In der zweiten Runde des BFV-Raiffeisencups empfing der USC Wallern den Burgenlandligisten SC Rust. Auf dem Papier gingen die Gäste als klarer Favorit in die Begegnung, zumal die Hausherren erst im Sommer den Aufstieg in die II. Liga Nord geschafft hatten.
Die ambitionierten Wallerner wollten sich jedoch keineswegs kampflos geschlagen geben und dem höherklassigen Gegner möglichst lange Paroli bieten. Die Hausherren hofften darauf, den Favoriten ernsthaft zu fordern und vielleicht sogar für eine Überraschung zu sorgen. Aber da waren Hoffnungen fehl am Platz, denn die Gastgeber mussten mit einer 0:4-Niederlage den heimischen Rasen verlassen.

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In den Anfangsminuten hatten die Hausherren zwei gefährliche Vorstöße in Richtung des Gästetores, Zählbares sprang dabei jedoch nicht heraus. Besser machte es der SC Rust, denn bereits in der 8. Minute klingelte es erstmals im Kasten der Heimischen. Nach einem kurz abgespielten Eckball stand Kevin Salmer am ersten Pfosten goldrichtig und köpfte zur 1:0-Führung ein.
Nur sechs Minuten später folgte bereits der nächste Treffer. Ein langer Pass aus dem Mittelfeld wurde perfekt in die Tiefe gespielt, Oliver Fandel überlief einen Abwehrspieler der Hausherren und schob den Ball ins kurze Eck zum 2:0. Die Gäste blieben auch danach offensiv und bauten ihre Führung in der 38. Minute weiter aus. Nach einem Corner stieg Slavomír Pagáč am höchsten und versenkte das Leder per Kopf zum 3:0 im Tor der Wallener.
Kurz vor dem Pausenpfiff schlug Rust ein viertes Mal zu. Adam Hamdaoui bekam nach einem Angriff über die Seite einen präzisen Stanglpass serviert und ließ sich diese Möglichkeit nicht entgehen. Mit dem deutlichen 4:0 für den Landesligisten ging es schließlich in die Kabinen.
In der Halbzeitpause wechselte Rust-Trainer Özgür Nurlu gleich vier neue Spieler ein, um einige Stammkräfte für das nächste Meisterschaftsspiel zu schonen und gleichzeitig weiteren Kaderspielern Einsatzminuten in der Kampfmannschaft zu ermöglichen. Die zahlreichen Wechsel machten sich im Spielfluss der Gäste bemerkbar, denn klare Tormöglichkeiten waren im zweiten Durchgang Mangelware.
Für Aufregung sorgte die 74. Minute, als es beim Stand von 4:0 zu einer Rudelbildung kam. Warum die Situation derart eskalierte, blieb für viele neutrale Beobachter unverständlich. Schiedsrichter Sinan Koc beließ es schließlich bei Gelben Karten. Auch auf den Zuschauerrängen war die Stimmung zwischenzeitlich aufgeheizt, beruhigte sich in weiterer Folge jedoch wieder.
Sportlich änderte sich am klaren Kräfteverhältnis nichts mehr. Der SC Rust gewann verdient mit 4:0 und zog damit souverän in die nächste Runde des BFV-Raiffeisencups ein.
„Wir waren spielerisch so überlegen, wie es das Ergebnis auch aussagt. In der zweiten Halbzeit haben wir insgesamt fünf Spieler ausgetauscht, um angeschlagene Spieler zu schonen. Im Großen und Ganzen war es ein klarer und verdienter Sieg meiner Mannschaft.“