In der 1. Klasse Mitte hat SV Wernberg am Samstag SC Reichenau/Falkert mit 4:1 besiegt und damit die Tabellenführung untermauert. Trainer Michael Lattacher sah zunächst ein Duell auf Augenhöhe, in dem frühe Standards den Ton vorgaben. Nach dem schnellen 1:0, dem prompten Ausgleich und dem 2:1 noch vor der Pause entschied Wernberg die Partie laut seinem Coach mit einer soliden Defensive und einem gutem Umschaltspiel.

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Lattacher sprach nach dem Schlusspfiff von zwei ausgeglichenen Mannschaften, und genau so begann die Partie auch. Schon in der 4. Minute brachte Marco Pehr die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Drei Minuten später stellte Arnold Freissegger für Reichenau wieder auf 1:1. Für den Wernberger Trainer war der frühe Treffer trotzdem wichtig. „Das 1:0 war der Dosenöffner und gab der Mannschaft von Anfang die nötige Sicherheit“, sagte er. Der Ausgleich habe sein Team zwar kurz aus der Ruhe gebracht, dauerhaft aus dem Konzept sei Wernberg aber nicht geraten. Noch vor der Pause legten die Hausherren nach. Tim Notersberg erzielte nach einer neuerlichen Standardsituation in der 22. Minute nach einem Gestocher das 2:1, mit diesem Stand ging es auch in die Halbzeit. Dass beide Wernberger Treffer in dieser Phase laut Lattacher nach Standards fielen, passte aus seiner Sicht gut zu einem Spiel, in dem Kleinigkeiten früh den Ausschlag gaben.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Partie in die Richtung, die sich Wernberg erhofft hatte. Lattacher sprach von einem offenen Schlagabtausch und davon, dass Reichenau später „alles auf eine Karte gesetzt“ habe, um noch einmal zum Ausgleich zu kommen. Genau in dieser Phase habe seine Mannschaft ihre Stärken ausgenutzt. „In Summe hat meine Mannschaft eine solide defensive Leistung gezeigt und nach vorne einen teils sehr gepflegten Fußball gespielt“, sagte der Trainer. Dazu passte, dass Wernberg die Räume im Umschalten gut fand. Philipp Ronacher erhöhte in der 63. Minute auf 3:1 und setzte in der 90. Minute alleinlaufend auf den Tormann mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt. Für Lattacher war das kein Zufall, sondern die Folge einer klaren Linie: „Besonders gut funktioniert haben die Defensive und die gezielten Vorstöße im Umschaltspiel. Die Qualität der Pässe und der Abläufe war heute sehr zufriedenstellend.“
Der Wernberger Trainer wollte den Erfolg danach nicht nur auf die Tore reduzieren. Er hob die mannschaftliche Geschlossenheit hervor und sprach von einer Entwicklung, die sich seit Saisonbeginn ziehe. „Entscheidend war sicher auch die kämpferische Leistung, die wir seit Beginn der Meisterschaft zeigen. Wir sind ein sehr homogenes Team und das einen gepflegten Fußball spielt, in dem jeder für den anderen kämpft“, meinte Lattacher. Besonders wichtig sei dabei die Breite im Kader. Wernberg habe im Vergleich zum Velden Spiel diesmal drei Stützen ersetzen müssen, darunter Michael Resei, Valentino Corti und Alexander Moser, und dennoch habe die Mannschaft das sauber aufgefangen. Dass der SV mit diesem 4:1 weiter ganz vorne steht, passt für ihn genau ins Bild: „Unsere Stärke ist sicher die Kaderbreite. Wir haben 20 Spieler auf einem ähnlichen Niveau und können Ausfälle gut kompensieren.“
Trotz des klaren Ergebnisses sprach Lattacher sehr respektvoll über die Gäste. „Reichenau ist eine Top-Mannschaft, die sich mehr Punkte verdient, als sie tatsächlich hat“, sagte er und stellte besonders Torschütze Arnold Freissegger heraus. Insgesamt habe Reichenau seiner Mannschaft „alles abverlangt“, weshalb Wernberg bis tief in die zweite Hälfte gefordert blieb. Auch für das Schiedsrichtergespann fand der Trainer lobende Worte. Es habe das Spiel jederzeit im Griff gehabt und die richtigen Entscheidungen getroffen. Damit blieb unter dem Strich ein Heimsieg, den Wernberg nicht nur über die vier Tore, sondern vor allem über Standards, Disziplin und konsequentes Umschalten erklärt. Für den Tabellenführer war es ein weiterer Nachmittag, an dem wieder einmal vieles zusammenpasste.