Spielberichte

Wernberg siegt 2:1 in Reichenau – starke Defensive und ein Eigentor entscheiden

SC Reichenau
SV Wernberg

In der 1. Klasse Mitte holte der SV Cleverdruck Wernberg bei SC Reichenau/Falkert einen 2:1-Auswärtssieg. Nach einer frühen Führung und dem verdienten Ausgleich der Hausherren fiel die Entscheidung nach der Pause durch ein Eigentor. Trainer Michael Lattacher sprach danach von einem Duell auf Augenhöhe, das seine Elf dank starker Defensivarbeit und einem sehr sicheren Tormann für sich verbuchte. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, am Ende hatten wir das glücklichere Ende für uns“, ordnete der Coach den wichtigen Dreier ein.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Frühe Führung, Ausgleich vor der Pause und die Entscheidung nach 71 Minuten

Wernberg erwischte den besseren Start. Bereits in Minute sieben stellte Fabian Obmann auf 0:1 – ein Auftakt nach Maß. Lattacher beschrieb die Szene so: „Fabian Obmann hat in der ersten Hälfte den Ball am Sechzehner bekommen, sich gedreht und mit dem zweiten Kontakt mit dem schwächeren linken Fuß ins lange Kreuzeck geschossen – ein super Tor, da war der Tormann chancenlos.“ Reichenau reagierte, übernahm das Kommando und glich in der 37. Minute verdient aus: Denis Salkanovic drückte nach einen Angriff über die linke Seite den schwer zu nehmenden Stanglpass zum 1:1 über die Linie. „Das war eine sehr schöne Aktion der Reichenauer - Salkanovic hat in der Mitte souverän verwertet“, anerkannte Lattacher. Nach der Pause blieb die Partie offen, bis in Minute 71 der entscheidende Moment kam: Ein scharf gespielter Stanglpass von Obmann wurde von Thomas Tabojer unglücklich ins eigene Tor gelenkt – 1:2. „Ende der zweiten Halbzeit stand das Spiel auf Messers Schneide, Chancen hüben wie drüben“, so der Coach.

Wernbergs Fundament: Innenverteidiger-Duo und ein starker Golie Pettauer

Dass Wernberg den Druckphasen der Reichenauer standhielt, führte Lattacher vor allem auf die Stabilität der Innenverteidigung zurück. „Die Grundlage des Erfolgs war unsere solide Defensivleistung, hervorzuheben mit den zwei Innenverteidigern Marco Pehr und Milos Bukumirovic und einer souveränen Tormannleistung von Nico Pettauer. Wir konnten die Chancen von Reichenau allesamt entschärfen“, betonte er. Gerade in der Phase vor dem Ausgleich und nach der Pause musste Wernberg viel wegverteidigen. „Reichenau hat eine sehr starke Offensive, in der Defensive sind sie aus meiner Sicht anfällig“, analysierte der Trainer und hob den Torschützen der Heimelf extra hervor: „Denis Salkanovic sticht heraus, den kenne ich schon länger – er hat eine sehr gute Entwicklung genommen.“ Offensiv blieb Wernberg effizient, auch wenn nach dem 1:2 der Deckel nicht mehr draufgemacht wurde. „Weil Reichenau aufgemacht hat, hätten wir eigentlich noch das 3:1 oder 4:1 machen müssen, aber wir waren da zu hektisch“, sagte Lattacher selbstkritisch.

Ruhiger Schiedsrichterauftritt und ein Team im Aufwind

Neben der mannschaftlichen Geschlossenheit gefiel dem Wernberger Trainer auch, dass das Spiel ohne große Diskussionen über die Leitung auskam. „Die Schiedsrichterleistung ist dann sehr gut, wenn man nicht über sie reden muss. Das Gespann hat eine solide, ansprechende Partie gepfiffen“, so Lattacher. Der Dreier passt in den positiven Trend der letzten Wochen. „Wir haben aus den letzten vier Spielen dreimal gewonnen. Die Richtung passt, die Mannschaft hat Selbstvertrauen und hält zusammen. Die Trainingsintensität ist sehr gut, es wird um die Leibchen gekämpft – das macht gerade den Unterschied“, erklärte er. Und sein Schlusswort klang fast wie eine Überschrift: „Die Trauben in Reichenau hängen hoch, aber wir konnten sie heute ernten.“ Für Wernberg war dieser Auswärtssieg mehr als nur drei Punkte – er bestätigte das wachsende Selbstvertrauen der Mannschaft.

1. Klasse Mitte: Reichenau : Wernberg - 1:2 (1:1)

  • 71
    Eigentor durch Thomas Tabojer 1:2
  • 37
    Denis Salkanovic 1:1
  • 7
    Fabian Obmann 0:1