Spielberichte

Nach zehn Runden noch immer ungeschlagen: Wernberg bleibt nach dem Derby-1:1 absolut im Soll

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SV Wernberg
SG Ledenitzen/Rosegg

In der 1. Klasse Mitte hat SV Wernberg im Derby gegen SG DSG Ledenitzen/SV Rosegg beim 1:1 einen weiteren Schritt in seiner stabilen Herbstserie gemacht. Trainer Michael Lattacher sah ein Derby, in dem beide Teams das Spiel für sich hätten entscheiden können. Am Ende blieb vor allem hängen, dass Wernberg nach zehn Runden weiter ungeschlagen ist und den Punkt deshalb als Teil eines stimmigen Gesamtbilds einordnet.

Fußball wird mit rotem Fußballschuh gestoppt

Image by Roshan Rajopadhyaya from Pixabay

Führung nach Freistoß, Ausgleich ebenfalls nach Standard

Genau so entwickelte sich auch die Partie. Wernberg kam in der 28. Minute zur Führung, als Philipp Ronacher nach einem Freistoß am Sechzehner freigespielt wurde. Lattacher beschrieb die Szene so: "Wir gingen durch eine Unachtsamkeit der Ledenitzener Abwehr in Führung." Lange freuen konnten sich die Gastgeber aber nicht, denn nur vier Minuten später stellte Hayri Signak auf 1:1. Der Ausgleich fiel aus Sicht des Wernberger Trainers ebenfalls nach einer Standardsituation. "Hayri Signak hat einen Freistoß vom Sechzehnereck direkt verwandelt", sagte Lattacher. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause, und genau dieses Bild einer ausgeglichenen Begegnung blieb aus seiner Sicht auch danach bestehen.

Nach dem 1:1 bleiben auf beiden Seiten die großen Chancen liegen

Dass am Ende kein Sieger feststand, überraschte den Wernberger Trainer nicht. "Aus meiner Sicht geht das Unentschieden so in Ordnung, weil auf beiden Seiten nach dem 1:1 weitere Hochkaräter liegen gelassen wurden", sagte Lattacher. Er sprach von einem "beherzten Derby zwischen zwei guten Mannschaften", in dem beide das Spiel auf ihre Seite hätten ziehen können. Für ihn lag der Grund für das Remis nicht in fehlendem Willen, sondern in der Mischung aus ausgelassenen Möglichkeiten, guten Torhüterleistungen und konsequenter Defensivarbeit in letzter Sekunde. "In diesem Derby wurden im letzten Moment immer wieder brenzlige Situationen noch geklärt", meinte er und erklärte damit, warum es trotz guter Einschussmöglichkeiten bei zwei Treffern blieb.

Standards der Gäste und viel Derby drin

Gerade bei den Gästen sah Lattacher jene Stärken, für die die Spielgemeinschaft bekannt ist. "Sie haben das auf den Platz gebracht, wofür sie bekannt sind, und zwar ihre Standards", sagte er. Immer wieder sei es bei ruhenden Bällen brandgefährlich geworden, dazu hätten die weiten Einwürfe von Senad Huseinbasic Wernberg vor Probleme gestellt. Hayri Signak stach mit seinem direkten Freistoß ohnehin heraus. Gleichzeitig merkte Lattacher an, dass die Partie den erwarteten Derby-Charakter hatte: "Man hat gemerkt, dass es ein Derby ist. Sie waren sehr giftig, bissig und wollten unbedingt Punkte mit nach Hause nehmen." Aus Wernberger Sicht blieb außerdem eine Szene hängen, die den Trainer beschäftigte. "Uns wurde aus meiner Sicht ein klarer Handelfmeter aberkannt", sagte er. Dazu kam für ihn, dass viele kleine taktische Fouls zwar gepfiffen wurden, aber häufiger eine Verwarnung nach sich hätten ziehen können.

Wernberg bleibt vorne dabei, jetzt wartet Kappel

Unter dem Strich überwog bei den Gastgebern deshalb nicht der Ärger über das verpasste zweite Tor, sondern der Blick auf die bisherige Saison. Wernberg ist nach zehn Runden weiter ungeschlagen und hält bei 22 Punkten, damit bleibt der SV ganz vorne dabei. Lattacher ordnete das klar ein: "Wir hatten einige Ausfälle zu verkraften, und die letzten beiden Gegner haben gegen uns jeweils alles aufgeboten. Wir sind weiterhin ungeschlagen und absolut im Soll." Viel Zeit zum Zurückschauen bleibt nicht, denn schon am kommenden Wochenende wartet mit SC Kappel der nächste unangenehme Gegner. Wernberg will die letzten Herbstspiele laut Trainer "positiv gestalten" und diesmal wieder nicht nur einen Punkt mitnehmen, sondern drei auf das eigene Konto bringen. Einen Spieler hob Lattacher zum Schluss noch eigens hervor: Nevio Gallo habe erneut gezeigt, "welches Potenzial in Wernberg für die Zukunft reift".

1. Klasse Mitte: Wernberg : SG Ledenitzen/Rosegg - 1:1 (1:1)

  • 32
    Hayri Mahmut Signak 1:1
  • 28
    Philipp Ronacher 1:0