Am 26. Spieltag der 1. Klasse Mitte setzte sich der SV Straßburg in einem langen offenen Schlagabtausch mit 2:1 gegen die WSG Wietersdorf durch. Nach torloser erster Hälfte gingen die Gäste kurz nach der Pause in Führung, Straßburg glich rasch aus – begünstigt durch ein Eigentor nach einem parierten Elfmeter – und schlug in Minute 88 spät zu. Obmann Jakob Andreas Leitgeb sprach von einem Duell auf Augenhöhe und sagte: "Es war von Anfang bis zum Schluss ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten."

Image by Daniel Allgyer from Pixabay
Die erste Hälfte war vom ersten Zweikampf an ausgeglichen, beide Teams arbeiteten sich in die Partie hinein und suchten ihre Momente. Viel lief über intensives Mittelfeldspiel, ohne dass eine Seite dauerhaft die Oberhand gewann. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0, was gut zum Bild passte, das Jakob Andreas Leitgeb zeichnete: "Es war von Anfang bis zum Schluss ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Ein enges Spiel auf Augenhöhe." Nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff kippte die Waage jedoch kurz auf Wietersdorfer Seite: Über rechts zogen die Gäste ihren besten Angriff des Tages auf, es folgte eine punktgenaue Flanke und der wuchtige Kopfball von Florian Matthias Novak zum 0:1 in Minute 49 – genau so beschrieb es Leitgeb: "Schöne Flanke und schöner Kopfball, 0:1."
Straßburg schüttelte den Rückstand schnell ab und kam nur wenige Minuten später zum Ausgleich. Der Weg dahin war kurvig, aber zielstrebig: Zunächst zeigte der Unparteiische auf den Punkt, nachdem Marco Krall im Strafraum zu Fall gekommen war. Wietersdorfs Keeper Kevin Schorn blieb beim Strafstoß Sieger, doch die Hausherren blieben im Nachsetzen bissig. Eine scharfe Hereingabe segelte wieder in den Fünfer, und am Ende bugsierte Dominik Christian Oberraufner die Kugel unglücklich ins eigene Tor – 1:1 in Minute 56. Leitgeb ordnete die Szene so ein: "Es war eine Elfmetersituation, unser Marco Krall wurde gefoult. Kevin Schorn hat den Strafstoß gehalten, dann kam eine scharfe Hereingabe – am Ende drückte ein Wietersdorfer den Ball über die Linie zum 1:1." Danach blieb es offen, beide Seiten kamen zu Möglichkeiten.
Die Partie blieb bis in die Schlussphase hinein lebhaft. Straßburg meldete sich mit einer guten Chance an, Wietersdorf hielt mit eigenen Chancen dagegen – das Grundmuster blieb: ausgeglichen, auf Augenhöhe. Als vieles schon auf ein Remis hindeutete, holten die Heimischen doch noch den späten Punch: Im Anschluss an einen Freistoß setzten sich die Straßburger durch, spielten Johannes Gerd Landsmann frei, und der vollstreckte in Minute 88 eiskalt zum 2:1. "Zum Schluss haben wir den Lucky Punch gemacht", sagte Leitgeb und ergänzte: "Mit einem Unentschieden hätten wir auch leben können, heute waren wir vielleicht ein wenig der glückliche Sieger. Entscheidend war die Teamleistung." Ein Sonderlob verteilte der Obmann an den Unparteiischen: "Das war die beste Leistung in der ganzen Saison, über 90 Minuten praktisch fehlerfrei." In der Tabelle steht Straßburg mit 41 Punkten auf Rang fünf, Wietersdorf hält bei 36 Zählern auf Platz neun – beide Teams können auf dieser couragierten Vorstellung aufbauen.