In wenigen Tagen startet die 27. Meisterschaftsrunde in der Burgenland-Energie-Landesliga. Sie geht in der kommenden Woche Wochenende über die Bühne. Sie beginnt mit einem Match am Mittwoch, am Donnerstag folgt ein weiteres Spiel, am Freitagabend, duellieren sich zwei Mannschaften, drei Spiele steigen am Samstagnachmittag und das letzte Match findet am Sonntagnachmittag statt Ligaportal.at liefert an jedem Spieltag einen interessanten Vergleich der jeweils duellierenden Teams. Auch am kommenden Spieltag gibt es wieder interessante Duelle! Wer bleibt erfolgreich? Wer findet auf die Siegerstraße zurück?
Der SC Bad Sauerbrunn präsentiert sich in den vergangenen Wochen äußerst konstant und hat sich mit starken Leistungen deutlich nach vorn gearbeitet. In den letzten vier Meisterschaftsrunden holte die Mannschaft beeindruckende zehn von zwölf möglichen Punkten und verbesserte sich dadurch auf den achten Tabellenrang. Besonders bemerkenswert ist der Blick auf die Rückrundentabelle, in der die Badstädter mittlerweile auf dem starken sechsten Platz liegen. Vor eigenem Publikum agiert der SC ebenfalls stabil: Fünf der bisherigen 13 Heimspiele konnten gewonnen werden, weitere fünf Begegnungen endeten mit einem Remis. Mit dem SV Leithaprodersdorf gastiert allerdings eines der stärksten Teams der Rückrunde im Wetterkreuzstadion. Zwar wurde die beeindruckende Serie von sieben ungeschlagenen Spielen zuletzt jäh beendet, als man gegen den FC Deutschkreutz mit 0:2 verlor, dennoch bleibt die bisherige Frühjahrsbilanz mehr als beachtlich. Dank einer insgesamt konstanten Rückserie konnte der SV den zweiten Tabellenplatz behaupten und zählt weiterhin zu den formstärksten Mannschaften der Liga. Besonders interessant: Bereits jetzt sammelte Leithaprodersdorf im Frühjahr mehr Punkte als während der gesamten Hinrunde. Zusätzliche Motivation dürfte für die Gäste auch das klare Hinspielergebnis liefern. Damals setzte sich Leithaprodersdorf mit einem deutlichen 4:0 gegen Bad Sauerbrunn durch. Die Hausherren werden daher alles daran setzen, sich dieses Mal wesentlich stärker zu präsentieren und ihre positive Form auch gegen einen Topgegner zu bestätigen.
Die SpG Edelserpentin hat in den vergangenen Wochen etwas an Stabilität verloren und dadurch auch den Anschluss an die oberen Tabellenregionen eingebüßt. Weil in den letzten fünf Meisterschaftsrunden lediglich ein Sieg gelang, rutschte die Mannschaft mittlerweile auf den neunten Tabellenplatz ab. Vor allem defensiv offenbarten sich im Frühjahr immer wieder Probleme: Bereits 20 Gegentore kassierte die SpG in der Rückserie – nur Oberpullendorf und Schlusslicht Jennersdorf weisen in dieser Statistik noch schlechtere Werte auf. Auch die Heimbilanz fällt bislang eher bescheiden aus, lediglich vier der bisherigen 13 Heimspiele konnten gewonnen werden. Ganz anders präsentiert sich derzeit der SV Eberau, der weiterhin berechtigte Hoffnungen auf den Vizemeistertitel hegt. Dafür ist allerdings ein Erfolg in Stuben beinahe Pflicht. Die Formkurve der Gäste zeigt jedenfalls klar nach oben: In den vergangenen neun Begegnungen holte Eberau fünf Siege und bestätigte damit seine starke Rückrunde. Besonders offensiv zählt die Mannschaft zu den besten Teams der Liga – nur Mattersburg und Leithaprodersdorf erzielten bislang mehr Treffer. Auch auswärts tritt Eberau äußerst erfolgreich auf und konnte bereits sechs der 13 Auswärtsspiele gewinnen. Zusätzlichen Rückenwind bringt auch das Hinspielergebnis mit sich: Damals setzte sich Eberau souverän mit 2:0 gegen die SpG Edelserpentin durch. Die Gastgeber werden daher alles daran setzen, sich für diese Niederlage zu revanchieren und nach zuletzt schwierigen Wochen wieder ein Erfolgserlebnis einzufahren.
Der SK Pama musste sich zuletzt im Duell gegen Horitschon mit einem torlosen 0:0 zufriedengeben, befindet sich insgesamt aber weiterhin in einer durchaus positiven Phase. In den vergangenen acht Meisterschaftsspielen gelangen der Mannschaft immerhin fünf Siege, wodurch man sich etwas Luft zum Tabellenkeller verschaffen konnte. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt aktuell acht Punkte. Vor allem defensiv präsentiert sich Pama im Frühjahr äußerst stabil – keine andere Mannschaft der Liga kassierte in der Rückrunde bislang weniger Gegentreffer. Verbesserungspotenzial gibt es allerdings weiterhin auf heimischer Anlage, wo bislang nur vier der 13 Spiele gewonnen werden konnten. Mit dem USV Halbturn reist nun ein Gegner an, der zuletzt ebenfalls mit guten Ergebnissen aufzeigen konnte. Zwei Siege in Folge brachten die Gäste bereits auf den starken fünften Tabellenrang nach vorn. Die Gesamtbilanz der Saison zeigt sich dabei vollkommen ausgeglichen: 36 erzielte Treffer stehen ebenso vielen Gegentoren gegenüber. Auswärts präsentiert sich Halbturn durchaus gefährlich und konnte bereits fünf Siege in der Fremde feiern. Zusätzliche Brisanz erhält die Begegnung durch das Hinspiel, in dem Halbturn das Nord-Derby mit 2:0 für sich entscheiden konnte. Pama wird daher nicht nur wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt holen wollen, sondern auch auf Revanche für die Niederlage im Herbst ausgehen.
Der ASV Siegendorf stemmt sich in den vergangenen Wochen mit aller Kraft gegen den drohenden Abstieg und konnte zuletzt durchaus positive Ansätze zeigen. In den jüngsten sechs Meisterschaftsspielen verließ die Mannschaft immerhin dreimal als Sieger den Platz, aus den vergangenen drei Partien holte man starke sieben Punkte. Dadurch lebt die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiterhin. Dennoch bleibt primär die Offensive ein großes Problem, denn Siegendorf zählt nach wie vor zu den harmlosesten Angriffsteams der Liga. Auch auf heimischem Boden fehlt oftmals die Konstanz – erst vier Siege gelangen bislang auf eigener Anlage. Der SC Oberpullendorf hingegen steckt aktuell tief in einer Ergebniskrise. Die Gäste verloren ihre letzten vier Meisterschaftsspiele allesamt und kassierten dabei insgesamt zehn Gegentreffer. Besonders bitter aus Sicht des SCO: Die Niederlagen setzte es gegen Mannschaften, die in der Tabelle schlechter positioniert sind. Dadurch ging nicht nur wertvoller Boden verloren, sondern auch das Selbstvertrauen scheint zuletzt gelitten zu haben. In der Rückrundentabelle findet sich Oberpullendorf mittlerweile sogar auf dem vorletzten Rang wieder – eine Entwicklung, die nach der starken Hinserie kaum zu erwarten war. Die Ausgangslage verspricht daher ein intensives und richtungsweisendes Duell. Während Siegendorf den positiven Trend fortsetzen und wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln möchte, steht Oberpullendorf unter Druck, die Negativserie endlich zu beenden und wieder Stabilität in die eigenen Leistungen zu bringen.
Der SV Sankt Margarethen konnte zuletzt seinen sportlichen Negativlauf vorerst stoppen und mit dem 1:0-Erfolg gegen die SpG Neudorf/Parndorf Juniors wieder einen wichtigen Sieg feiern. Nach zuvor fünf sieglosen Spielen in Serie war dieser Erfolg besonders wertvoll, um etwas Ruhe in den Abstiegskampf zu bringen. Mit dem insgesamt achten Saisonsieg behauptete der SV den zwölften Tabellenrang. Dennoch zeigt die Rückrundentabelle weiterhin ein ernüchterndes Bild, dort liegt Sankt Margarethen nach wie vor auf dem letzten Platz. Vor eigenem Publikum präsentiert man sich allerdings deutlich stabiler: Sechs der bisherigen 13 Heimspiele konnten gewonnen werden. Für den ASK Klingenbach wird die Situation hingegen zunehmend prekärer. Die Gäste mussten in den vergangenen sieben Meisterschaftsspielen vier Niederlagen hinnehmen und stehen dadurch weiterhin unter großem Druck im Tabellenkeller. Zuletzt setzte es gegen den SV Eberau die nächste Pleite. Insgesamt kassierte Klingenbach bereits elf Saisonniederlagen, wodurch jeder weitere Punkteverlust schwer wiegt. Auch auswärts läuft es bislang nur bedingt nach Wunsch – lediglich zwei Siege gelangen auf fremdem Boden. Zusätzliche Motivation für die Hausherren liefert auch das Hinspielergebnis: Im Herbst setzte sich Sankt Margarethen mit 3:1 gegen den ASK durch. Klingenbach wird daher alles daran setzen, sich für diese Niederlage zu revanchieren und dringend benötigte Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren.
Das Blaufränkisch-Derby zwischen dem FC Deutschkreutz und dem ASK Horitschon zählt seit Jahren zu den traditionsreichsten und emotionalsten Begegnungen der Burgenlandliga. Wenn die beiden mittelburgenländischen Rivalen aufeinandertreffen, strömen oftmals rund 1000 Zuschauer in die Stadien, um das Prestigeduell im Weinbaugebiet mitzuerleben. Dabei geht es nicht nur um Punkte, sondern auch um die regionale Vormachtstellung – hitzige Zweikämpfe, intensive Atmosphäre und Derbycharakter sind garantiert. Sportlich spricht derzeit vieles für den FC Deutschkreutz. Die Mannschaft präsentiert sich in einer beeindruckenden Form und gehört aktuell zu den stärksten Teams der Liga. In den vergangenen neun Meisterschaftsrunden feierte der Tabellenvierte gleich acht Siege und setzte damit ein deutliches Ausrufezeichen. Besonders bemerkenswert: In der Rückrundentabelle rangiert Deutschkreutz sogar auf Platz eins. Vor heimischem Publikum gelangen bislang fünf Siege aus 13 Partien, wobei die jüngsten Leistungen klar nach oben zeigen. Der ASK Horitschon hingegen hat schon bessere Zeiten erlebt und steckt weiterhin mitten im Abstiegskampf. Zwar sorgte der fulminante 6:0-Erfolg gegen die SpG Edelserpentin zuletzt für Aufsehen, doch im darauffolgenden Heimspiel gegen Pama kam man über ein enttäuschendes 0:0 nicht hinaus. Vor allem auswärts tut sich die Mannschaft schwer – in der Auswärtstabelle liegt Horitschon lediglich auf Rang 13. Das Hinspiel entschied Horitschon allerdings überraschend mit 2:1 für sich, wodurch der FC Deutschkreutz nun auf Revanche aus sein dürfte. Die Voraussetzungen für ein stimmungsvolles und intensives Blaufränkisch-Derby könnten damit kaum besser sein.
Der ASK Kohfidisch hat sich in den vergangenen Wochen Schritt für Schritt an das obere Tabellenmittelfeld herangearbeitet und ist dem angestrebten einstelligen Tabellenrang zum Saisonende mittlerweile sehr nahegekommen. Drei Siege aus den letzten fünf Meisterschaftsspielen unterstreichen die starke Form der Mannschaft. Sollte nun auch gegen den frisch gebackenen Meister aus Mattersburg ein weiterer Erfolg gelingen, wären wohl auch die letzten Zweifel an einem starken Endklassement beseitigt. Mit dem MSV 2020 gastiert allerdings die dominierende Mannschaft dieser Saison in Kohfidisch. Die Mattersburger fixierten am vergangenen Wochenende mit dem eindrucksvollen 6:0-Erfolg gegen Siegendorf vorzeitig die Meisterschaft sowie den Aufstieg in die Regionalliga Ost. Vier Runden vor dem Saisonende beträgt der Vorsprung auf die ersten Verfolger bereits komfortable 13 Punkte. Besonders beeindruckend: Seit Beginn der Meisterschaft blieb der MSV ungeschlagen und stellte sowohl die beste Offensive als auch die stärkste Defensive der Liga. Auch das Hinspiel ging an die Mattersburger, die sich damals knapp mit 2:1 gegen Kohfidisch durchsetzen konnten. Die Gastgeber werden daher hoch motiviert sein, dem Meister dieses Mal ein Bein zu stellen und ihre starke Rückrunde mit einem Prestigeerfolg zu untermauern.
Die SpG Neudorf / Parndorf Juniors steckt zwar sportlich in keiner einfachen Phase, darf aber trotz fünf Niederlagen in den vergangenen sieben Meisterschaftsrunden weiterhin hoffen, nicht doch noch in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden. Damit dies auch so bleibt, ist ein Heimsieg gegen Tabellenletzten Jennersdorf allerdings beinahe Pflicht. Vor allem offensiv ließ die SpG zuletzt einiges vermissen – lediglich Schlusslicht Jennersdorf erzielte bislang noch weniger Treffer. Auf eigener Anlage konnte man vier der bisherigen neun Saisonsiege feiern, was zumindest etwas Hoffnung auf einen wichtigen Dreier macht. Der UFC Jennersdorf setzte am vergangenen Wochenende mit dem überraschenden Sieg gegen Kohfidisch nach zuvor sieben Niederlagen in Folge ein deutliches Lebenszeichen. Auch wenn der Abstieg bereits feststeht, zeigte die Mannschaft damit, dass sie sich keineswegs kampflos aus der Burgenlandliga verabschieden möchte. Dennoch bleibt die Auswärtsbilanz äußerst ernüchternd: In elf der bisherigen 13 Gastspiele musste Jennersdorf als Verlierer den Platz verlassen. Die Ausgangslage ist somit klar verteilt: Während die Juniors dringend Punkte benötigen, um endgültig Abstand zur Gefahrenzone zu gewinnen, möchte Jennersdorf den Schwung des jüngsten Erfolges mitnehmen und sich weiterhin ordentlich aus der Saison verabschieden.