Mit breiter Brust empfing der SC Neusiedl am See in der 2. Runde der Burgenland-Energie-Landesliga den SC Pinkafeld zum Duell „Absteiger gegen Aufsteiger“. Die Hausherren waren mit einem überzeugenden 3:1-Erfolg in die neue Saison gestartet und wollten vor eigenem Publikum gleich den nächsten Dreier nachlegen. Pinkafeld musste sich hingegen trotz einer ansprechenden Leistung zum Auftakt gegen Kohfidisch mit einem 1:1-Unentschieden begnügen und reiste mit dem Ziel nach Neusiedl, auch beim favorisierten Regionalliga-Absteiger etwas Zählbares mitzunehmen. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung trennten sich die beiden Mannschaften schließlich mit einem

Beide Mannschaften starteten ohne langes Abtasten in die Partie und suchten sofort den Weg nach vorn. Die Gäste hatten bereits in der 4. Minute die große Möglichkeit zur Führung, doch Lukas Zapfel scheiterte am Aluminium. Auch in der 20. Minute stand den Pinkafelder das Torglück nicht zur Seite, als Jonas Johann Herczeg mit einem Kopfball nur die Querlatte traf.
Aber auch die Hausherren kamen gefährlich vor das gegnerische Tor und hatten bei einem wuchtigen Abschluss Pech, als der Ball ebenfalls am Aluminium landete. Pinkafeld präsentierte sich in der ersten Spielhälfte insgesamt etwas aktiver und hatte die besseren Möglichkeiten, konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen. Bis zum Pausenpfiff gab es keine weiteren zwingenden Torchancen, sodass mit einem torlosen 0:0 die Seiten gewechselt wurden.
Nach der Pause erwischten zunächst die Gäste den besseren Start. In der 53. Minute war Gabriel Matteo Kappel zur Stelle und brachte Pinkafeld mit einem Kopfballtreffer 1:0 in Führung.
Mit dem Rückstand wurden die Hausherren jedoch zunehmend stärker und drängten vehement auf den Ausgleich. In der 70. Minute prüfte Paul Strommer Pinkafeld-Torhüter Andreas Diridl mit einem gefährlichen Abschluss, doch der Schlussmann der Gäste parierte mustergültig.
Zehn Minuten später durften die Neusiedler Fans dann doch jubeln – und das nach einem Treffer der besonders sehenswerten Art. Maximilian Moro nahm sich aus rund 30 Metern ein Herz und hämmerte das Leder mit einem fulminanten Weitschuss zum 1:1-Ausgleich in den Kasten der Gäste.
In der Schlussphase bemühten sich beide Mannschaften noch um den entscheidenden Treffer, doch keine der beiden Seiten konnte die Partie mehr zu ihren Gunsten entscheiden. Somit blieb es beim 1:1-Unentschieden, mit dem beide Teams auch nach der zweiten Meisterschaftsrunde ungeschlagen bleiben.
„Für mich war es ein gerechtes Remis. Das Spiel hatte denkbar schlecht für uns begonnen, denn unser Stammtorhüter ist kurzfristig mit einer Virusinfektion ausgefallen. Für Ersatztorwart Maximilian Rupp war es der erste Einsatz in der Landesliga, aber er hat seine Sache relativ gut gemacht. Pinkafeld war in der ersten Halbzeit überlegen, in der zweiten Spielhälfte hatten wir das Kommando auf dem Rasen und haben durch Maximilian Moro den verdienten Ausgleich erzielt.“
Der Beste: Maximilian Moro
„Meine Mannschaft hatte mehr Spielanteile und die klareren Torchancen, hat es aber verabsäumt, die Tore zu machen. Mitte der ersten Halbzeit wurde uns ein Elfmeter nicht gegeben. Nach unserem Führungstreffer ist Neusiedl besser ins Spiel gekommen und hat mit einem Gewaltschuss den 1:1-Ausgleich erzielt. Bis zum Spielende ist es dann spannend hin und her gegangen, beide Mannschaften hatten den Siegestreffer vor den Füßen, aber schlussendlich ist es beim 1:1-Endstand geblieben. Es macht mich stolz, wie wir Fußball spielen. Natürlich wäre ein Dreier wünschenswert gewesen, aber einen Punkt bei einem starken Gegner zu holen, geht auch in Ordnung.“
Foto: SC Neusiedl