Am Freitagabend empfing der SV Leithaprodersdorf in der Burgenland-Energie-Landesliga den weiterhin sieglosen SV Lackenbach. Nach dem 4:2-Erfolg in Rust gingen die Hausherren als klarer Favorit in die Begegnung. Der Tabellenletzte hatte allerdings bereits beim knappen 2:3 gegen Bad Sauerbrunn eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt. Auch in der LeithArena präsentierte sich die Serdar-Truppe stark und nahm mit einem verdienten 1:1 einen Punkt mit nach Hause.

Kaum hatte Schiedsrichter Zoltan Nemeth die Partie angepfiffen, kamen die Gäste zur ersten Torchance. Adam Csire legte den Ball mit der Ferse auf Milan Hajmasi ab, dessen Abschluss von Torhüter Fabian Haberl pariert wurde.
Bereits in der 6. Minute gingen die Lackenbacher verdient in Führung. Nach einer sehenswerten Kombination über Benedek Tanyi kam das Leder zu Csire, der keine Mühe hatte, zum 1:0 für die Gäste einzuschieben. Sechs Minuten später tauchte der Torschütze erneut gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auf, scheiterte dieses Mal jedoch an Haberl.
In der 18. Minute gelang den Hausherren der Ausgleich. Die Lackenbacher brachten den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Philipp Hauser reagierte am schnellsten und drückte das Leder zum 1:1 über die Linie. Nur fünf Minuten später zeichnete sich Gäste-Torhüter Tim Wiemer aus, als er einen wuchtigen Schuss von Levi Markhardt stark parierte. Auf der Gegenseite vergab Hajmasi nach einem schnellen Konter die Möglichkeit, Lackenbach erneut in Führung zu bringen. Somit wurden beim Stand von 1:1 die Seiten gewechselt.
Die ersten 20 Minuten nach der Pause waren von zahlreichen Zweikämpfen geprägt. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend, zwingende Torchancen blieben zunächst aus.
In der 68. Minute sorgte Hajmasi wieder für Gefahr. Der Angreifer setzte sich durch, schoss den Ball im Eins-gegen-eins-Duell mit Haberl jedoch am rechten Pfosten vorbei. Fünf Minuten später hatten die Hausherren ihre beste Möglichkeit der zweiten Halbzeit: Noel Kustor setzte zu einem sehenswerten Seitfallzieher an, doch Wiemer reagierte sensationell und verhinderte den Führungstreffer.
In der 80. Minute bot sich Hajmasi nochmals die große Chance auf das 2:1 für die Gäste. Allein vor Haberl brachte er den Ball allerdings nicht im Tor unter. Es war die letzte gefährliche Szene einer sehenswerten Landesliga-Partie, die schließlich mit einem gerechten 1:1-Unentschieden endete.
„Drei Spiele innerhalb einer Woche waren einfach zu viel, das hat man heute gemerkt. Wir waren mental und körperlich nicht auf der Höhe. Unser Spiel hat von hinten bis vorn nicht funktioniert. Das Remis war verdient und daher müssen wir uns mit diesem einen Punkt zufriedengeben. Summa summarum hat man gesehen, dass unsere Akkus leer waren.“
Der Beste: Philipp Hauser
„Wir haben das Spiel in den ersten 20 Minuten diktiert und hätten bereits mit 2:0 führen müssen. Der Treffer zum 1:1 war ein Selbstfaller, dadurch haben wir uns um unsere gute Anfangsphase gebracht. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem wir die besseren Chancen auf den Führungstreffer hatten. Aufgrund unserer offensiven Bemühungen war das Unentschieden mehr als verdient. Meine Jungs haben die taktischen Vorgaben perfekt umgesetzt und man hat gesehen, dass wir langsam in der Landesliga angekommen sind.“
Der Beste: Adam Csire