Am gestrigen Dienstagabend kam es in der zweiten Runde des BFV-Raiffeisencups zum Bezirksderby zwischen den beiden Landesligisten SK Pama und SV Leithaprodersdorf. Beide Mannschaften hatten sich in der ersten Runde mit klaren Erfolgen gegen unterklassige Gegner für dieses Duell qualifiziert. Die Hausherren konnten zuletzt mit einem 1:0-Auswärtssieg in der Meisterschaft neues Selbstvertrauen tanken, während Leithaprodersdorf in der Burgenland-Energie-Landesliga bislang mit guten Leistungen überzeugte. Von Beginn an entwickelte sich eine umkämpfte Begegnung, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Zwei Treffer in der Anfangsphase brachten die Gäste früh auf die Siegerstraße. Trotz langer Unterzahl setzte sich Leithaprodersdorf schließlich mit 2:1 durch und zog in die nächste Runde ein.
Die Gäste starteten druckvoll und gingen bereits in der 8. Minute in Führung. Noel Kustor spielte einen präzisen Pass auf Philipp Hauser, der das Leder zur 1:0-Führung im Tor der Hausherren unterbrachte.
Leithaprodersdorf blieb am Drücker und legte zwölf Minuten später nach. Nach einem Ballgewinn von Marco Pöschl leitete erneut Kustor den Angriff ein und bediente Gergö Fönyedi. Dieser lief alleine auf Torhüter Mihailo Brankovic zu, umspielte den Schlussmann und schob zum 2:0 ein.
In der Folge hatten beide Mannschaften einige Halbchancen. In der 32. Minute änderte sich jedoch die Ausgangslage, als Schiedsrichter Sami Selmani dem Leithaprodersdorfer Nemanja Radivojevic wegen einer Schwalbe Gelb-Rot zeigte. Trotz Unterzahl retteten die Gäste den Zwei-Tore-Vorsprung in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel konzentrierte sich Leithaprodersdorf verstärkt auf die Defensive. Pama übernahm dadurch zunehmend die Initiative und drängte auf den Anschlusstreffer. In der 65. Minute war es schließlich so weit: Patrik Lörincz verkürzte auf 1:2.
Danach entwickelte sich ein echter Cup-Fight. Die Hausherren erhöhten den Druck und kamen zu weiteren Möglichkeiten, während Leithaprodersdorf mit viel Einsatz dagegenhielt. Pama gelang zwar kein weiterer regulärer Treffer mehr, sodass die Gäste den knappen Vorsprung über die Zeit brachten.
Mit dem 2:1-Auswärtssieg entschied Leithaprodersdorf das Bezirksderby für sich und steht damit in der nächsten Runde des BFV-Raiffeisencups.
„Wir sind in den ersten 15 bis 20 Minuten nicht so gut ins Spiel gekommen und mussten das 0:1 hinnehmen. Gerade als wir besser in die Partie gefunden haben, haben wir auch das 0:2 kassiert. Nach dem Ausschluss von Leitha waren wir spielbestimmend und gerade in der zweiten Halbzeit haben wir eine tolle Leistung gezeigt und waren klar besser. Nach dem Anschlusstreffer waren wir am Drücker und haben auch das 2:2 erzielt, das meiner Meinung nach fälschlicherweise wegen Abseits aberkannt wurde. Auch ein klares Elfmeterfoul wurde außerhalb des Strafraums verlegt. Die Schiedsrichterleistung war für beide Seiten sehr spannend ausgelegt, um es schön zu formulieren. Schlussendlich gratulieren wir Leithaprodersdorf zum Aufstieg und fokussieren uns nun auf das nächste Meisterschaftsspiel.“
„Wir haben in den ersten 35 Minuten das Spiel im Griff gehabt. Dann wollte sich Schiedsrichter Sami Selmani wichtigmachen und zeigte Nemanja Radivojevic wegen einer angeblichen Schwalbe die Gelb-Rote Karte. Mit einem Mann weniger haben wir gut verteidigt. In der 65. Minute ist der Anschlusstreffer zum 2:1 gefallen und ab diesem Moment entwickelte sich ein richtiger Cup-Fight. Im Großen und Ganzen war es ein guter Auftritt meiner Mannschaft und wir sind verdient in die nächste Runde eingezogen.“