In der 1. Klasse Mitte drehte der SV Glanegg gegen die WSG Wietersdorf ein 1:2 zur Pause und feierte am Ende ein 3:2. Der Sieg tat im Tabellenkeller gut und war hart erarbeitet: Der Ausgleich per Elfmeter brachte die Wende, der späte Treffer von Dominik Nikolaus Scherwitzl entschied die Partie. Sektionsleiter Scherwitzl sprach von großer Erleichterung – nach einer ersten Halbzeit, in der seine Elf lange hinterherlief.

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Glanegg kam schwer in die Gänge. „Anfangs waren wir nicht ganz in der Partie, wir waren zu weit vom Gegner weg“, ordnete Dominik Nikolaus Scherwitzl ein. Wietersdorf nutzte die Räume und ging nach einer halben Stunde durch Tobias Höfferer mit 0:1 in Führung (32.). Glanegg antwortete zwar prompt, Suad Serdarevic drückte den Ball nach einer Aktion über mehrere Stationen über die Linie zum 1:1 (35.). Doch noch vor der Pause stellte Lan Gojak – „mehr oder weniger ausgekontert“, wie Scherwitzl sagte – auf 1:2 (40.). In der Kabine gab es eine deutliche Ansprache, danach hatte Glanegg mehr Zugriff. Der Ausgleich fiel per Elfmeter: Jean-Noel Scheriau verwandelte sicher zum 2:2 (55.) und weckte die Hausherren endgültig. In der Schlussphase setzte Glanegg nach – und Scherwitzl selbst krönte die Aufholjagd mit dem 3:2-Siegtreffer (74.). „Danach haben wir es relativ gut heimgespielt“, meinte er.
Der Sektionsleiter sparte nicht mit Lob für den Gegner. „Wietersdorf war offensiv sehr gut. Sie waren agil, sie wollten Fußball spielen, sie hatten richtig Spielwitz“, sagte Scherwitzl. Besonders in Halbzeit eins habe seine Mannschaft „den Zugriff nicht gehabt“. Wietersdorf habe es „schlau gespielt“, suchte immer wieder die Lücken zwischen Stürmer, Zehner und Sechser und legte mit Haken und Lochpässen nach. „Ehrlich: Es hätte zur Pause höher für Wietersdorf stehen können. Gott sei Dank war unser Tormann gut oder ihre Schüsse sind knapp daneben gegangen.“ Der Knackpunkt lag für ihn klar nach dem Seitenwechsel: „In der Pause hat uns der Trainer wachgerüttelt. Danach war mehr Zugriff da. Das 2:2 war ein Elfmeter, und der war ganz wichtig – da haben wir wieder Luft bekommen.“ Chancen für Wietersdorf habe es weiter gegeben, „aber wir haben das dann gut heimgespielt“.
Bei allem Puls blieb Scherwitzl im Umgang mit der Leitung sachlich. „Wenn man am Platz steht, ist man nicht immer einverstanden, aber wir haben gewonnen, also kann ich mich nicht großartig beschweren“, sagte er. Entscheidender war für ihn das Gefühl nach dem 3:2: „Da haben wir gewusst: Im Abstiegskampf haben wir jetzt ein bissl Polster. Wir hätten unbedingt zumindest ein Unentschieden gebraucht – und als wir vorne waren, konnten wir befreiter aufspielen.“ Der Druck war groß, nicht zuletzt wegen vieler junger Spieler. „Im Abstiegskampf ist es immer schwierig. In den letzten Partien hat das Team den nötigen Kampfgeist gezeigt“, betonte er. Die Tabelle weist Glanegg mit 29 Punkten auf Rang 14 aus, Wietersdorf hält bei 39. Nach dem Schlusspfiff überwog die Erleichterung: „Es war am Ende Gott sei Dank das glückliche Ende für uns.“