Spielberichte

Turbulente Schlussphase: Deutschkreutz und Leithaprodersdorf teilen die Punkte

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Am Freitagabend empfing der FC Deutschkreutz in der Burgenland-Energie-Landesliga den SV Leithaprodersdorf. Nach der deutlichen 0:5-Niederlage in Bad Sauerbrunn wollten die Hausherren vor eigenem Publikum eine Reaktion zeigen. Die Gäste reisten nach ihrem 3:2-Erfolg gegen Aufsteiger Pinkafeld mit Selbstvertrauen an. In einer umkämpften Begegnung mit einer turbulenten Schlussphase trennten sich die beiden Mannschaften mit einem leistungsgerechten 2:2.

 

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Horváth hält Deutschkreutz vor der Pause im Spiel

Die Partie begann körperbetont, zahlreiche Fouls auf beiden Seiten prägten die Anfangsphase. Die Gäste durften kurz über einen vermeintlichen Führungstreffer jubeln, als Fabian Dinhof den Ball per Volley im Tor unterbrachte. Schiedsrichter Robert Gruber verweigerte dem Treffer jedoch wegen eines vorangegangenen Foulspiels an Christopher Lipowsky die Anerkennung.

In weiterer Folge verzeichneten beide Mannschaften einige Halbchancen, ohne dabei zum Erfolg zu kommen. Kurz vor der Pause bot sich Leithaprodersdorf dann die große Gelegenheit zur Führung: Nachdem Gábor Nagy den Ball im eigenen Strafraum an die Hand bekommen hatte, entschied der Unparteiische in der 44. Minute auf Elfmeter. Levi Markhardt trat an, scheiterte mit seinem zu unplatzierten Versuch aber an Brúnó Péter Horváth. Damit blieb es zur Pause beim torlosen Remis.

Gagers Traumtor leitet die Wende ein

Nach dem Seitenwechsel hatten zunächst die Hausherren die Führung auf dem Fuß. Luca Noel Treiber kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, doch Gäste-Keeper Fabian Haberl verhinderte mit einer starken Parade einen Gegentreffer.

In der 52. Minute schlug Leithaprodersdorf zu: Nemanja Radivojevic zog wuchtig ab, Horváth konnte den Ball nicht entscheidend abwehren und lenkte ihn ins eigene Tor. Deutschkreutz reagierte auf den Rückstand und verstärkte seine Offensive.

Der Ausgleich ließ allerdings bis zur 78. Minute auf sich warten – und war dafür umso sehenswerter. Tobias Gager nahm den Ball aus rund 25 Metern volley und jagte ihn direkt ins Kreuzeck. Ein Traumtor, das die Hausherren zurück ins Spiel brachte.

Nun wollten beide Mannschaften den Sieg. In der 88. Minute gelang Deutschkreutz tatsächlich die Führung: Benjamin Petö brachte eine präzise Flanke zu Istvan Fabiankovits, dessen Abschluss Haberl noch an die Stange lenkte. David Thumberger reagierte beim Abpraller am schnellsten und versenkte den Ball kompromisslos zum 2:1.

Leithaprodersdorf gab sich jedoch nicht geschlagen. In der Nachspielzeit köpfte Julian Mihalits nach einem Freistoß zum 2:2 ein und rettete seiner Mannschaft damit einen Punkt. Nur eine Minute später musste der Torschütze nach einem Foul mit Gelb-Rot vom Platz.

Am Ende stand ein gerechtes Remis, mit dem Deutschkreutz die erhoffte Reaktion auf die Niederlage der Vorwoche zeigte. Leithaprodersdorf bewies seinerseits Moral und verhinderte mit dem späten Ausgleich eine Niederlage.

Stimmen zum Spiel

Michael Hartl, Trainer FC Deutschkreutz:


„Das war heute eine gute Partie. Spielerisch war es zwar kein Leckerbissen, aber läuferisch, kämpferisch und von den Aktionen her ein sehenswertes Spiel. Nach dem 0:1 haben wir das System umgestellt, einen Sechser herausgenommen und einen zweiten Stürmer gebracht. Mit einem sehenswerten Treffer haben wir uns belohnt – für mich ein Tor des Jahres. Über die gesamten 90 Minuten gesehen war es ein gerechtes Remis. Hinterfragen muss ich allerdings, warum es fünf Minuten Nachspielzeit gegeben hat, obwohl es keine längeren Unterbrechungen gab. Wir wollten nach der Leistung am vergangenen Wochenende unser wahres Gesicht zeigen. Das ist uns gelungen.“

Der Beste bei Deutschkreutz: Tobias Gager.

Mario Santner, Trainer SV Leithaprodersdorf:


„In Wahrheit waren das heute zwei verlorene Punkte für uns. Wir haben wieder einen Elfmeter verschossen und es verabsäumt, nach der 1:0-Führung weitere Treffer nachzulegen. Zum Glück ist uns in der Nachspielzeit noch der Ausgleich gelungen. Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen. Sie hat sich sehr bemüht, Tore zu erzielen, aber immer war noch ein Fuß eines Abwehrspielers dazwischen. Ein großes Lob an die Mannschaft für ihre Moral und dafür, dass sie nie aufgegeben hat.“

Der Beste bei Leithaprodersdorf: Nemanja Radivojevic