer der Heimelf, den beide jedoch ohne Verletzung überstanden. Bis zur Pause wirkten die Gäste phasenweise aktiver, konnten ihre Chancen jedoch nicht in Zählbares ummünzen.
Nach dem Seitenwechsel kam Oberpullendorf schwungvoll aus der Kabine und erspielte sich eine optische Überlegenheit. Vor allem Balázs Oláh und Christoph Frühwirth fanden gute Einschussmöglichkeiten vor, scheiterten jedoch entweder an der Defensive oder an der mangelnden Präzision im Abschluss.
In der 69. Minute fiel schließlich die Vorentscheidung: Tobias Gager trat zu einem Freistoß an, dessen Schuss von der Mauer abgefälscht wurde und unhaltbar zum 2:0 im Tor landete.
In der Schlussphase zogen sich die Hausherren etwas zurück und überließen den Gästen mehr Ballbesitz. Trotz einer Vielzahl an Abschlüssen gelang es Oberpullendorf jedoch nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Deutschkreutz verteidigte konsequent und brachte die Führung souverän über die Zeit.
Für eine besondere Randnotiz sorgte das Schiedsrichtergespann: Referee Bernhard Luef wurde an der Seitenlinie von seinem Sohn Jonas unterstützt, der seine Aufgabe überzeugend erfüllte.
„Für neutrale Zuschauer war es ein sehenswertes Derby. Wir sind ausgezeichnet gestartet und haben uns früh belohnt. Nach etwa 20 Minuten wurde das Spiel ausgeglichener, Oberpullendorf kam besser hinein. Nach dem 2:0 haben wir bewusst verwaltet – das entspricht unserer Spielanlage. Insgesamt war es ein intensives, aber faires Derby.“
Auffälligste Spieler: Torhüter Brúnó Péter Horváth sowie die Defensivspieler Christopher Lipowsky und Lukas Godovitsch
„Wir haben das Spiel gemacht, während Deutschkreutz tief stand und auf Konter lauerte. Das 0:2 war durch die Abfälschung sehr unglücklich. Wir hatten rund 20 Torschüsse, doch entweder wurden sie geblockt oder der gegnerische Torhüter war zur Stelle. Letztlich haben Standardsituationen das Spiel entschieden.“
Auffälligste Spieler: Andreas Hofer und Sebastian Frittum zählten zu den Aktivposten im Mittelfeld