In der 1. Klasse Mitte hat der SC Sörg gegen den SV Steuerberg eine deutliche 1:7-Heimniederlage kassiert. Steuerberg traf früh, zog rasch auf 2:0 davon und nahm eine 3:0-Pausenführung mit. Nach dem Seitenwechsel blieb die Elf von Wolfgang Pitschko konsequent und machte den Auswärtssieg klar. „Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft“, hielt der Trainer fest – und verwies auf einen beherzten, aggressiven Auftritt, der die Fehler der Vorwoche vergessen ließ.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Steuerberg erwischte in Sörg den perfekten Start. In Minute 8 brachte Pascal Christopher Gruntnig die Gäste 1:0 in Front, nur zwölf Minuten später erhöhte Manuel Egger auf 2:0. Für Trainer Wolfgang Pitschko war genau dieser Auftakt der Türöffner: „Sehr wichtig war, dass wir relativ schnell 1:0 und 2:0 in Führung gegangen sind. Das hat uns gutgetan – man hat gesehen, dass die Mannschaft wieder mit mehr Selbstbewusstsein aufgetreten ist.“ In der Folge blieb Steuerberg am Drücker, Sörg kam nur in einer kurzen Phase besser ins Spiel. Kurz vor der Pause legte Gruntnig nach und stellte in der 37. Minute auf 3:0. Pitschko schwärmte von der Entstehung: „Das erste Tor war wunderschön herausgespielt mit zwei Doppelpässen. Und das 3:0 war kurz vor der Halbzeit: Pass in die Tiefe und ein Schuss ins lange Kreuzeck.“ Mit dieser klaren Führung im Rücken ging es in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel hielt der SVS das Tempo hoch. In Minute 48 traf Thomas Biedermann zum 4:0, Sörg verkürzte zwar durch Martin Stark prompt auf 1:4 (50.), doch Steuerberg ließ sich nicht aus der Spur bringen. Daniel Walder stellte nach einer Stunde auf 5:1, ehe Egger in der Schlussphase zweimal zuschlug und mit seinen Treffern in der 88. und 90. Minute den 7:1-Endstand fixierte. Pitschko machte klar, worin der Unterschied lag: „Wir waren aggressiv, wir haben den Großteil unserer Zweikämpfe gewonnen. Das hat uns im letzten Spiel gefehlt, da waren wir zu weit weg von den Leuten. Diesmal haben wir das gut umgesetzt – deswegen auch hochverdient gewonnen.“ Umso bemerkenswerter, weil Steuerberg laut Coach „drei Ausfälle“ zu verkraften hatte und der kleine Platz in Sörg „uns eigentlich nicht so entgegenkommt“.
Während sich seine Mannschaft steigerte, erlebte Sörg laut Pitschko einen gebrauchten Tag: „Der Gegner hatte, so wie wir, drei oder vier Ausfälle. Wir haben das einfach besser kompensiert. Für mich waren sie heute nicht so, wie ich Sörg kenne – normalerweise irrsinnig stark in den Zweikämpfen und offensiv sehr präsent. Heute hatten sie einen schlechten Tag und mussten das bitter bezahlen.“ Auch zum Unparteiischen bezog er ruhig Stellung: „Sie haben das ganz in Ordnung gemacht. Es gab Kleinigkeiten – meiner Meinung nach wurde ein Elfmeter nicht gegeben, der für mich drinnen war –, aber das hat keinen Unterschied mehr gemacht, da stand es schon 5:1.“
Nach dem Schlusspfiff überwog Freude und Erleichterung: „Viele haben gesagt, dass sie hier oben noch nie gewonnen haben – oder es ist sehr lang her. Diesmal haben wir Sörg dominiert und verdient 7:1 gewonnen.“ Ein Sonderlob verteilte er an seinen Routinier im Tor: „Unseren alten Mann im Kasten, den ‘Britzen’, der mittlerweile 44 ist – er ist immer da, wenn wir ihn brauchen und extrem wichtig für uns.“ Mit nun 34 Punkten als Zwölfter setzt der SV Steuerberg ein kräftiges Ausrufezeichen und nimmt reichlich Rückenwind für die kommenden Wochen mit.