Nach der deutlichen 0:4-Niederlage in Pama stand Edelserpentin in der Burgenland-Energie-Landesliga unter Zugzwang. Aufsteiger Pinkafeld war hingegen weiterhin ungeschlagen und hatte zuletzt den bisherigen Tabellenführer Klingenbach mit 1:0 bezwungen. Auch in dieser Begegnung bestätigten die Gäste ihre starke Form und traten mit einem deutlichen 5:2-Erfolg die Heimreise an.

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Beide Mannschaften verzichteten auf langes Abtasten und gingen von Beginn an mit viel Einsatz zur Sache. In der zehnten Minute zeigte Schiedsrichter Florian Leitner auf den Elfmeterpunkt, nachdem Klaus-Peter Puhr im Strafraum zu Fall gebracht worden war. Dario Tadic ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und brachte Pinkafeld mit 1:0 in Führung.
Die Hausherren ließen sich vom frühen Gegentreffer jedoch nicht beeindrucken. Nach einem Eckball stieg Arnold Horváth in der 22. Minute am höchsten und köpfte zum 1:1-Ausgleich ein. Kurz vor der Pause bot sich Edelserpentin eine weitere Möglichkeit: Gergö Csonka entschied sich aus spitzem Winkel für einen eigenen Abschluss, anstatt den Ball zu einem besser positionierten Mitspieler zu passen. Sein Schuss landete im Toraus. Somit ging es mit einem gerechten 1:1-Remis in die Kabinen.
Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff schlugen die Gäste erneut zu. Maximilian Bauer bediente Tadic mit einem präzisen Zuspiel, und der Angreifer erzielte mit seinem zweiten Treffer die 2:1-Führung.
In der 65. Minute setzte sich der Torreigen fort: Thomas Alexander Pickl nahm einen Eckball volley und versenkte das Leder zum 3:1 im Tor der Hausherren. Edelserpentin antwortete umgehend. Márk Csaba Varga fasste sich aus rund 30 Metern ein Herz und erzielte mit einem unhaltbaren Kracher den 2:3-Anschlusstreffer. Kurz darauf jubelten die Heimischen über den vermeintlichen Ausgleich, doch das Tor wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Praktisch im Gegenzug sorgte erneut Pickl für klare Verhältnisse. Der Pinkafelder köpfte eine Freistoßflanke in der 69. Minute zum 4:2 ein.
Nach diesem Treffer brachte Trainer Benjamin Posch vier frische Kräfte. In der Nachspielzeit setzte der eingewechselte Elias Neubauer mit einem Kopfball den Schlusspunkt und fixierte den 5:2-Endstand.
„Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider. Wir haben vier Gegentore nach Standardsituationen bekommen, wobei besonders der Elfmeter in der zehnten Minute aus meiner Sicht nicht berechtigt war. Nach unserem Anschlusstreffer zum 2:3 kam noch einmal Hoffnung auf. Wir erzielten sogar das vermeintliche 3:3, das jedoch wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht anerkannt wurde, obwohl unser Spieler aus dem Hinterhalt kam. Da muss man sich schon fragen, wofür die beiden Fahnenständer an der Seitenlinie zuständig sind. Zwei Minuten später fiel das 2:4, dass schließlich die Vorentscheidung bedeutete.“
„Wir waren von Beginn an die überlegene Mannschaft, haben dem Gegner durch Eigenfehler aber zwischendurch einige Möglichkeiten eröffnet. Für mich war heute besonders wichtig, wie die Jungs mit den verschiedenen Situationen umgegangen sind. Sie haben einander unterstützt – durch Tore, gelungene Aktionen und gewonnene Zweikämpfe. Das war sehr beeindruckend. Wir sind gemeinsam mit unserer U23 ein tolles Team, das extrem zusammenhält. In der Pause habe ich den Jungs gesagt, dass sie ein richtig gutes Spiel gemacht haben und sich durch den Gegentreffer nicht von unserem Weg abbringen lassen sollen. Nach dem Spiel habe ich der Mannschaft mitgegeben, dass der dritte Tabellenrang eine schöne Momentaufnahme ist. Im kommenden Match gegen Tabellenführer Bad Sauerbrunn erwartet uns allerdings eine schwere Aufgabe.“
Die Besten: Thomas Alexander Pickl und Dario Tadic