In der 10. Runde der 1. Klasse Mitte hat ASKÖ Techelsberg am Sonntag den SV Straßburg mit 3:0 bezwungen. So klar das Ergebnis am Ende aussah, so deutlich verwies Straßburg-Obmann Jakob Andreas Leitgeb auf die Anfangsphase: Seine Mannschaft war laut eigener Einschätzung gut im Spiel, ließ aber in den ersten 20 Minuten mehrere Topchancen aus und lief danach dem Rückstand hinterher.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Leitgeb sah seine Mannschaft zunächst sogar im Vorteil. „Der Start war eigentlich gut. Wir hatten in den ersten 20 Minuten sicher zwei, drei sehr gute Möglichkeiten, die wir nicht verwerten konnten, beziehungsweise hat der heimische Torhüter gut gehalten“, sagte der Straßburg-Obmann. Genau in dieser Phase verpassten es die Gäste, sich für ihren ordentlichen Beginn zu belohnen. Aus seiner Sicht war Straßburg da besser im Spiel und hatte die Partie zunächst auf seiner Seite. Erst danach wurde das Duell laut Leitgeb ausgeglichener. Damit blieb der Eindruck einer guten Anfangsphase bestehen, nur der Ertrag fehlte komplett.
Die Wende kam dann unmittelbar vor der Pause. In der 44. Minute brachte Manuel Voraberger Techelsberg in Führung, nachdem Straßburg im Mittelfeld laut Leitgeb „nicht konsequent genug attackierte“ und ein genauer Pass den Heimstürmer freispielte. Dieses 1:0 wog aus Sicht der Gäste schwer, weil es den Spielverlauf drehte. „Das erste Tor war an diesem Tag eigentlich schon fast vorentscheidend“, meinte Leitgeb. Noch klarer wurde die Sache kurz nach Wiederbeginn: Marcel Schusser traf in der 49. Minute zum 2:0, für Leitgeb nach einem ähnlichen Spielzug der eigentliche Knackpunkt. Als Schusser in der 61. Minute seinen zweiten Treffer nachlegte, war die Partie endgültig entschieden.
Obwohl das Ergebnis deutlich ausfiel, wollte Leitgeb seine Mannschaft nicht zerlegen. Er erinnerte daran, dass Straßburg mit acht Ausfällen nach Techelsberg gefahren war – krankheitsbedingt, arbeitsbedingt und verletzungsbedingt. „Da gibt es überhaupt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken“, sagte er. Gerade die erste Halbzeit wertete er trotz des Rückstands positiv, weil seine Mannschaft lange ebenbürtig gewesen sei und auch die nachgerückten Spieler „eine gute Leistung geboten haben“. Dass das Momentum mit dem 0:1 kurz vor der Pause und dem 0:2 direkt nach der Pause kippte, stand für ihn außer Frage. Dennoch blieb seine Kernaussage dieselbe: Die Partie wurde nicht wegen fehlender Einstellung verloren, sondern weil die guten Phasen ohne Tor blieben.
Am klarsten formulierte Leitgeb den Unterschied zwischen beiden Teams bei der Chancenverwertung. „Techelsberg war sehr effizient. Sie haben die erste sehr gute Torchance genutzt, und wir haben die ersten drei sehr guten Torchancen nicht genutzt“, sagte er. Dazu passte auch seine Bewertung des restlichen Nachmittags: ein kämpferisches Spiel, lange auf Augenhöhe, am Ende aber ein verdienter Heimsieg. Über einzelne Entscheidungen des Unparteiischen wollte er kein großes Thema machen. Entscheidend sei das für diese Niederlage nicht gewesen. Viel wichtiger ist für Straßburg nun der Blick nach vorne: Man hofft auf die Rückkehr von zwei oder drei Verletzten und darauf, die eigenen Möglichkeiten endlich besser zu nutzen.