Spielberichte

Kohfidisch rettet in Unterzahl einen Punkt

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Am Freitagabend empfing der ASK Kohfidisch in der Burgenland-Energie-Landesliga den SV Sankt Margarethen. Für die Hausherren lief es zuletzt nicht nach Wunsch: Nach der knappen 1:2-Niederlage in Oberpullendorf wartete die Mannschaft seit zwei Runden auf einen Sieg und war auf eigener Anlage noch ohne Punktgewinn. Sankt Margarethen hatte den deutlich besseren Saisonstart erwischt und wollte auch im Südburgenland Zählbares mitnehmen. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung mit einer hochdramatischen Schlussphase trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 2:2-Remis

 Margarethen 7

Bitteres Ende für den SV in Kohfidisch, Sieg in der letzten Minute verspielt

Offensiver Auftakt beider Mannschaften

Beide Teams starteten mit viel Elan in die Begegnung und suchten sofort den Weg in die Offensive. Bereits in der 10. Minute hatte Dominik Adam Csomos die Möglichkeit, die Gäste in Führung zu bringen. Torhüter Nico Toth im Kasten der Hausherren konnte den scharfen Schuss jedoch über die Latte lenken.

Wenig später kamen auch die Kohfidischer nach einem Eckball gefährlich vor das gegnerische Tor. Der Ball prallte vom Aluminium zurück ins Spielfeld, ehe die Abwehr der Gäste die Situation bereinigen konnte. Im weiteren Verlauf fanden auch Kevin Hasler, Yehor Kozhenov und Matteo Jani gute Möglichkeiten vor, brachten das Leder aber nicht im Tor unter. Somit wurden beim Stand von 0:0 die Seiten gewechselt.

Dramatische Schlussphase

In der zweiten Spielhälfte waren klare Torchancen zunächst Mangelware. Mario Wenzl hatte mit einem strammen Schuss die Möglichkeit, Sankt Margarethen in Führung zu bringen. Auf der Gegenseite tauchte Yehor Kozhenov allein vor Michael Wenzl auf, doch der Torhüter der Gäste blieb im Eins-gegen-eins-Duell Sieger.

In der 82. Minute fiel schließlich der Führungstreffer für Sankt Margarethen. Justin Härtel erkämpfte sich in der eigenen Hälfte den Ball und leitete diesen zu Florian Dörfler weiter. Über Csomos kam das Leder schließlich zu Markus Weixelbaum, der dessen Stanglpass zum 1:0 verwertete.

Kurz nach diesem Treffer musste Nico Dorner nach der Gelb-Roten Karte das Spielfeld verlassen. Nur zwei Minuten später schlugen die Gäste erneut zu: Ein abgefälschter Schuss von Csomos senkte sich als Bogenlampe zum 2:0 in den Kasten der Hausherren. Sieben Minuten vor dem Ende schien die Begegnung damit entschieden zu sein.

Die Kohfidischer gaben sich trotz Unterzahl und Zwei-Tore-Rückstand jedoch nicht geschlagen. Mit einem beeindruckenden Kraftakt gelang Nicolas Oswald per Kopf zunächst der Anschlusstreffer zum 1:2. In der allerletzten Minute war es schließlich Matteo Jani, der den viel umjubelten Ausgleich erzielte und seiner Mannschaft doch noch einen Punkt rettete.

Nach dem 2:2 sah Julian Binder noch die Rote Karte, weil er beim Torjubel auf das Spielfeld gelaufen war. Damit endete eine turbulente Schlussphase, in der Kohfidisch eine scheinbar bereits verlorene Partie noch ausgleichen konnte.

Stimmen zum Spiel

Thomas Polzer, sportlicher Leiter ASK Kohfidisch:

„Das war heute eine rassige Partie, die Hin und Her gegangen ist. Zu Beginn hatten die Gäste eine gute Tormöglichkeit, ab der 15. Minute fanden auch wir einige vielversprechende Chancen vor, konnten diese aber leider nicht verwerten. In der zweiten Halbzeit haben wir trotz Unterzahl und eines 0:2-Rückstandes nicht aufgegeben und verdientermaßen noch den Ausgleich erzielt. Nach dem Spielverlauf war es ein gerechtes Remis, obwohl wir insgesamt mehr Torchancen hatten.“

Der Beste: Julian Chris Derkovits

Wolfgang Granabetter, Sektionsleiter SV Sankt Margarethen:

„Hätte mir jemand in der 80. Minute gesagt, dass wir einen Punkt mitnehmen, wäre ich zufrieden gewesen. Wenn man aber in der Schlussphase mit 2:0 führt, ist es natürlich bitter, nur einen Zähler mit auf die Heimreise zu nehmen. Es war kein hochklassiges, aber ein ausgeglichenes Spiel, das teilweise aggressiv und zerfahren verlief. In den letzten Minuten wurde es noch einmal hektisch, als die Kohfidischer alles nach vorn warfen. Aber so ist der Fußball: Auch wenn man kurz vor dem Ende mit 2:0 führt, hat man noch lange nicht gewonnen. Über die gesamten 90 Minuten gesehen war es ein gerechtes Remis.“

Der Beste: Jan Stefan Fortunits