In wenigen Tagen startet die 1. Meisterschaftsrunde und somit der Auftakt in der Burgenland-Energie-Landesliga. Sie geht am kommenden Wochenende über die Bühne. Zwei Matches starten am Freitagabend, vier Spiele steigen am Samstagnachmittag, und zwei Begegnungen finden am Sonntag statt. Ligaportal.at liefert an jedem Spieltag einen interessanten Vergleich der jeweils duellierenden Teams. Auch am kommenden Spieltag gibt es wieder interessante Duelle! Wer bleibt erfolgreich? Wer findet auf die Siegerstraße zurück?
Auf den amtierenden Meister der II. Liga Süd wartet zum Auftakt eine richtig spannende Aufgabe. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg trifft der SC Pinkafeld auf den etablierten Landesligisten ASK Kohfidisch. Trainer Benjamin Posch gelang mit seiner Mannschaft ein Aufstieg, mit dem nach der Herbstsaison wohl nur wenige gerechnet hatten. Ausschlaggebend war eine homogene Einheit, in der routinierte Akteure und junge Spieler hervorragend zusammengewachsen sind. Die Transferaktivitäten hielten sich im Sommer im Vergleich zu vielen anderen Landesligisten in überschaubaren Grenzen. Der ASK Kohfidisch beendete die erfolgreiche Saison 2025/26 auf einem beachtlichen sechsten Tabellenrang. Die neue Herausforderung besteht nun darin, die starken Leistungen aus der vergangenen Meisterschaft zu bestätigen. Auch personell setzte der Verein auf Kontinuität: Im Sommer wurde lediglich ein Neuzugang verpflichtet, während der Kader in der Breite etwas verkleinert wurde. Damit treffen zwei eingespielte Mannschaften aufeinander, die bereits zum Saisonauftakt für eine spannende Begegnung sorgen dürften.
Der SV Leithaprodersdorf muss auch in dieser Saison zum engsten Favoritenkreis der Burgenland-Energie-Landesliga gezählt werden. Der bereits in der vergangenen Spielzeit hochwertig besetzte Kader wurde im Sommer noch einmal gezielt verstärkt. Mit Gergö Fönyedi vom SV Sankt Margarethen und Keigo Uchida vom Absteiger ASV Siegendorf konnten zwei erfahrene und spielstarke Akteure verpflichtet werden. Im BFV-Raiffeisen-Cup gab sich der SVL gegen Nickelsdorf keine Blöße und zog souverän in die zweite Runde ein. Bei der SPG Edelserpentin kam es in der Sommerpause zu einem kleineren personellen Umbruch. Sieben Neuzugängen stehen sechs Abgänge gegenüber. Mit der Transferpolitik soll die Mannschaft stabilisiert und verhindert werden, dass sie in der kommenden Saison erneut in die Nähe der gefährlichen Tabellenregion gerät. Für den BFV-Raiffeisen-Cup war Edelserpentin dieses Mal nicht qualifiziert. Auch die Vorbereitung lieferte noch kein eindeutiges Bild, denn in den Testspielen wechselten Licht und Schatten einander ab.
Zum Saisonauftakt wartet auf den SC Rust eine besonders emotionale Begegnung. Nach sechs Jahrzehnten kehrt der Meister der II. Liga Nord in die höchste Spielklasse des Burgenlandes zurück und empfängt gleich den Nachbarn aus Sankt Margarethen zum brisanten Derby. Die Ruster waren auf dem Transfermarkt äußerst aktiv und verpflichteten neun neue Spieler. Erfolgstrainer Özgür Nurlu stand daher vor der anspruchsvollen Aufgabe, aus den Neuzugängen und den verbliebenen Leistungsträgern rasch eine schlagkräftige Einheit zu formen. Der SV Sankt Margarethen beendete die vergangene Saison auf dem achten Tabellenplatz und möchte künftig konstanter auftreten. Auch bei den Gästen gab es mit acht Zugängen und sieben Abgängen große personelle Veränderungen. Im BFV-Cup erfüllte das Team beim Sieg gegen Unterfrauenhaid seine Pflicht. Während Rust die Aufstiegseuphorie nutzen möchte, setzt Sankt Margarethen auf seine größere Landesliga-Erfahrung. Für Spannung und Derby-Emotionen ist gesorgt.
Zum Auftakt der Burgenland-Energie-Landesliga steigt in Lackenbach ein reizvolles Derby. Der SV Lackenbach geht als Meister der II. Liga Mitte und Aufsteiger in die neue Saison. Statt großer Namen setzt die Mannschaft auf Geschlossenheit und ein starkes Kollektiv – ein Konzept, das zuletzt zum Titel führte. Im Sommer wurde der Kader jedoch deutlich verändert: Zehn Neuzugängen stehen fünf Abgänge gegenüber. Trainer Robert Serdar muss die neu formierte Mannschaft nun rasch zu einer Einheit formen. Der SC Oberpullendorf erlebte in der vergangenen Saison nach einem starken Herbst einen deutlichen Einbruch im Frühjahr und belegte am Ende den Rang neun. In der neuen Spielzeit soll mehr Konstanz gelingen. Verstärkt wurde der Kader vorwiegend mit Spielern des Landesliga-Absteigers ASK Horitschon. Zum Saisonstart wartet auf den SCO mit dem euphorisierten Aufsteiger jedoch gleich eine unangenehme Derby-Aufgabe.
Der SC Bad Sauerbrunn musste im Sommer mit Raphael Pohl, Michal Kozak und Thomas Piermayr drei wichtige Leistungsträger ersetzen. Mit David Gallei, Manuel Baumgartner und mehreren jungen Spielern aus unteren Ligen wurde der Kader neu aufgestellt. Nun gilt es, die Neuzugänge rasch zu integrieren und nach der wechselhaften Vorsaison konstanter aufzutreten. Vor allem die jungen Akteure sollen behutsam an das Niveau der Burgenlandliga herangeführt werden. Trainer und Mannschaft werden daher wohl etwas Geduld benötigen, bis die neu formierte Elf ihre optimale Abstimmung gefunden hat. Der USV Halbturn zählt nach der starken vergangenen Spielzeit zum erweiterten Favoritenkreis. Zwei Neuzugänge aus der höchsten slowakischen Liga sollen zusätzliche Qualität bringen und den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft erhöhen. Auch im BFV-Cup überzeugten die Halbturner mit einem deutlichen Schützenfest gegen den UFC Purbach. Dieser klare Erfolg dürfte dem Team vor dem ersten Meisterschaftsspiel zusätzliches Selbstvertrauen verliehen haben. Damit wartet auf Bad Sauerbrunn zum Saisonauftakt eine anspruchsvolle Aufgabe gegen einen eingespielten und selbstbewussten Gegner. Die Kurstädter werden von Beginn an eine konzentrierte Leistung benötigen, um gegen die offensivstarken Halbturner zu bestehen und möglichst die ersten Punkte der neuen Saison einfahren zu können.
Dank einer beeindruckenden Rückrunde hatte der FC Deutschkreutz in der vergangenen Saison letztlich nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun. Nach einem enttäuschenden Herbst startete die Mannschaft im Frühjahr eine starke Aufholjagd und brachte am Ende souverän den vierten Tabellenplatz ins Ziel. In der neuen Spielzeit soll nun von Beginn an konstanter gepunktet werden. Die Deutschkreutzer wollen bereits im Herbst den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legen und vermeiden, erneut frühzeitig unter Druck zu geraten. Personell kam es während der Sommerpause allerdings zu einigen Veränderungen: Mehrere Spieler verließen den Verein, während der Kader im Gegenzug lediglich mit einem Neuzugang verstärkt wurde. Auch bei der Spielgemeinschaft gab es im Sommer einige personelle Veränderungen. Der Kader wurde vorwiegend mit Spielern aus der 1c-Mannschaft ergänzt, während unter anderem die beiden Luntzer-Brüder den Verein verließen. Beide Mannschaften wollen zum Saisonstart ein positives Zeichen setzen und mit einem Erfolgserlebnis in die neue Meisterschaft starten.
Der SK Pama bekommt es zum Auftakt der Burgenland-Energie-Landesliga im Bezirksderby mit der großen Unbekannten SC Neusiedl am See 1919 zu tun. Die Hausherren präsentierten sich in der Vorbereitung bereits in guter Verfassung. Drei Testspiele wurden gewonnen, lediglich gegen Parndorf setzte es eine Niederlage. Damit gehen die Pamaer mit entsprechendem Selbstvertrauen in das erste Meisterschaftsspiel. In der vergangenen Saison zeigte die Mannschaft vor allem im Frühjahr einen deutlichen Aufwärtstrend. Daran möchte der SK nun anknüpfen und von Beginn an wichtige Punkte sammeln. Gegen den höher eingeschätzten Gegner könnte dabei vor allem die Abstimmung innerhalb der Mannschaft ein Vorteil sein. Schwer einzuschätzen ist hingegen der Absteiger aus der Regionalliga Ost. Nach fünfzehn Abgängen wurde der Kader nahezu vollständig neu aufgestellt. Sieben Neuzugänge sowie mehrere Spieler aus der Juniors-Mannschaft sollen die entstandenen Lücken schließen. Neusiedl am See reagiert auf den verletzungsbedingten Ausfall von Barna Toth und verstärkt seine Defensive mit einem vertrauten Gesicht: Tomas Bockay wird künftig wieder für den SC auflaufen. Für Trainer Günter Wally bestand daher die anspruchsvolle Aufgabe, aus dem stark veränderten Kader rasch eine homogene und konkurrenzfähige Mannschaft zu formen. Individuell verfügt Neusiedl zweifellos über viel Qualität, doch zum Saisonstart könnte es noch an den notwendigen Automatismen fehlen. Ob die neu formierte Mannschaft bereits als geschlossene Einheit auftreten kann, wird sich in Pama zeigen.
Nach dem Aufstieg vor einem Jahr spielte der SV Eberau eine starke Saison in der Burgenland-Energie-Landesliga und belegte am Ende den hervorragenden dritten Tabellenplatz. In der neuen Spielzeit bleibt die Zielsetzung dennoch realistisch: Zunächst soll der Klassenerhalt möglichst frühzeitig gesichert werden, ehe der Blick erneut in Richtung obere Tabellenhälfte gerichtet werden kann. Zum Saisonauftakt empfängt Eberau auf eigener Anlage den ASK Klingenbach. Die Grenzstädter mussten im Sommer mit Philipp Frühwirth, Thomas Winkler, Simon Kandler, Philipp Stangl und Sinisa Markovic mehrere prominente Abgänge verkraften. Im Gegenzug wurde der Kader gezielt verstärkt. Die Ergebnisse in der Vorbereitung verliefen vielversprechend. Besonders die Offensive präsentierte sich treffsicher: In fünf Testspielen erzielten die Klingenbacher insgesamt 14 Tore. Das lässt auf eine Steigerung gegenüber der vergangenen Saison hoffen, als der ASK in 30 Meisterschaftsspielen lediglich 40 Treffer erzielen konnte. Damit wartet auf Eberau zum Auftakt ein personell veränderter, aber offensiv stärker auftretender Gegner.