Spielberichte

„Der Fight hat gewonnen“ – Techelsberg belohnt sich gegen den Topgegner mit einem 5:2

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Techelsberg
Friesacher AC

In der 1. Klasse Mitte hat ASKÖ Techelsberg am Freitagabend mit einem 5:2 gegen Friesacher AC/Hirter Pils für einen Befreiungsschlag gesorgt. Trainer Günter Josef Hutze sah keinen einzelnen Knackpunkt, sondern eine geschlossene Leistung über die vollen 90 Minuten. Seine Mannschaft zerstörte den Rhythmus des Favoriten, nutzte die Umschaltsituationen konsequent und holte nach schwierigen Wochen drei Punkte, die im Lager der Gastgeber spürbar gutgetan haben.

Fußballspieler legt sich den Ball auf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Chance, Führung und sofortige Antwort

Der Start passte zu dem, was Hutze von seiner Mannschaft verlangt hatte. Schon in der ersten Minute hatte Techelsberg eine große Möglichkeit auf das 1:0, ließ diese aber noch liegen. Genau das sei in den vergangenen Spielen oft ein Problem gewesen, sagte der Trainer später. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass sich seine Elf davon diesmal nicht wieder aus der Bahn werfen ließ. In der 28. Minute brachte Almir Licina die Gastgeber nach einem Freistoß mit 1:0 in Führung, doch die Antwort der Gäste kam prompt: Mario Schmidhofer stellte nur eine Minute später auf 1:1. Techelsberg blieb aber dran, hielt die Intensität hoch und ging noch vor der Pause wieder nach vorne, als Ziga Slavicek in der 39. Minute das 2:1 erzielte. Damit nahm der Aufsteiger ein Ergebnis mit in die Kabine, das zur Leistung in dieser ersten Hälfte passte.

Der Plan war klar: Friesach nicht ins Spiel kommen lassen

Hutze ordnete den Sieg danach klar über die Haltung seiner Mannschaft ein und weniger über spielerische Feinheiten. „Wir sind als Aufsteiger immer der Underdog und bezahlen zurzeit viel Lehrgeld in der 1. Klasse Mitte“, sagte der Techelsberg-Coach. Gerade deshalb habe er von seiner Mannschaft eine kompromisslose Einstellung verlangt: „Ich wollte von meinen Jungs im wahrsten Sinn des Wortes eine Drecksau-Mentalität sehen und Friesach von der ersten Minute bis zum Schluss niederfechten.“ Für ihn war genau das der Grund, warum der Matchplan diesmal aufging. „Dadurch konnten wir das Spiel von Friesach super zerstören und in den Umschaltsituationen unsere Chancen nutzen.“ Dass der Gegner zu den stärkeren Teams der Liga gehört, blendete Hutze dabei nicht aus. „Friesach war natürlich ein Topgegner. Sie lassen den Ball laufen, sind sehr strukturiert in ihrer Bewegung und wollten uns mit Ballbesitz kontrollieren. Aber der Fight hat gewonnen“, brachte er es auf den Punkt.

Nach der Pause wird der Aufwand auch auf der Anzeigetafel deutlich

Was Hutze mit Blick auf die gesamten 90 Minuten meinte, wurde nach dem Seitenwechsel auch im Ergebnis sichtbar. Zunächst schnürte Slavicek in der 60. Minute mit dem 3:1 seinen Doppelpack, nur zwei Minuten später legte Licina mit seinem zweiten Treffer zum 4:1 nach. Friesach verkürzte durch Phillip Matschnigg in der 65. Minute zwar noch einmal auf 4:2, doch Techelsberg ließ sich diesmal nicht mehr aus der Ruhe bringen. In der 71. Minute sorgte David Bodner mit dem 5:2 für die endgültige Entscheidung. Einen einzelnen Schlüsselmoment wollte Hutze trotzdem nicht herausheben. „Es gibt keinen Key Point in diesem Spiel. Man muss diese 90 Minuten betrachten“, sagte er. Genau darin sah er den Unterschied: „Über den Kampf und über das Mindset konnten wir Friesach in Schach halten und dann unsere wenigen Chancen nutzen.“

Drei Punkte nach schweren Wochen und ein gerettetes Wochenende

Für Techelsberg war dieser Abend deshalb mehr als nur ein Heimsieg gegen einen Gegner aus der Spitzengruppe. Hutze sprach offen davon, dass seine Mannschaft zuletzt schwierige Wochen hinter sich hatte. „Man startet in die Saison mit viel Herz, macht aber keine Punkte und steckt von Anfang an hinten drin“, schilderte er die Lage eines Aufsteigers, der sich vieles hart erarbeiten muss. Umso höher bewertete er diesen Erfolg. „Dann drei Punkte gegen einen Gegner zu holen, bei dem man diese drei Punkte eigentlich nicht einrechnet, ist natürlich wunderschön.“ Der Trainer gratulierte seiner Mannschaft ausdrücklich und machte auch gleich klar, dass der Sieg über den Fußballabend hinaus Wirkung haben dürfte. Am Wochenende steht im Team eine Hochzeit an, und Hutze sagte passend zum gelungenen Freitag: „Das Wochenende ist für unsere Mannschaft gerettet.“

1. Klasse Mitte: Techelsberg : Friesach - 5:2 (2:1)

  • 71
    David Josef Bodner 5:2
  • 65
    Phillip Matschnigg 4:2
  • 62
    Almir Licina 4:1
  • 60
    Ziga Slavicek 3:1
  • 39
    Ziga Slavicek 2:1
  • 29
    Mario Schmidhofer 1:1
  • 28
    Almir Licina 1:0